Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Ticker: Fall Patrick Fischer

26.04.2026
David Klein

David Klein

Abo Fall Fischer vs. Fall Ruefer: Die Doppelmoral von SRF

Wer erinnert sich an die Affäre um den beliebten Sportmoderator Sascha Ruefer? Damals ging es um Ruefers Satz über Granit Xhaka in der Rohschnittfassung der SRF-Dokuserie «The Pressure Game»: «Granit Xhaka ist vieles, aber er ist kein Schweizer.» Der Satz wurde an die WOZ durchgestochen, die umgehend «Rassismus» krähte. Ruefer hielt dagegen, die Aussage sei […]

Alex Baur

Alex Baur

Abo Fake News von Tristan Brenn: Die Gegenoffensive von SRF-Chefredaktor im Fall Patrick Fischer ist heuchlerisch und verlogen

Bild: © SRF/Oscar Alessio

SRF-Chefredaktor Tristan Brenn bricht sein Schweigen. In einem Interview mit der Schweiz am Wochenende verteidigte er den Entscheid, statt eines geplanten Porträts eine «Enthüllungsstory» über den erfolgreichen Schweizer Hockeytrainer Patrick Fischer zu bringen. Zur Erinnerung: Patrick Fischer selbst hatte dem SRF-Reporter am Rand der Dreharbeiten in einem privaten Gespräch beim Mittagessen

25.04.2026

Affäre Pascal Schmitz: Jetzt schaltet sich SRF-Chefredaktor Tristan Brenn ein

Bild: Oscar Alessio / Oscar Alessio

SRF-Chefredaktor Tristan Brenn verteidigt erstmals öffentlich die umstrittene Enthüllung im Fall Patrick Fischer und räumt zugleich Fehleinschätzungen im Umgang mit den Reaktionen ein. Brenn erklärt im Interview mit der Zeitung Schweiz am Wochenende, SRF-Journalist Pascal Schmitz habe «professionell verhalten und seinen Job als Journalist gemacht», die Publikation sei zwingend gewesen.

Brenn betont, die Recherche sei korrekt erfolgt und von öffentlichem Interesse getragen gewesen. Fischer habe eine Straftat begangen, die potenziell die Teilnahme an Olympischen Spielen gefährdet und die Öffentlichkeit getäuscht habe. Ein Verschweigen wäre für ein öffentlich finanziertes Medium nicht vertretbar gewesen. «Wir hatten gar keine andere Wahl, als zu publizieren», sagt Brenn.

Gleichzeitig weist er den Vorwurf eines Vertrauensbruchs zurück. Das Gespräch zwischen Reporter und Fischer sei nicht als vertraulich vereinbart gewesen. Die Information über die Zertifikat-Fälschung sei während eines Drehs von Fischer selbst eingebracht worden. Ein «off the record» habe nicht vorgelegen.

Kritik an der Person des Journalisten Pascal Schmitz weist Brenn ebenfalls zurück. Dessen frühere, als rassistisch und sexistisch kritisierte Social-Media-Beiträge seien «indiskutabel», stünden jedoch in keinem Zusammenhang mit der Recherche. Die Beiträge seien zudem lange vor seiner Tätigkeit bei SRF entstanden.

Selbstkritisch zeigt sich Brenn einzig beim medialen Auftritt des Reporters nach der Veröffentlichung. Die Redaktion habe die Heftigkeit der Reaktionen unterschätzt. Der Auftritt in der Sendung «10vor10» sei inhaltlich richtig gewesen, habe den Journalisten aber unnötig zur Zielscheibe gemacht.

Schmitz wurde vorübergehend vom Bildschirm genommen. Über seine Zukunft ist noch nicht entschieden. SRF stehe mit ihm «in engem Austausch», so Brenn.

Den Vorwurf, SRF habe eine Kampagne gegen Fischer geführt, weist die Chefredaktion zurück. Man habe die Geschichte breit publiziert, danach aber zurückhaltend berichtet. Der Rücktritt Fischers sei nicht vom Sender gefordert worden, sondern vom Verband selbst erfolgt.

Mehr anzeigen

«Folgenschwerer Vertrauensbruch»: Verleger Peter Wanner kritisiert SRF-Journalist Pascal Schmitz

Der Verleger Peter Wanner bezeichnet die SRF-Enthüllung im Fall Patrick Fischer als «folgenschweren Vertrauensbruch» und stellt die Verhältnismässigkeit der Publikation grundsätzlich infrage. Wanner argumentiert in den Zeitungen von CH Media, der Journalist habe eine vertraulich gemachte Aussage missbraucht und damit gegen ungeschriebene Regeln des Berufs verstossen.

Im Zentrum seiner Kritik steht das Treffen zwischen dem SRF-Reporter und dem Nationaltrainer im Vorfeld eines geplanten Porträts. Solche Gespräche dienten dem Aufbau von Vertrauen und seien nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Dass eine beiläufig gemachte Aussage Fischers über ein gefälschtes Covid-Zertifikat später veröffentlicht wurde, wertet Wanner als Bruch dieses Vertrauens. «Das ist nun wahrhaft ein Vertrauensbruch», hält er fest.

Wanner stellt zudem das öffentliche Interesse an der Geschichte infrage. Die Straftat liege mehrere Jahre zurück und sei juristisch längst erledigt gewesen. Fischer habe «zweifellos einen Fehler» begangen, doch der Fall sei gesühnt worden. Der Nutzen für die Öffentlichkeit, diese Information kurz vor einer Heim-WM publik zu machen, sei nicht ersichtlich.

In seiner Einordnung verweist Wanner auf die besonderen Umstände der damaligen Reise nach China. Dort hätten strenge Einreisevorschriften gegolten, die nur mit Impfzertifikat zu umgehen gewesen seien. Fischer habe damit keine Schweizer Interessen verletzt und niemandem geschadet, sondern vielmehr aus praktischen Gründen gehandelt.

Kritisch beurteilt Wanner auch das Vorgehen von SRF im Kontext der zeitlichen Nähe zur Weltmeisterschaft und zu den zuvor verliehenen Sport-Auszeichnungen. Die Veröffentlichung habe maximale Wirkung entfaltet und den Trainer unter erheblichen Druck gesetzt. Der anschliessende Rücktritt sei eine direkte Folge dieses medialen Drucks gewesen.

Der Fall werfe grundsätzliche Fragen zur Medienethik auf, insbesondere zur Abwägung zwischen öffentlichem Interesse und Persönlichkeitsschutz. Wanner fordert indirekt eine Selbstreflexion bei den Verantwortlichen und stellt die Frage, ob journalistische Standards im konkreten Fall eingehalten wurden.

Mehr anzeigen
24.04.2026
Marcel Odermatt

Marcel Odermatt

Fairness für Pascal Schmitz: Liebe Kollegen, lasst es endlich gut sein!

Bild: SRF/Gian Vaitl

Seit Tagen kreist die Medienbranche um Pascal Schmitz, den SRF-Mann und Eishockey-Speaker, der eine vertrauliche Information über Nationaltrainer Patrick Fischer öffentlich ausgeschlachtet hat und dann von der Weltwoche überführt wurde, wie er geschmacklose Onlinekommentare abgesetzt hatte. Die Angelegenheit ist seither aus allen Winkeln kommentiert, bewertet und weiterverarbeitet worden. Medienleute zitieren Medienleute, Redaktionen spiegeln Redaktionen, und aus einer fragwürdigen Indiskretion ist ein Betrieb geworden, der sich vor allem mit sich selbst beschäftigt.

Je länger diese Debatte andauert, desto sichtbarer wird allerdings das eigentliche Problem: das Schweigen der Verantwortlichen.

Ausgerechnet die Führung der SRG, die in einem solchen Fall Orientierung geben und Verantwortung übernehmen müsste, bleibt auffallend blass. Man hört nichts, man erfährt nichts, man lässt die Sache treiben. Wo ist SRF-Chefredaktor Tristan Brenn? Was sagt die im Abstimmungskampf gegen die «200 Franken sind genug»-Initiative omnipräsente SRG-Generaldirektorin Susanne Wille? Das ist nicht bloss missglückte Kommunikation, sondern Ausdruck einer Führung, die ihrer Aufgabe nicht gerecht wird.

So ist aus einem persönlichen Fehltritt längst ein institutionelles Problem geworden. Nicht allein deshalb, weil ein Mitarbeiter jedes Gespür für Grenzen, Loyalität und professionelle Zurückhaltung vermissen liess. Sondern vor allem deshalb, weil die Spitze eines gebührenfinanzierten Medienhauses den Eindruck hinterlässt, mit einem solchen Vorfall überfordert zu sein.

Gleichzeitig ist der Punkt erreicht, an dem alles gesagt ist. Die Empörung ist formuliert, die Kritik liegt auf dem Tisch, die Fronten sind geklärt. Wer die Angelegenheit nun weiter bewirtschaftet, sorgt nicht für zusätzliche Erkenntnis, sondern verlängert bloss die Erregung. Zurück bleibt eine unerquickliche Affäre mit lauter Verlierern: Patrick Fischer, Pascal Schmitz und eine SRG-Führung, die durch ihr Schweigen aus einem Fehlverhalten eine Führungskrise gemacht hat.

Nun wäre es an der Zeit, die Sache auf sich beruhen zu lassen. Nicht weil sie gering wäre. Sondern weil ihr öffentlicher Ertrag erschöpft ist.

Der Schaden ist angerichtet, die Mängel sind sichtbar, das Urteil ist gefällt. Alles Weitere wäre bloss noch Nachspiel.

Mehr anzeigen
Stefan Millius

Stefan Millius

Die Facebook-Posts von SRF-Journalist Pascal Schmitz sind für Watson «nicht zitierfähig». Dabei greift das Onlineportal selbst gern zu vulgären Kraftausdrücken

Bild: LAURENT GILLIERON / KEYSTONE

Die Weltwoche hat aufgedeckt, dass der SRF-Journalist Pascal Schmitz, Auslöser der Affäre rund um Hockeytrainer Patrick Fischer, in der Vergangenheit rassistische Beiträge auf Facebook veröffentlicht hat. Der Sender hat reagiert, Schmitz darf vorerst nicht mehr vor die Kamera.

Das Onlineportal Watson berichtet über den Fall, lässt seine Leser aber darüber im Ungewissen, was Pascal Schmitz auf Facebook konkret getrieben hat. Es habe sich um «beleidigende, rassistische, sexistische und primitive» Beiträge gehandelt, heisst es im Artikel, aber: «Diese sind zum Teil so vulgär, dass sie nicht zitierfähig sind.»

Die vornehme Zurückhaltung erstaunt. Denn Watson-Journalisten greifen selbst gern zu Kraftausdrücken und Bezeichnungen unter der Gürtellinie.

Besonders Watson-Gründungsmitglied Philipp Löpfe, der dort vor allem über internationale Politik schreibt, kennt nur wenig Grenzen. Das Lieblingswort des 72-Jährigen ist «Speichellecker».

Als solche bezeichnet er immer wieder das direkte Umfeld von US-Präsident Donald Trump bis zum Vizepräsidenten J. D. Vance. Oder schon 2020 den damals scheidenden Justizminister William Barr. «Speichellecker ist ein hässliches Wort», so Löpfe damals, «wie aber soll man William Barr sonst bezeichnen?»

So hässlich er das Wort findet, so konsequent wendet es Philipp Löpfe an, weit über Trump hinaus. So bezeichnete er ungarische TV-Journalisten als «loyale Speichellecker» von Viktor Orbán. Und natürlich ist auch der russische Präsident Wladimir Putin ausnahmslos von «Speichelleckern» umgeben. In den letzten Jahren hat der Watson-Journalist das Wort über sechzig Mal in seinen Artikeln verwendet.

Körpersäfte scheinen seine Obsession. Aber manchmal müssen es auch andere Beleidigungen tun. Reiche, die Trump unterstützen, sind «Geldsäcke» oder «nützliche Idioten», und die Republikaner sind «zu blöd, um zu gewinnen».

Vor diesem Hintergrund erstaunt es, dass es das Onlineportal nicht über sich bringt, im Fall von Pascal Schmitz den Stein des Anstosses auszusprechen. Immerhin wären es nur Zitate gewesen – und zur Abwechslung mal nicht die eigene Vulgarität.

Mehr anzeigen
Philipp Gut

Philipp Gut

Abo Patrick Fischer und Alain Berset: Definitive Anmerkungen zum Zertifikat

Für die meisten Schweizer Medien ist die Verwendung eines gefälschten «Covid-Zertifikats» durch Eishockeytrainer Patrick Fischer der Skandal des Jahres – ein grösserer Skandal noch als die Fälschung, der sich die schweizerische Regierung, der Bundesrat, schuldig machte, als sie das Zertifikat unter falschen Annahmen und unter Vorspiegelung falscher Tatsache einführte. Dabei sassen die eig

«Nicht tolerierbar»: Für Roger Schawinski ist SRF-Journalist Pascal Schmitz untragbar. Zudem fährt er SRF-Chefredaktor Tristan Brenn an den Karren: «Kein Zeichen von guter Führung»

Bild: GIAN EHRENZELLER / KEYSTONE

Der Medienunternehmer Roger Schawinski hält die publik gewordenen Facebook-Äusserungen des SRF-Journalisten Pascal Schmitz für untragbar. «Solche Äusserungen sind für einen Mitarbeiter des Schweizer Fernsehens nicht tolerierbar», sagte Schawinski dem Tages-Anzeiger.

Hintergrund sind von Weltwoche-Journalist Christoph Mörgeli öffentlich gemachte Beiträge, in denen Schmitz vor rund fünfzehn Jahren Schiedsrichter und Sportler beschimpft und rassistische Klischees verwendet hatte. SRF hat den Journalisten inzwischen vorläufig vom Bildschirm genommen.

Schawinski kritisiert das Vorgehen des Arbeitgebers, sieht aber auch Versäumnisse im Vorfeld: «SRF hätte vor der Einstellung von Schmitz recherchieren müssen, wen es da holt.» Die entsprechenden Beiträge seien öffentlich gewesen und hätten einen direkten Bezug zum Berichterstattungsgebiet gehabt. Dies falle unter die Sorgfaltspflicht eines Arbeitgebers.

Gleichzeitig warnt Schawinski vor einer Vermischung mit der Affäre um Patrick Fischer. Schmitz hatte publik gemacht, dass Fischer ein Covid-Zertifikat gefälscht habe, worauf dieser als Nationaltrainer entlassen wurde. «Wir haben es hier mit zwei Affären zu tun, die man nicht vermischen sollte», so Schawinski.

Er sieht hinter der Veröffentlichung der alten Facebook-Posts auch politische Motive. Mörgeli und die Weltwoche wollten nicht primär den Journalisten treffen, sondern die Entlassung Fischers weiter skandalisieren. Zugleich stellt Schawinski fest, dass Schmitz die Voraussetzungen für eine seriöse Berichterstattung nicht erfülle.

Die schnelle Suspendierung wertet er als «Vorverurteilung». Offene Fragen bleiben auch zur internen Führung bei SRF: Dass Chefredaktor Tristan Brenn in der heiklen Lage nicht selbst auftritt, sei «kein Zeichen von guter Führung».

Mehr anzeigen

Wer ist Khalil al-Ghamdi, der saudische Fussball-Schiedsrichter, den SRF-Journalist Pascal Schmitz als «gelben arabischen Hurensohn» bezeichnet hat?

Der saudische Schiedsrichter Khalil al-Ghamdi, den SRF-Journalist Pascal Schmitz in Facebook-Beiträgen als «gelben arabischen Hurensohn» bezeichnet hat, ist ein langjähriger internationaler Unparteiischer mit Einsätzen an Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen.

Al-Ghamdi, mit vollem Namen Khalil Ibrahim Jalal al-Ghamdi, wurde 1970 in Dschidda geboren und war von 2003 bis 2014 Fifa-Schiedsrichter. Er leitete Spiele an der Fussball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika sowie bei der Asienmeisterschaft 2007. Neben seiner Tätigkeit auf dem Platz arbeitet er als Lehrer und lebt in Riad.

In der Schweiz wurde al-Ghamdi durch die WM-Partie zwischen der Schweiz und Chile im Juni 2010 bekannt. Bei der 0:1-Niederlage der Schweizer stellte er Nati-Mittelfeldspieler Valon Behrami bereits in der 31. Minute vom Platz und verteilte in der Partei insgesamt neun gelbe Karten.

Die Leistung des Schiedsrichters wurde damals von Spielern, Trainern und Kommentatoren scharf kritisiert. Der ZDF-Experte und ehemalige deutsche National-Goalie Oliver Kahn meinte: «Das Rot war völlig übertrieben.» Der damalige Schweizer Nati-Coach Ottmar Hitzfeld sagte: «Mein Pressesprecher hat mir nur gesagt, dass es keine rote Karte war. Ich finde generell, dass bei einer Weltmeisterschaft nur die besten Schiedsrichter pfeifen sollen, die auch sonst in den grossen Ligen pfeifen – und nicht irgendwo am Strand.»

Genau auf dieses Spiel bezogen sich die inzwischen publik gewordenen Äusserungen von Schmitz. Der damalige Radioredaktor schrieb über Schiedsrichter al-Ghamdi: «Der soll doch bitte in Zukunft Kamelrennen pfeifen. Arschloch.» In einem weiteren Beitrag bezeichnete er al-Ghamdi als «gelben arabischen Hurensohn».

Schmitz hat die Beiträge nach seiner «Enthüllung» über das gefälschte Covid-Zertifikat von Patrick Fischer gelöscht. SRF distanziert sich von den Äusserungen. Schmitz selbst entschuldigte sich öffentlich. SRF-Chefredaktor Tristan Brenn hat sich zum Fall bisher nicht geäussert, was Medien-Unternehmer Roger Schawinski, ehemaliger SRF-Moderator, im Tages-Anzeiger kritisiert: «Es ist der heikelste Fall in der SRF-Informationsabteilung seit längerem, und Tristan Brenn als Chefredaktor ist nicht vorhanden, sondern schiebt seinen Stellvertreter vor. Das ist kein Zeichen von guter Führung.»

Mehr anzeigen
  • 3
  • 98
  • 4

De Weck, Schellenberg, Bucheli: Wie SRF-Mitarbeiter Pascal Schmitz sich über SRG-Grössen lustig machte – und wie SRF-Legende Bürer den Jungspund abkanzelt

SRF-Journalist Pascal Schmitz hat sich in Facebook-Beiträgen auch über Persönlichkeiten der SRG lustig gemacht, wie eine Recherche der Weltwoche zeigt.

Schmitz schrieb am Tag der Wahl des damaligen SRG-Generaldirektors Roger de Weck, er könne «nicht entscheiden, mit welchem Auge Roger de Weck jetzt nun schielt». Weiter kommentierte er: «Als Fernsehdirektor wär so ein bisschen telegen doch noch lässig. Aber Peter Schellenberg war ja auch ein Hübscher.» Schellenberg war von 1989 bis 2003 Direktor des Schweizer Fernsehens.

Auch über die SRF-Wettersendung von Leiter Thomas Bucheli zog Schmitz auf Facebook vom Leder: «Pascal Schmitz hat gerade eine Medienmitteilung mit dem Titel ‹feuchte Frühlingsgefühle› erhalten. Erotikmarkt? Extasia? Nein! Bravo, SF Meteo.»

Die Zitate reihen sich ein in eine Serie von beleidigenden, obszönen und rassistischen Kommentaren («arabischer Hurensohn», «Arschloch»), die Schmitz in den sozialen Medien veröffentlicht hatte. SRF distanzierte sich von den Inhalten. Schmitz bat öffentlich um Entschuldigung. SRF-Chefredaktor Tristan Brenn hat sich zum Fall bisher nicht geäussert, was Medienunternehmer Roger Schawinski, ehemaliger SRF-Moderator, im Tages-Anzeiger kritisiert: «Es ist der heikelste Fall in der SRF-Informationsabteilung seit längerem, und Tristan Brenn als Chefredaktor ist nicht vorhanden, sondern schiebt seinen Stellvertreter vor. Das ist kein Zeichen von guter Führung.»

Kritik kommt auch aus der Eishockey-Szene. Stefan Bürer, legendärer SRF-Moderator und heutiger Kommunikationschef der Rapperswil-Jona Lakers, schrieb per Medienmitteilung, dass Schmitz nach Bekanntwerden der Affäre sein Mandat bei den SCRJ Lakers niederlegt. «Die Lakers wurden von Pascal Schmitz gestern [Dienstag, 21. April, die Red.] darüber informiert, dass die Weltwoche einen Artikel mit von ihm getätigten Posts veröffentlichen wird. Über die Tragweite des Inhalts konnten sich die Lakers erst nach der Veröffentlichung ein Bild machen. Die Lakers begrüssen deshalb nach Vorliegen des Artikels den Entscheid von Pascal Schmitz und verurteilen die getätigten Äusserungen in den sozialen Medien aufs Schärfste.»

Mehr anzeigen
Christoph Mörgeli

Christoph Mörgeli

Abo Pascal Schmitz bleibt bei SRF, allerdings nicht mehr vor der Kamera. Der Entscheid ist seltsam und wirft Fragen auf

Bild: Copyright: SRF/Gian Vaitl

Das Schweizer Fernsehen SRF hat sich in eine überaus schwierige Lage manövriert. Die aktive Rolle beim Sturz des Eishockey-Kulttrainers Patrick Fischer wird SRF noch lange um die Ohren fliegen. Denn die vielen Fans (und erst recht die Impfskeptiker) vergessen nicht so schnell. Und Gnade Gott, wenn die Schweizer Nationalmannschaft an der Eishockey-Weltmeisterschaft in der Schweiz […]

Dokumentation

Dokumentation

«Die Lösung ist, dass man über beide Verhaltensweisen verzeihend hinwegsieht»: Weltwoche-Leser rät zur Versöhnung im Fall Patrick Fischer und SRF-Mann Pascal Schmitz – was meinen Sie?

Nationaltrainer Patrick Fischer geriet öffentlich unter Druck, nachdem SRF-Journalist Pascal Schmitz publik gemacht hatte, dass dieser 2022 bei den Olympischen Spielen ein gefälschtes Covid-Zertifikat verwendet hatte. In der Folge entliess der Verband den Trainer. Eine Recherche der Weltwoche bringt nun obszöne und beleidigende Facebook-Beiträge des Journalisten ans Licht. Schmitz trat daraufhin per sofort als Stadionsprecher der SC Rapperswil-Jona Lakers zurück.

Ein Leser, Nutzer «tobias.schait», kommentiert dazu:

«Mörgeli zahlt es mit der gleichen Münze zurück. Doch die Lösung ist, dass man über beide Verhalten verzeihend hinwegsieht: Fischer wieder einsetzt und Schmitz belässt. Schmitz war obszön und beleidigend, aber nicht rassistisch justiziabel, weil er den konkreten Entscheid des Schiris meinte und nicht alle Araber. Fischer hat alle Bussen bezahlt. Mit dem Moralfinger sollte niemand zeigen, sonst wird unsere Gesellschaft ungeniessbar. Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.»

Was meinen Sie? Diskutieren Sie mit!

Mehr anzeigen
23.04.2026

«Dermassen obszön»: 20 Minuten verzichtet auf Wiedergabe der Beleidigungen von SRF-Mann Pascal Schmitz

Der SRF-Journalist Pascal Schmitz tritt als Stadionsprecher der Rapperswil-Jona Lakers zurück, nachdem rassistische und obszöne Facebook-Beiträge von ihm durch die Weltwoche publik geworden sind. Der Klub teilte mit, man «verurteile die getätigten Äusserungen in den sozialen Medien aufs Schärfste» und begrüsse den Rücktritt, während sich SRF «klar» von den Inhalten distanziere und mit Schmitz «im Gespräch» sei.

Schmitz selbst erklärte, die Entscheidung sei gefallen, um «Schaden von den Lakers abzuwenden». Gleichzeitig entschuldigte er sich «aufrichtig bei allen Menschen», die er in den rund fünfzehn Jahre alten Beiträgen beleidigt habe. Der Journalist hatte zuvor den Fall Patrick Fischer losgetreten. Der Schweizer Nationaltrainer wurde wegen eines gefälschten Covid-Zertifikats vom Schweizer Eishockeyverband entlassen.

Im Zuge dieser Affäre geriet auch SRF-Mann Schmitz in den Fokus. Laut Weltwoche-Recherchen hat er sich auf Facebook mehrfach rassistisch, sexistisch und beleidigend geäussert, darunter abfällige Äusserungen über Ausländer sowie vulgäre Beschimpfungen.

Ein Teil der Zitate wurde in Medienberichten nicht wiedergegeben. So verzichtete etwa 20 Minuten ausdrücklich darauf, einzelne Passagen zu publizieren, da diese als zu obszön eingestuft wurden. Wörtliche Begründung: «Einige Beleidigungen sind dermassen obszön, dass 20 Minuten auf eine Wiedergabe verzichtet.»

Wer die ungekürzten, vollständigen Aussagen einsehen will, kann auf die aktuelle Ausgabe der Weltwoche zurückgreifen. Die Zitate sind im Artikel «Petzer der Nation» dokumentiert.

Mehr anzeigen
Thomas Baumann

Thomas Baumann

Entlassung von Patrick Fischer: Medien geifern, Fakten werden ignoriert

Bild: ALEXANDRA WEY / KEYSTONE

Der Blick meinte nach der Entlassung von Eishockey-Nationaltrainer Patrick Fischer: «Was wäre passiert, wenn es zu einer Infektion gekommen wäre, die mit Fischer in Verbindung hätte gebracht werden können? Die Chinesen, von Covid mit Millionen Toten schwer gebeutelt, fuhren eine rigide Corona-Politik – und sie stehen nicht im Verdacht, bei Gesetzesverstössen mit sich diskutieren zu lassen. Spannungen auf diplomatischer Ebene wären garantiert gewesen – und könnten es auch jetzt noch sein. Es geht auch eine Kategorie harmloser: Wäre Fischer dann dafür verantwortlich gewesen, dass eine Reihe von Snowboard-Crossern, Buckelpistenfahrern und Eiskunstläuferinnen, die mit ihrem Sport kaum Geld verdienen, um ihren Karrierehöhepunkt gebracht worden wären? Der Teamgedanke, den Fischer zur Verteidigung seiner Urkundenfälschung vorbrachte, endet scheinbar ausserhalb des Hockeyteams.»

Frage: Wenn in dieser Angelegenheit derzeit landauf, landab der «Rechtsstaat» bemüht wird — warum sollen da ausgerechnet mögliche diplomatische Spannungen mit einer Regierung, welche in ihrem Land bestenfalls rule by law, aber nicht rule of law praktiziert, als Argument angeführt werden?

Auch die NZZ liess sich herab. Wobei es hier ein gewisser Samuel Burgener war, der in die Tasten griff. Dieser pflegte in seiner Zeit beim Walliser Boten derart penetrant vom hohen Ross herab zu moralisieren, dass er von der Walliser Zeitung den Übernamen «Prediger» erhielt. Also meinte Burgener: «Fischer, der erfolgreichste Nationaltrainer in der Geschichte des Schweizer Eishockeys, hatte den so geheimnisvollen Teamgeist stets bemüht, er hatte sehr hohe Ansprüche an die Disziplin und das Commitment der Spieler und war teilweise extrem streng. Nur nicht mit sich selbst. Er stellte sein Ego über die Interessen des Teams, er wollte zwingend an den Olympischen Spielen coachen. Für die Karriere eines Trainers ist ein solches Turnier von grosser Bedeutung. Fischer hat in dieser Intention durch eine mögliche Ansteckung mit Corona die körperliche Integrität seiner Spieler gefährdet und einen schweren Reputationsschaden für die Olympia-Delegation und das Eishockey der Schweiz in Kauf genommen. Das ist unentschuldbar.»

Man sieht: Moralisieren kann der moderne Journalist, recherchieren jedoch nicht.

Ansteckung? Von Anfang Juli bis Ende 2021 war weltweit, in der Schweiz und in Europa die Delta-Variante des Coronavirus vorherrschend. Und vorherrschend bedeutet bei Viren: zu beinahe 100 Prozent vorherrschend. Das Coronavirus kennt, wie China faktisch, keine Mehrparteienherrschaft. (Felix Abt mag mich hier gerne korrigieren, dass China de jure eine Mehrparteienregierung hat.)

Bereits am 24. August 2021 schrieb die Weltgesundheitsorganisation WHO, welche bekanntlich nicht im Verdacht steht, dem Lager der Impfgegner nahezustehen, in ihrem 54. wöchentlichen Epidemie-Update: «Ähnliche Übertragungsrate zwischen geimpften und ungeimpften Personen» («Similar transmissibility between vaccinated and unvaccinated individuals»).

Es ist richtig, dass Patrick Fischer dem Team schweren Schaden zugefügt hätte, wenn er erwischt worden wäre.

Es ist richtig, dass es eine Schweinerei gewesen wäre, wenn er andere Sportler um ihren Olympiatraum gebracht hätte, wenn er als Ungeimpfter die Verbreitung des Coronavirus befördert hätte.

Bloss: Die Gefahr, dass er wegen seines Impfstatus als Ungeimpfter jemanden ansteckte, existierte schlicht und einfach nicht, wie selbst die Weltgesundheitsorganisation frühzeitig feststellte.

Das theoretisch valable Argument, dass Fischer durch eine Ansteckung andere Sportler um ihren Olympiatraum hätte bringen können, prallt an den Fakten der Realität ab.

Doch um Fakten schert sich der Journalist eben selten, wenn er ins Moralisieren kommt.

Eine Bemerkung zur Omikron-Variante des Coronavirus: Es ist richtig, dass die Omikron-Variante des Coronavirus zwischen Jahresende und Beginn der Olympischen Spiele die Weltherrschaft im Coronavirus-Universum übernahm.

Es ist ebenfalls richtig, dass damals nicht mit Sicherheit der Schluss gezogen werden konnte, dass die Aussage der WHO bezüglich der Delta-Variante auch bezüglich der Omikron-Variante Gültigkeit hat (obwohl dies später evident werden sollte).

Genauso gut wie es der Fall hätte sein können, dass die Impfung die Übertragung der Omikron-Variante verhindert, hätte auch der Fall sein können, dass die Impfung gar nicht gegen die Omikron-Variante schützt.

Hier stellt sich jedoch eine ganz andere ethische Frage: Darf man von Menschen verlangen, dass sie sich quasi auf Vorrat gegen ein Virus impfen lassen, bevor man weiss, ob die Impfung überhaupt sinnvoll und zweckmässig ist?

Wie dem auch sei: Solange Journalisten nicht wissen, ob eine Impfung die Übertragung eines Virus verhindert, oder sich diesbezüglich auf gültige Quellen berufen können, geht es nicht an, einfach zu behaupten, dass Ungeimpfte das Virus verbreiten würden.

Selbstdeklaration: Der Verfasser des Beitrags ist dreifach geimpft (obwohl das eigentlich nichts zur Sache tut) und trägt im ÖV gerne eine FFP2-Maske. Was bei der Luft im ÖV aber auch kaum zu verwundern vermag.

Dieser Text erschien zuerst auf dem Onlineportal Zackbum.

Mehr anzeigen

Fall Patrick Fischer wird zum Fall Pascal Schmitz: Wo ist eigentlich SRF-Chefredaktor Tristan Brenn?

SRF-Journalist Pascal Schmitz, der durch die Publikation vertraulicher Aussagen massgeblich für die Entlassung von Eishockey-Nationaltrainer Patrick Fischer verantwortlich ist, steht wegen früherer Facebook-Beiträgen unter Druck, wie die Weltwoche enthüllte. Das Schweizer Radio und Fernsehen erklärte: «SRF distanziert sich klar von diesen Äusserungen.» Schmitz wird vorerst nicht mehr vor der Kamera stehen, wie der Blick berichtet. Schmitz selbst «entschuldigt sich in aller Form für diese Äusserungen».

Auslöser sind obszöne und rassistische Kommentare aus früheren Jahren, die Schmitz nach Bekanntwerden der Affäre um Fischer gelöscht hatte. Der Fall trifft SRF in einer Phase erhöhter Sensibilität gegenüber journalistischen Standards und persönlichem Verhalten von Mitarbeitenden. Im Abstimmungskampf um die «200 Franken sind genug»-Initiative hat die gebührenfinanzierte Anstalt wiederholt ihre publizistische Integrität und ihren Stellenwert für die schweizerische Demokratie betont («Unsere Angebote unterstützen die Menschen in der freien Meinungsbildung und wirken positiv auf die Qualität der öffentlichen Debatte»).

Auffällig ist, dass sich SRF-Chefredaktor Tristan Brenn bislang nicht öffentlich zum Fall geäussert hat. Eine Stellungnahme zur Rolle des Senders oder zur Personalie Schmitz liegt nicht vor, obwohl Ursina Wey, Geschäftsführerin des Schweizer Presserats, erklärte: «Es sind keine Personen zu Schaden gekommen, der Vorfall liegt eine gewisse Zeit zurück, eine Verurteilung hat stattgefunden.» Sie wirft SRF-Journalist Schmitz vor, gegenüber Fischer einen «Vertrauensbruch» begangen zu haben.

Die Zurückhaltung von SRF-Chefredaktor Brenn kommt für Branchenkenner nicht überraschend. Weltwoche-Medienkolumnist Kurt W. Zimmermann, ehemaliger Chefredaktor der Sonntagzeitung, hat Brenns Führungsverhalten in mehreren Artikeln analysiert und kritisiert. Er bescheinigt Brenn ein «brennendes Desinteresse» für journalistisches Handwerk. Selbst wenn SRF von der Unabhängigen Beschwerdeinstanz (UBI) gerügt wird, will Brenn nicht die Spur eines Fehlverhaltens erkennen.

Etwa im Fall der sogenannten RKI-Files, die belegten, wie die deutsche Regierung in den Corona-Jahren wissenschaftliche Erkenntnisse zum Virus unterdrückte, um nicht von ihrem harten Massnahmenkurs abrücken zu müssen. Brenn begründete die fehlende Berichterstattung mit den Worten, die RKI-Files hätten «kaum Einfluss auf die Schweiz» – obwohl sie 2024 laut Zimmermann «eines der dominierenden Themen im deutschsprachigen Journalismus» waren und SRF fast täglich über und aus Deutschland berichtet.

«Unter Brenn, das wissen inzwischen alle TV-Mitarbeiter, kann man sich alles erlauben», schreibt Zimmermann. «Auch beim grössten Quatsch, den man abliefert, ist Verteidigungsminister Brenn als Abwehrkraft zur Stelle.» Der SRF-Chefredaktor sei der einzige Mensch, der glaube, dass das Schweizer Fernsehen vollkommen fehlerfrei sei. Zimmermann bezeichnet Brenn mit augenzwinkerndem Blick zurück als «sechsten und sechstbesten TV-Chefredaktor in der Fernsehgeschichte» und kleidet sein Fazit in Frageform: «Wie kann ein Esel wie Tristan Brenn nur Chefredaktor des Schweizer Fernsehens sein?»

Mehr anzeigen
22.04.2026

Nach Weltwoche-Enthüllung: SRF-Moderator Pascal Schmitz verlässt SC Rapperswil-Jona Lakers als Stadionsprecher

Bild: Copyright: SRF/Oscar Alessio

Der SRF-Moderator Pascal Schmitz tritt mit sofortiger Wirkung als Stadionsprecher der SC Rapperswil-Jona Lakers zurück. Dies teilte der Klub in einer Mitteilung mit. Schmitz habe den Verein darüber informiert, dass er künftig nicht mehr zur Verfügung stehe.

Schmitz war während vierzehn Jahren als Speaker bei Heimspielen der Lakers tätig. Diese Funktion übte er neben seiner Haupttätigkeit als Redaktor beim Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) aus. Auslöser für den Rücktritt ist eine Weltwoche-Recherche, die Facebook-Nachrichten des SRF-Journalisten offenlegt.

Schmitz erklärt seinen Schritt mit den Folgen eines Medienberichts über frühere Äusserungen in sozialen Netzwerken. «Ich habe mich entschieden, künftig nicht mehr Stadionspeaker der SCRJ Lakers zu sein. Die Ereignisse der vergangenen Tage haben mich zu diesem Schritt bewogen», wird er in der Mitteilung zitiert. Weiter sagt er: «Damit möchte ich Schaden von den Lakers abwenden, denn dieser Verein ist für mich eine Herzensangelegenheit und ein wichtiger Teil meines Lebens.»

Zudem entschuldigt sich Schmitz für frühere Facebook-Beiträge: «Jüngst wurden Facebook-Posts von mir öffentlich, die ich vor rund fünfzehn Jahren abgesetzt habe. Ich möchte mich aufrichtig bei allen Menschen entschuldigen, die von mir in diesen Posts beleidigt worden sind.»

Die Lakers geben an, erst nach Veröffentlichung eines Artikels über die Inhalte informiert gewesen zu sein. Der Klub begrüsst den Entscheid von Schmitz und verurteilt die damaligen Äusserungen «aufs Schärfste».

Mehr anzeigen
Christoph Mörgeli

Christoph Mörgeli

Im gestrigen SRF-«Club» fehlte SRF-Journalist Pascal Schmitz. Warum? Die mutmassliche Antwort finden Sie jetzt in der Weltwoche

Bild: SRF/Gian Vaitl

Die «Club»-Sendung des Schweizer Fernsehens SRF widmete sich am späten Dienstagabend dem Fall des Eishockey-Nationaltrainers Patrick Fischer. In der Runde diskutierten eine ehemalige Sportmoderatorin bei SRF und Ringier-Journalistin, der Direktor von Swiss Olympic, ein Hockeyspieler, ein journalistischer Hockey-Insider sowie ein ehemaliger Hockeyprofi.

Wer fehlte, war jener Journalist, der durch das Ausbeuten eines Privatgesprächs anlässlich eines Mittagessens die Fälschung eines Covid-Zertifikats durch Coach Fischer erfahren und daraus mit Rückendeckung seiner Vorgesetzten den Kulttrainer Patrick Fischer ans Messer geliefert hatte. SRF-Mann Pascal Schmitz liess sich im «Club» nicht blicken. Dabei ist er die Schlüsselfigur der ganzen Affäre und hat sich in der Sendung «10 vor 10» öffentlich dazu geäussert. Der Jäger Pascal Schmitz meinte nach Erlegung seiner Beute: «Es war nicht mein Ziel. Es war einfach mein Job.»

Eigentlich wäre es auch sein Job gewesen, im «Club» seinen Vertrauensbruch und seine journalistische Ethik zu vertreten. Zumal SRF bislang den Anschein erweckt, alles richtig gemacht zu haben. Doch Pascal Schmitz blieb der Sendung fern. Warum dies möglicherweise der Fall war, lesen Sie per sofort online in der neuen Weltwoche. Oder morgen in der gedruckten Ausgabe der Weltwoche.

Jedenfalls ist aufgrund der Weltwoche-Recherchen jetzt Feuer im Dach von SRF. Was Pascal Schmitz früher auf Facebook geäussert habe, entspreche nicht den publizistischen Leitlinien von SRF: «SRF distanziert sich klar von seinen Äusserungen.» Man sei im Gespräch mit Schmitz, gebe aber aus personalrechtlichen Gründen keine Auskunft. Und es folgt der für unser Zwangsgebührenmedium überaus bemerkenswerte Satz: «Pascal Schmitz entschuldigt sich in aller Form für diese Äusserungen.»

Mehr anzeigen
Stefan Millius

Stefan Millius

Der «Club» auf SRF zum Fall Patrick Fischer brachte Erkenntnisgewinne nahe dem Gefrierpunkt. Das Scharfgericht tagte, Fischers Verteidiger blieben chancenlos

«Heim-WM ohne Fischer – konsequent oder überrissen?» Der «Club» im Schweizer Fernsehen mit diesem Titel war nur schwer erträglich für jeden, der sich in den letzten Jahren mit allem befasst hat, was nach der Corona-Zeit an die Oberfläche gespült wurde.

Über eine Stunde sprachen Sportexperten darüber, wie schwer die Fälschung des Covid-Zertifikats durch Patrick Fischer wiegt und welche Sanktionen über die juristische Strafe hinaus angemessen sind. Dass Fischer, wie längst bekannt ist, ein Zeugnis gefälscht hatte, das faktisch keinerlei Relevanz aufwies, blieb aussen vor.

Steffi Buchli, Ex-Sportmoderatorin bei SRF, tat sich besonders als Scharfrichterin hervor. Sie befand, wenn Fischer das falsche Zertifikat für Ferien benutzt hätte, wäre es halb so wild gewesen – aber bitte nicht auf «offizieller Mission».

Nicht zu vergessen an dieser Stelle: Zwischenzeitlich war Buchli in einer Führungsfunktion beim Blick, der treuesten Dienerin des Bundesrats in Sachen Corona-Politik. Sie zieht die dort verinnerlichte Linie weiter brav durch.

Roger Schnegg, Direktor von Swiss Olympic, berief sich auf die «Ethikstatuten», die Fischer vor der Reise nach China unterschrieben habe. Vermutlich kann man von einem Sportfunktionär nicht erwarten, dass er zur Abwechslung mal die gesamte Corona-Zeit nach dem Gesichtspunkt der Ethik durchleuchtet und merkt: Die offizielle Politik war weit davon entfernt.

Hockeyspieler Robin Grossmann, einst Teil der Schweizer Nati, bemühte sich verzweifelt um die Plakette «bravster Spieler 2026» von Swiss Ice Hockey und fiel Fischer konsequent in den Rücken. Munter vermischte er seine eigenen, offenbar nicht durchwegs positiven Erfahrungen mit dem Trainer mit dem aktuellen Fall.

Lichtblicke waren der Sportjournalist und Eishockey-Experte Klaus Zaugg, der lakonisch feststellte, dass der Fall «völlig aufgebauscht» worden sei und die Sache mit der Strafe vor Gericht hätte abgeschlossen sein sollen. Und Ex-Hockeyprofi Alex Chatelain, der darauf hinwies, dass durch Patrick Fischers Handlung faktisch «nichts passiert» sei.

Wo das Herz von «Club»-Moderator Peter Düggeli schlägt, war ohnehin schon nach einigen Minuten klar. Er klemmte jeden bescheidenen Versuch, die Verhältnismässigkeit der Hexenjagd auf Patrick Fischer zu hinterfragen, umgehend ab. Immerhin moderierte er nicht nur die Sendung – er vertrat auch den Sender, der die ganze Sache losgetreten hatte.

Mehr anzeigen

«Das war nicht einfach ein Gentleman-Vergehen»: Swiss Olympic kritisiert Verhalten von Patrick Fischer

Bild: PETER KLAUNZER / KEYSTONE

Swiss Olympic kritisiert das Verhalten von Patrick Fischer im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen 2022 und unterstützt dessen Entlassung. Direktor Roger Schnegg sagte im SRF-«Club», Fischer sei ein «grosses Risiko für sich selbst und das gesamte Schweizer Team» eingegangen. «Das war nicht einfach ein Gentleman-Vergehen», sagt Schnegg. Das Internationale Olympische Komitee habe sich in der Angelegenheit gemeldet und eine seriöse Aufarbeitung erwartet.

Fischer habe, wie alle Delegationsmitglieder, die Teilnahmebedingungen unterschrieben und bestätigt, Einreisevorschriften sowie Ethikstatuten einzuhalten. Laut Schnegg kann nur spekuliert werden, welche Folgen es gehabt hätte, wenn die Zertifikatsfälschung während der Spiele in Peking bekannt geworden wäre.

Swiss Olympic habe keinen Druck für eine Entlassung ausgeübt, könne den Entscheid jedoch nachvollziehen und unterstütze ihn. Schnegg sagte: «Wir können aber den Entscheid nachvollziehen und unterstützen ihn.» Eine Person, die einen solchen Vertrauensbruch begangen habe, sei nicht tragbar.

Zudem wurde eine Meldung bei Swiss Sport Integrity eingereicht, der zuständigen Stelle für Ethikverstösse im Sport. Laut Schnegg sind dort mehrere Meldungen eingegangen. Ob eine formelle Untersuchung eröffnet wird, ist derzeit offen.

Mehr anzeigen

Fall Patrick Fischer: SRF-Ombudsfrau tritt in den Ausstand wegen Interessenkonflikten

Bild: Keystone, esther-girsberger.ch

Die Ombudsfrau von SRF Deutschschweiz, Esther Girsberger, ist im Fall um Patrick Fischer wegen persönlicher Befangenheit in den Ausstand getreten. Dies berichtet Persönlich.com. Hintergrund sind mehrere Beschwerden über den Beitrag zur Affäre um ein gefälschtes Covid-Zertifikat.

Auslöser war ein Bericht von SRF-Redaktor Pascal Schmitz. Dieser hatte bei einem Treffen von Fischer erfahren, dass der Eishockeytrainer vor vier Jahren mit einem gefälschten Covid-Zertifikat zu den Olympischen Spielen nach Peking gereist war und dafür verurteilt wurde. Nach weiteren Recherchen wurde Fischer noch vor der Heim-WM entlassen.

Insgesamt sind sechzehn Beschwerden bei der Ombudsstelle eingegangen. Üblicherweise werden diese von Urs Hofmann und Esther Girsberger bearbeitet. Girsberger zog sich jedoch aus dem Verfahren zurück, da sie seit rund zehn Jahren im Referatsmanagement für Fischer tätig ist und dessen Auftritte organisiert.

Die SRG Deutschschweiz erklärte dazu: «Das Referatsmanagement von Frau Girsberger für Patrick Fischer kann den Anschein der Nähe erwecken; in einer solchen Konstellation ist ein Ausstand von Frau Girsberger angezeigt.» Girsberger teilte mit, sie habe den Ausstand von sich aus erklärt.

Mehr anzeigen
21.04.2026

Fall Patrick Fischer: Nati-Captain Josi fordert, dass der Eishockeyverband die Entlassung des Trainers überprüft

Bild: SALVATORE DI NOLFI / KEYSTONE

Ein Schreiben von Nati-Captain Roman Josi an den Schweizer Eishockeyverband stellt die Entlassung von Trainer Patrick Fischer infrage. Dies berichte der Blick. Josi fordert darin, den Entscheid zu überprüfen und eine kurzfristige Lösung zu prüfen, damit Fischer die Mannschaft weiter unterstützen kann.

Fischer war rund einen Monat vor Beginn der Heim-Weltmeisterschaft entlassen worden. Grund war ein gefälschtes Covid-Zertifikat, das der frühere Nationaltrainer verwendet hatte. Der Verband hatte zunächst an Fischer festgehalten, sich jedoch zwei Tage später unter öffentlichem Druck von ihm getrennt.

Laut den Berichten wurde das Schreiben von Josi allein verfasst. Darin heisst es: «Innerhalb des Teams besteht eine breite und klare Unterstützung für Patrick Fischer – getragen von Spielern und Staff.» Gleichzeitig betont er: «Selbstverständlich stehen wir 100 Prozent hinter Jan Cadieux.» Weitere NHL-Spieler sollen den Vorstoss nicht einheitlich unterstützen.

Verbandspräsident Urs Kessler erklärte zuvor, die Spieler seien nicht in die Entlassung einbezogen worden. Auf die Forderung reagierte er bislang nicht mit einer Kursänderung. Stattdessen reiste Kessler nach Biel, wo die Nationalmannschaft Vorbereitungsspiele gegen Ungarn bestreitet, und suchte das Gespräch mit Team und Trainerstab.

Mehr anzeigen
20.04.2026
Stefan Millius

Stefan Millius

SRF beruft sich im Fall von Patrick Fischer auf «professionelles Verhalten» und «journalistische Standards». Beides spielte in der Corona-Zeit bei den SRG-Kanälen keine Rolle

Bild: MICHAEL BUHOLZER / KEYSTONE

Der Volksmund weiss: Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Bei SRF kann man lange darauf warten, dass interne Kritik an einem eigenen Mann laut wird.

Gregor Meier, Nachrichtenchef beim Schweizer Fernsehen, wirft sich in die Bresche für Pascal Schmitz, der die Affäre rund um Patrick Fischer, den Ex-Trainer der Hockey-Nati, losgetreten hatte. Seit Tagen wird Schmitz in den sozialen Medien dafür von vielen harsch kritisiert.

Auf Linkedin schreibt Georg Meier nun, sein Kollege habe sich «professionell verhalten und seinen Job als Journalist gemacht». Damit meint der Nachrichtenchef die Tatsache, dass Pascal Schmitz die freiwillige Information von Fischer über die Zertifikatsfälschung für eine Story genutzt hat.

Der Entscheid, das zu tun, sei in der Chefredaktion getroffen worden, «weil es nicht ein vertrauliches off-the-record-Gespräch war». Als Mitwisser hätte SRF gegen «unsere journalistischen Standards» verstossen, wenn man das Ganze nicht publik gemacht hätte.

Eine bescheidene Frage dazu: Wo war Gregor Meier mit seinen «journalistischen Standards», als es darum ging, nach 2020 die Corona-Politik zu durchleuchten? Wo blieb das «professionelle Verhalten», als die sogenannte Impfung bei SRF blindlings angepriesen und Kritiker der Massnahmen pauschal diffamiert wurden?

Meier weiter: «Ein Journalist, der die Wahrheit ans Licht bringt, ist nicht ein Verräter und nicht ein Denunziant. Sondern einer, der seinen Job richtig macht.»

Auch wieder eine solche Binsenwahrheit, die in der Corona-Zeit von SRF mit Füssen getreten wurde. Niemand dort versuchte damals, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Und man tut es bis heute nicht.

Es ist nicht die Wahrheit, die SRF im Fall von Patrick Fischer verteidigt. Es ist der Versuch, die Wahrheit weiter zu verschleiern.

Mehr anzeigen
19.04.2026

BAG-Chefin äussert sich zum Fall Patrick Fischer: «Er hätte auch ohne Impfung an den Olympischen Spielen in China teilnehmen können»

Bild: PETER SCHNEIDER / KEYSTONE

BAG-Direktorin Anne Lévy äussert sich zum Fall des abgesetzten Eishockey-Nationaltrainers Patrick Fischer. Er hatte öffentlich gemacht, dass er für die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2022 ein gefälschtes Covid-Zertifikat verwendet habe. In einem Interview mit dem Blick betonte Lévy, dass geltende Massnahmen einzuhalten seien. «Warum Herr Fischer so gehandelt hat, muss er selbst erklären. In jedem Fall sind Regeln einzuhalten», sagte Lévy.

Fischer hatte erklärt, er habe sich aus persönlichen Gründen nicht impfen lassen wollen. Lévy verwies darauf, dass es Alternativen gegeben habe: «Er hätte ja auch ohne Impfung an den Olympischen Spielen in China teilnehmen können – das wäre mit Quarantäne gegangen. Andere Sportler haben das gemacht.»

Die BAG-Chefin sagte zugleich, dass Impfungen ein persönlicher Entscheid seien. Gleichzeitig seien sie ein wichtiges Mittel zum Schutz vor schweren Infektionskrankheiten.

Mehr anzeigen
17.04.2026

Corona-Gate: Hunderttausende unterschreiben Fischer-Petition für Rückkehr des Nati-Trainers

Bild: ANDREAS BECKER / KEYSTONE

Die Petition für eine Rückkehr des entlassenen Eishockey-Nationaltrainers Patrick Fischer hat innert kurzer Zeit Hunderttausende Unterstützer mobilisiert, ihre Aussagekraft bleibt jedoch unklar. Die Initianten fordern unter dem Titel «Lasst Patrick Fischer die WM coachen»: «Ein Fehler darf nicht alles zerstören. Setzen wir gemeinsam ein Zeichen für Kontinuität, Fairness und Vertrauen.»

Am Freitagmorgen verzeichnete die Onlinepetition rund 200.000 Unterschriften. Allerdings sind Mehrfachteilnahmen technisch möglich, zudem ist bislang nicht transparent, wer hinter der Aktion steht. Die tatsächliche politische oder sportliche Wirkung bleibt damit offen.

Die Entlassung Fischers hatte zuvor eine breite öffentliche Debatte ausgelöst. Der Trainer war freigestellt worden, nachdem bekannt geworden war, dass er für die Olympischen Spiele 2022 ein gefälschtes Covid-Zertifikat verwendet hatte. Innerhalb von 48 Stunden kippte die Haltung des Verbandes, der zunächst noch an ihm festgehalten hatte. Der wachsende Druck aus Öffentlichkeit und Umfeld führte schliesslich zur Trennung.

Eine Rückkehr Fischers gilt trotz der Petition als ausgeschlossen. Der Verband hat mit Jan Cadieux bereits einen Nachfolger installiert, der die Nationalmannschaft vorzeitig übernimmt. Parallel laufen Verfahren: Swiss Olympic rügte Fischer, der Weltverband IIHF leitete eigene Abklärungen ein.

Die Reaktionen bleiben gespalten. Während ein Teil der Öffentlichkeit die Entlassung als notwendige Konsequenz eines Regelverstosses bewertet, sprechen andere von einer unverhältnismässigen Entscheidung. Die Petition greift diese Stimmung auf und verweist auf Fischers Verdienste sowie auf die Forderung nach «Menschlichkeit statt Perfektion».

Mehr anzeigen

Fall Patrick Fischer: Schweizer Eishockey-Verband hat externe Untersuchung eingeleitet

Bild: CLAUDIO THOMA / KEYSTONE

Der Schweizer Eishockeyverband hat zwei Tage nach der Entlassung von Nationaltrainer Patrick Fischer eine externe Untersuchung eingeleitet und räumt eigene Fehler im Umgang mit dem Fall ein. Verbandspräsident Urs Kessler sagte an einer Pressekonferenz: «Die öffentliche Debatte hat sehr deutlich gemacht, dass es um mehr geht als eine rein juristische Situation» und sprach von einem «schwierigen, aber notwendigen Schritt».

Auslöser war Fischers Eingeständnis, für die Olympischen Spiele 2022 ein Covid-Zertifikat gefälscht zu haben. Zunächst hatte der Verband am Trainer festgehalten, den Entscheid dann aber nach wachsendem Druck revidiert und Fischer am Mittwoch freigestellt. Kessler bezeichnete den Vorgang als «Vertrauensbruch», der «mit den Werten des Verbandes nicht vereinbar» sei.

Die eingeleitete Untersuchung soll klären, seit wann der Verband informiert war und ob Fischer auch bei der WM 2022 mit einem gefälschten Zertifikat gereist ist. «Mir ist es wichtig, dass das Ganze seit 2022 sauber aufgearbeitet wird», sagte Kessler. Zur Dauer machte er keine Angaben.

Der Entscheid zur Entlassung fiel laut Kessler in einer ausserordentlichen Verwaltungsratssitzung. Fischer sei anschliessend per Videocall informiert worden, um «möglichst schnell und transparent» zu kommunizieren. Ein persönliches Gespräch habe es nicht gegeben.

Sportlich übernimmt Jan Cadieux per sofort die Nationalmannschaft. Der Verband betont sein Vertrauen in den neuen Coach und will damit den Fokus wieder auf das Sportliche lenken. Gleichzeitig bleiben die Nachwirkungen spürbar: Spieler und Trainer geben vorerst keine Interviews. Dies diene dem Schutz der Mannschaft und sei «kein Maulkorb», so Kessler.

Trotz der Entlassung würdigte der Präsident die Verdienste Fischers als «erfolgreichsten Trainer» des Schweizer Eishockeys.

Mehr anzeigen
Roman Zeller

Roman Zeller

Fall Patrick Fischer: Die Weltwoche befragte alle Sponsoren und Partner der Swiss Ice Hockey Federation – hier lesen Sie die Antworten

Bild: SALVATORE DI NOLFI / KEYSTONE

Patrick Fischer ist seit Montag Geschichte. Der Nationaltrainer der Schweizer Eishockeymannschaft – dreimal WM-Silber, zehn Jahre im Amt – wurde von der Swiss Ice Hockey Federation per sofort entlassen. Grund: Fischer hatte sich im Oktober 2021 auf Telegram ein gefälschtes Covid-Zertifikat besorgt, um an den Olympischen Spielen 2022 in China dabei sein zu können. 2023 wurde er dafür von der Staatsanwaltschaft Luzern verurteilt – und mit knapp 39.000 Franken gebüsst. Am Montag machte er den Fall selbst publik, um einer SRF-«Enthüllung» zuvorzukommen. Der Verband stellte sich zunächst hinter ihn: «Für uns ist die Angelegenheit damit abgeschlossen.» 48 Stunden später war Fischer entlassen. Dreissig Tage vor dem ersten Gruppenspiel der Heim-WM gegen Olympiasieger USA.

Die Weltwoche hat sämtliche Sponsoren und Partner der Swiss Ice Hockey Federation befragt: Ist diese Entlassung gerechtfertigt? Und dient sie dem Schweizer Eishockey – so kurz vor dem Grossevent im eigenen Land?

Die deutlichsten Worte kamen von einem unerwarteten Ort. Die Terex Real Estate AG, Partner des Verbandes, lässt an ihrer Haltung keinen Zweifel: Die Entlassung sei «nicht gerechtfertigt». Und weiter: «Es ist unfassbar, dass die ganzen Bemühungen und Investitionen, die Teamarbeit aller Mitarbeiter und Spieler, die täglich ihr Bestes geben, mit Füssen getreten werden für ein belangloses, wertloses Stück Papier.»

Das sind die klarsten Worte, die die Weltwoche in den letzten Stunden zu hören bekommen hat. Und die Seltenheit dieser Klarheit sagt alles.

Die meisten Sponsoren antworteten gar nicht. Swiss International Air Lines, Tissot, Keystone-SDA und ein Dutzend weitere: schweigen – oder bemühen sich mit leeren Worten. Swiss-Mediensprecher Michael Pelzer: Man möchte «höflich davon absehen, sich in dieser Sache weiterführend zu äussern». Die SRG, selbst Vertragspartnerin des Verbandes und gleichzeitig Urheberin der Anschwärzungsgeschichte, die Fischer den Job kostete, verweist auf ihre «publizistische Unabhängigkeit». Denner schreibt: «Als Sponsor ist es nicht unsere Aufgabe, sportliche Entscheidungen zu kommentieren, sondern das Schweizer Eishockey mit unserem Engagement zu unterstützen.»

Wer redete, sortierte sich rasch – und bekräftigte den Rausschmiss Fischers. Continental-Mann Wolfgang Vordermayer «unterstützt den eingeschlagenen Weg vollumfänglich». KPT-Sprecher Beni Meier findet, «konsequentes Handeln war erforderlich». Swiss Olympic begrüsst die Freistellung ausdrücklich – und wünscht der Mannschaft «grösstmöglichen Erfolg». Als hätte man nicht selbst dazu beigetragen, ihr den Trainer wegzunehmen.

Zwei Stimmen stechen heraus. Travelclub-Projektmanager Marc Strasser sagt klar: «Natürlich nicht – einen Trainerwechsel mitten in der Vorbereitung, einen Monat vor der WM, vorzunehmen, ist sportlich sehr schwierig.» Und der Force8-Chef antwortet auf die Frage, ob die Entlassung gerechtfertigt sei: «Ja.» Ob sie dem Eishockey diene: «Nein.»

Zwei Wörter. Mehr brauchte es nicht.

Mehr anzeigen
Stefan Millius

Stefan Millius

Anschwärzer vom Leutschenbach: Wie SRF-Journalist Pascal Schmitz das Vertrauen von Ex-Nati-Trainer Patrick Fischer missbrauchte

Die Story um das gefälschte Covid-Zertifikat von Patrick Fischer, inzwischen Ex-Trainer der Schweizer Eishockey-Nati, war nicht das Ergebnis einer aufwendigen Recherche von SRF. Fischer selbst hatte davon einem SRF-Mann berichtet.

Geschehen ist das im Zug der Arbeit an einem SRF-Porträt über Patrick Fischer. In der Mittagspause sass dieser mit SRF-Journalist Pascal Schmitz zusammen. Dort habe ihm der Trainer ungefragt die Information gegeben, wie Schmitz in «10 vor 10» sagt.

Fischer tat das im Glauben, die ganze Sache sei – weil juristisch erledigt – nicht mehr von Belang. Schmitz sah das offenbar anders: «Da muss man sich als Journalist fragen, was macht man jetzt mit dieser Information, soll man sie einfach wieder vergessen oder muss man nicht seiner Aufgabe nachgehen?»

Pascal Schmitz tut also so, als wäre er förmlich dazu gezwungen gewesen, aus der Information eine Story zu machen. Wahr ist das Gegenteil: Er hätte das Gesagte nicht verwenden dürfen. Denn der SRF-Journalist hat damit das Vertrauen seines Gesprächspartners missbraucht.

Ein gutes TV-Porträt entsteht nur, wenn zwischen den Beteiligten eine gewisse persönliche Beziehung entsteht. Wenn sich der Porträtierte öffnet, muss der Journalist klar unterscheiden, was davon «on the record» und was «off the record» gemeint ist.

Es musste Pascal Schmitz klar sein, dass Patrick Fischer nur über die Fälschung sprach, weil er darauf vertraute, die Information werde nicht verwendet. Das dann doch zu tun, ist eine journalistische Todsünde.

Patrick Fischer ist nun nicht mehr Trainer der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft. Es ist der falsche Mann, der in dieser Sache den Job verloren hat.

Mehr anzeigen
16.04.2026
Max Kern

Max Kern

Eishockeyverband mit Eigentor? Nati-Erfolgstrainer Patrick Fischer geschasst wegen Covid-Zertifikat – nur dreissig Tage vor der Heim-WM. Eine Riesenhypothek für die Schweiz

Bild: SALVATORE DI NOLFI / KEYSTONE

Der Zuger Patrick Fischer, der die Schweizer an Weltmeisterschaften dreimal als Cheftrainer zu Silber coachte, stand für sein Vergehen gerade, mit einem gefälschten Covid-Zertifikat an die Olympischen Spiele in Peking gereist zu sein.

Fischer schluckte die knapp 40.000 Franken Busse und entschuldigte sich öffentlich.

Für den Hockeyverband am Montag der Anlass, die Akte Fischer einen Monat vor dem Start der Heim-WM am 15. Mai (erstes Spiel gegen die USA) zu schliessen. Verbandspräsident Urs Kessler: «Wir haben die Thematik eingehend mit Fischi besprochen. Er hat die entsprechenden Konsequenzen getragen. Für uns ist die Angelegenheit damit abgeschlossen.»

Abgeschlossen? Denkste!

Keine 48 Stunden später meldet der Verband: «Patrick Fischer nicht mehr Headcoach der Nationalmannschaft.» Den Rückwärts-Salto erklärt Verbandsboss Kessler so: «Aus heutiger Sicht war unsere erste Beurteilung, wonach die Angelegenheit abgeschlossen ist, zu kurz gegriffen.»

Auf Druck von Medien, die Fischer sofort teeren und federn wollten, von Sponsoren und auch von Seiten des Internationalen Hockeyverbandes knickte der Verband ein. Was für ein epochales Eigentor. In 29 Tagen muss Fischers designierter Nachfolger Jan Cadieux bei der Heim-WM das Erbe des dreifachen Silberschmieds antreten.

Eine Riesenhypothek – für den Verband, das Schweizer Eishockey und das Land insgesamt. Kann das gutgehen? Spätestens nach dem ersten Schweizer Gruppenspiel am 15. Mai gegen Olympiasieger USA wissen wir mehr.

Mehr anzeigen
Philipp Gut

Philipp Gut

Danke, Patrick Fischer! Sie können nichts dafür, dass man sich als Journalist für seinen Berufsstand wieder einmal fremdschämen muss

Was war das für eine aus den Lefzen geifernde Hetzjagd! Mit dem von ihnen verursachten Rücktritt von Eishockey-Nationaltrainer Patrick Fischer einen Monat vor seinem Abschiedsturnier, der Heim-Weltmeisterschaft, haben die Schweizer Medien ihr Ziel erreicht und den Helden von vier WM-Silbermedaillen (inklusive Assistenzcoach) erlegt. Bravo!

Es ist wieder so ein Moment, wo man sich als Journalist für seinen Berufsstand fremdschämen muss. An diesem angeblichen Riesenskandal war nichts skandalös – ausser dem Verhalten der Medien selbst. Und die Geschichte war von Anfang an faul und falsch.

Was das gebührenfinanzierte Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) als Enthüllung verkaufte, war keine, sondern eine Verletzung der journalistischen Anstandsregeln. Fischer erzählte die Sache mit dem gefälschten Covid-Zertifikat für die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2022 in Peking einem SRF-Journalisten im Rahmen einer Doku – worauf SRF dies gegen den offenherzigen eigenen Informanten wendete, Druck auf ihn ausübte und den Vorfall im grossen Stil skandalisierte.

Der Rest ist der Fluch der bösen Tat. Und ein unrühmliches Lehrstück darüber, wie unbelehrbar von Fakten und Realität die grossen Medien dieses Landes an den längst widerlegten Mythen der Covid-Zeit festhalten.

«Covid-Lüge!», schrien sie – und meinten damit nicht die Impflüge und all den anderen unwissenschaftlichen Unsinn dieser Ära, sondern das lächerliche Vergehen Fischers. Offensichtlich sind die Medien stehen geblieben auf dem Wissensstand von 2020. Oder sie tun so, um ihre Hetze zu rechtfertigen. Dass das sogenannte Zertifikat ein Witz ist, wie so vieles damals, weiss nun wirklich jedes Kind.

Die Corona-Meute feierte in der Fischer-Jagd eine nicht mehr für möglich gehaltene Renaissance. Da war sie wieder: die Komplizenschaft zwischen Medien- und Staatsmacht, die in der Covid-Ära solche Schäden an Recht, Demokratie, Wirtschaft, Seelen angerichtet hatte.

Diese mediale Hinrichtung im Rudel bestätigt wieder einmal die Erfahrung, dass sich niedere Instinkte und fundamentale Fehlbeurteilungen der Verhältnisse im Journalismus gerne in aufklärerische und moralische Pose schmeissen. Dabei ist das Medienverhalten von Tag eins dieser «Pandemie» bis zum finalen Horn- und Triumphstoss über den erledigten Nationaltrainer als letzte Zuckung das Lichterlöschen jeder journalistischen Aufklärung und Machtkritik.

Was man Fischer vorwerfen könnte, ist nicht, dass er einem absurden Unrechtssystem ein Schippchen schlug, sondern dass er sich so zerknirscht gab und nicht offensiv den ganzen Corona-Wahnsinn am Beispiel seines Falls vorführte. Das hätte eine interessante Debatte gegeben.

So bleibt nur, dem Ausnahmespieler und -trainer zu danken, der immer seinen eigenen, erfolgreichen Weg ging und die Eishockey-Nation gleich dreimal zu Beinaheweltmeistern machte. Den letzten Höhepunkt seiner Nati-Karriere hat ihm die Meute versaut. Vermutlich ist sie noch stolz darauf.

Mehr anzeigen
Stefan Millius

Stefan Millius

Sport und Moralismus: Der Schweizer Eishockey-Verband wirft Erfolgstrainer Patrick Fischer wegen Covid-Zertifikat raus – und knickt damit vor der völlig überdimensionierten Medien-Kampagne ein

Bild: EMMI KORHONEN / KEYSTONE

Am 15. Mai beginnen die Eishockey-Weltmeisterschaften in der Schweiz. Letztmals fanden sie 2009 hier statt. 2020 hätte die WM wieder in der Schweiz durchgeführt werden sollen, aber Corona verhinderte die Pläne.

Das ist eine Ironie der Geschichte, denn Corona ist auch der Grund dafür, dass die Schweizer Nationalmannschaft ohne ihren bisherigen Trainer Patrick Fischer antreten wird. Der Eishockey-Verband hat ihn aufgrund der Affäre um sein gefälschtes Covid-Zertifikat per sofort freigestellt.

Keine Frage, dass die Funktionäre damit auf den riesigen medialen Druck reagieren, der in den letzten Tagen entfesselt worden ist. Denn zunächst hatte es geheissen, die Sache sei abgeschlossen, da sie juristisch erledigt sei: Fischer hat seine Strafe bereits 2023 erhalten und bezahlt.

Und nun plötzlich die Neubewertung: Der Trainer habe «Werte und Respekt, die für Swiss Ice Hockey zentral sind», nicht gelebt, moralisiert der Verband in einer Mitteilung.

«Vertrauen und Integrität sind zentral in unserem Sport», heisst es weiter. Es klingt mehr nach einer Kirchgemeinde als nach einem Sportverband. Gleichzeitig entschuldigt sich der Verband, dass man diesem Aspekt in der ersten Beurteilung «zu wenig Beachtung geschenkt» habe.

Damit knickt Swiss Ice Hockey schlicht vor der völlig überdimensionierten Kampagne der Medien gegen den überaus erfolgreichen Nationaltrainer ein. Fischers unbestrittene Leistungen für das Schweizer Eishockey und das sportliche Abschneiden an der kommenden Heim-WM werden weniger hoch gewichtet als der Wunsch, vor übereifrigen Journalisten gut dazustehen.

Mehr anzeigen
Daniel Ryser

Daniel Ryser

Strafe als Spektakel: Patrick Fischer erzählt die Geschichte vom gefälschten Zertifikat einem SRF-Journalisten. Der Sender macht eine Enthüllung daraus

Bild: SALVATORE DI NOLFI / KEYSTONE

Der Tages-Anzeiger hat am Dienstag einen Kommentar zu Patrick Fischer publiziert, der – als Überlegung verkleidet – ein Urteil fällt: «Wenn er nach seinen Prinzipien handelt, zieht er die Konsequenzen und tritt vor der WM zurück.» Fischer ist Nationaltrainer der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft, führte sie dreimal zu WM-Silber und bestellte sich, wie jetzt bekannt wurde, im Oktober 2021 auf Telegram ein gefälschtes Covid-Zertifikat, um an den Olympischen Spielen in Peking dabei sein zu können. Dafür wurde er 2023 von der Staatsanwaltschaft Luzern verurteilt und mit knapp 39.000 Franken gebüsst. Fischer kam einer Enthüllungsgeschichte von SRF zuvor, indem er den Fall am Montag selbst öffentlich machte.

Fischers Fall, heisst es im Tages-Anzeiger, zeige jene «Inkonsequenz», die er selbst so sehr verabscheue. Er habe den Spieler Lian Bichsel aus dem Nationalteam ausgeschlossen, weil dieser «aus fadenscheinigen Gründen absagte», und sich nun selbst nicht an Regeln gehalten. Das klingt nach einem Treffer. Es ist keiner.

Kein Geständnis schuldig

Bichsel ist ein 20-jähriger NHL-Verteidiger der Dallas Stars und wohl das grösste Verteidigertalent des Schweizer Eishockeys. Er verweigerte zweimal Aufgebote für die U-20-Nationalmannschaft: einmal wollte er auf einen Teil der gemeinsamen Vorbereitung verzichten, einmal sagte er eine U-20-WM ab, weil er seinen frischen Wechsel nach Schweden nicht unterbrechen wollte. Fischer sperrte ihn daraufhin bis und mit der Heim-WM 2026, ein Entscheid, den der Mannschaftsrat mittrug. Es waren Absagen eines jungen Profis, der seine Karriereentwicklung priorisierte. Fischer dagegen fälschte im Oktober 2021 ein Dokument, um im Februar 2022 bei seinen Spielern in Peking sein zu können. Das sind keine spiegelbildlichen Fälle. Es ist das genaue Gegenteil.

Dann die Forderung nach öffentlichem Bekenntnis. Fischer, schreiben die beiden Sportjournalisten des Tages-Anzeigers, hätte sich zu seiner Impfskepsis «öffentlich stellen» sollen, so wie Novak Djokovic es tat. Der Vergleich hinkt auf beiden Beinen. Djokovic verweigerte die Impfung, wurde deswegen aus einem Grand-Slam-Turnier ausgeschlossen und trug diese Konsequenz sichtbar. Das war ein politisches Statement, kein Strafbefehl. Fischer wurde verurteilt, büsste und schwieg danach, wie Verurteilte das in einem Rechtsstaat tun.

Wer die Geschichte erzählt

Und schliesslich: die Frage, warum Fischer überhaupt an die Öffentlichkeit ging. Der Tages-Anzeiger schreibt, er habe es erst getan, «nachdem er mit den SRF-Recherchen konfrontiert worden war» – ein Mann in der Enge, der keine Wahl mehr hatte. Doch laut Watson-Kolumnist Klaus Zaugg – einem wandelnden Hockeylexikon – ist die Geschichte eine andere. Fischer soll die Information selbst preisgegeben haben: im Rahmen einer SRF-Dokumentation über seine Person, in der Annahme, die Angelegenheit sei längst erledigt. Nicht ein Investigativteam hat ihn gestellt. Er erzählte einem SRF-Journalisten von der Sache. SRF machte aus der ihm anvertrauten Information eine Enthüllung, ein Umstand, den die Medienstelle gegenüber Infosperber nicht dementiert. Auf die Frage, ob auszuschliessen sei, dass Patrick Fischer die Information selbst einem SRF-Journalisten offengelegt habe, schrieb eine SRF-Sprecherin: «Nein.» Um anzufügen, man nehme grundsätzlich keine Stellung dazu, wie man an Informationen gelange.

Auf dieser Prämisse – Fischer habe erst geredet, als er in der Enge war – baut der Tages-Anzeiger seinen Titel: Fischer habe dadurch «seine Glaubwürdigkeit verspielt». Die Prämisse ist zwar offensichtlich falsch. Aber selbst wenn sie stimmte: Es lohnt sich, die Behauptung ernst zu nehmen und zu fragen, was sie eigentlich meint.

Als Trainer hat Patrick Fischer seine Glaubwürdigkeit nicht verspielt: dreimal WM-Silber, eine Mannschaftskultur, die schweizweit gelobt wird, Spieler, die für ihn eintreten. Als Mensch? Er hatte gelogen, wurde dafür verurteilt und bezahlte. Was danach kommt, ist nicht mehr eine Frage der Glaubwürdigkeit, sondern der Verhältnismässigkeit. Denn Glaubwürdigkeit ist kein fester Besitz, den man wie Geld verspielt. Sie ist, was andere einem zuschreiben und was Medien durch Wiederholung formen. Der Straffall ist vier Jahre alt und rechtlich erledigt. Dass er jetzt als Glaubwürdigkeitsproblem erscheint, ist kein Naturgesetz. «Glaubwürdigkeit verspielt» ist kein Befund. Es ist eine Behauptung, die durch mediale Verbreitung zur vermeintlichen Wahrheit wird.

Wir riefen ein Symbol

Wobei – warten Sie. Der Cheftrainer der Schweizer Eishockeymannschaft kauft sich auf Telegram mit Bitcoin ein gefälschtes Covid-Zertifikat, reist damit nach China ein – ausgerechnet nach China, dem Land mit den strengsten Einreisekontrollen der Welt, wo man für so etwas keine Busse bekommt, sondern vermutlich verschwindet, einfach so, auf Jahre, in einer Strafkolonie irgendwo in der Inneren Mongolei – und wird dafür rechtskräftig verurteilt – und das alles wird bekannt vier Wochen vor Beginn der Heim-WM, bei der wir alle hoffen, dass er nach dreimal Silber endlich Gold holt. Das ist nicht nichts. Das ist auch nicht wenig. Das ist, ehrlich gesagt, eine Geschichte, die man sich nicht ausdenken könnte.

In den Kommentarspalten drehen Herr und Frau Schweizer selbstverständlich durch, weil sie es nicht zusammenbringen: «Fischi», wie sie ihn nennen, unser Eishockey-Nationalheiliger, der in jedem zweiten Interview eigentlich ziemlich unverblümt sagte, dass er sich mehr für peruanische schamanistische Heillehren interessiert als für unsere Schulmedizin, ist nicht nur auf dem Papier ein verrückter Eishockeyfreak – er ist ein verrückter Eishockeyfreak. Und genau das ist der Punkt. Ein Mensch, der so tickt, fälscht kein Zertifikat aus Kalkül. Er fälscht es, weil er glaubt, dabei sein zu müssen. Die Leute werfen ihm Charakterlosigkeit vor. Es ist Charakter.

Patrick Fischer ist kein Bundesrat, der Massnahmen durchsetzte, und kein Lobbyist, der an der Politik mitverdiente. Er ist ein Eishockeytrainer, der sich in einer historisch aufgewühlten Zeit eine Dummheit leistete – einer, der die Impfung für falsch hielt, aber trotzdem bei seiner Mannschaft sein wollte, und der diese beiden Dinge auf eine Art und Weise in Einklang brachte, für die er verurteilt wurde. Er bezahlte seine Strafe. Die Justiz, nicht der Sportjournalismus, ist dafür zuständig, diese Rechnung zu begleichen. Sie ist beglichen. Was jetzt noch eingefordert wird, ist Strafe als Spektakel.

Ein Nationaltrainer, so heisst es, stehe für mehr als Taktik und Resultate. Er repräsentiere Werte, sei ein Symbol. Das stimmt. Aber es ist ein Symbol, das wir ihm auferlegt haben, nicht eines, das er gewählt hat. Fischer wurde angestellt, um eine Mannschaft zu führen, und das tut er nachweislich gut (und dank wahnsinnig viel Glück – oder dem Schutz der von ihm verehrten Shipibo-Schamanen –, dass die Chinesen ihn nicht erwischten, denn sonst würden wir jetzt über etwas ganz anderes reden). Den Rest haben wir hinzugedichtet. Wir riefen ein Nationalsymbol und bekamen einen Menschen.

Dieser Text erschien zuerst auf dem Onlineportal Infosperber. Mittlerweile hat der Schweizer Eishockeyverband den Nationaltrainer Patrick Fischer per sofort entlassen.

Mehr anzeigen
15.04.2026

Wegen gefälschten Covid-Zertifikats: Schweizer Eishockeyverband lässt Nati-Trainer Fischer fallen wie eine heisse Kartoffel – unmittelbar vor der Heim-Weltmeisterschaft

Bild: SALVATORE DI NOLFI / KEYSTONE

Der Schweizerische Eishockeyverband trennt sich per sofort von Nationaltrainer Patrick Fischer. Der Verband erklärt: «Aus heutiger Sicht war unsere erste Beurteilung, wonach die Angelegenheit abgeschlossen ist, zu kurz gegriffen. Es geht um Werte und Respekt, die für Swiss Ice Hockey zentral sind und von Patrick Fischer 2022 nicht gelebt wurden.»

Auslöser ist ein gefälschtes Covid-Zertifikat, das Fischer verwendet hatte und das zu einer Verurteilung wegen Urkundenfälschung führte. Der Fall war juristisch abgeschlossen, löste jedoch intern und öffentlich eine Vertrauensdebatte aus. Der Verband räumt ein, die Tragweite zunächst unterschätzt zu haben, und reagiert nun mit der sofortigen Freistellung.

Die Konsequenz kommt zu einem heiklen Zeitpunkt: Nur rund einen Monat vor der Heim-Weltmeisterschaft in Zürich und Freiburg steht die Nationalmannschaft ohne Cheftrainer da. Die sportliche Führung übernimmt interimistisch der bisherige Assistent und designierte Nachfolger Jan Cadieux.

Fischer hatte die Nationalmannschaft seit 2015 betreut und war einer der prägenden Figuren des Schweizer Eishockeys der letzten Jahre. Unter seiner Leitung etablierte sich das Team regelmässig in der Weltspitze – mit vier Vize-Weltmeister-Titeln.

Mehr anzeigen

Hockey-Trainer Fischer wegen Covid-Zertifikat verurteilt: Die Schweiz spinnt

Bild: ANDREAS BECKER / KEYSTONE

Ist die Schweiz jetzt eigentlich auch komplett verrückt geworden? Drehen wir durch? In der «Tagesschau», im Tages-Anzeiger, überall ein Riesenwirbel, ein Tohuwabohu – da wird wieder mal einer geteert und gefedert und zum Rücktritt aufgerufen. Was ist passiert? Patrick Fischer, der Cheftrainer der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft, hat dummerweise ausgeplappert, er habe vor den Olympischen Spielen 2022 ein Covid-Zertifikat gefälscht, um dort an der Bande zu stehen. Man büsste ihn mit 40.000 Franken – und die Medien rollen mit dem riesigen Moralzeigefinger aus und schwingen sich auf: Er sei untragbar als Vorbild für unsere Jugend! Natürlich, Dokumente darf man nicht fälschen. Trotzdem, wenn man sich das Ganze anschaut, das ist geisteskrank, was jetzt passiert.

In dieser Covid-Zeit ging nicht mehr Fake News als das, was durch die Regierung mit grössten Konsequenzen verbreitet wurde. Alain Berset, der damals umjubelte General der Viren mit der Standleitung zum Covid-Paranoiker an der Spitze des Ringier-Verlags. Da wurden Dinge verbreitet, zum Beispiel das Covid-Zertifikat; das ist ein krimineller Akt, das wurde nie aufgearbeitet. Man hat Jugendliche wider besseres Wissen vom Leben ausgeschlossen, man hat Schulen zugemacht mit brutalen Folgen für die Kinder – völlig zu Unrecht. In der Schweiz ging man zwar nicht so weit wie in Österreich und Deutschland, aber immer noch zu weit, verglichen mit dem schwedischen Modell. Und dann diese Impfung, wo das Blaue vom Himmel herunterversprochen wurde. Stimmte alles hinten und vorne nicht.

In der Schweiz musste sich noch nie irgendjemand von den politischen Verantwortlichen für diesen Schwachsinn rechtfertigen. Diese Zertifikate waren komplett falsch. Ein Patrick Fischer: kerngesund, kein Gramm Fett am Körper, für niemanden eine Bedrohung, umgeben von Supersportlern und nicht etwa in einem Altersheim mit Schwerstgebrechlichen.

Das ist hier ist wieder mal ein Akt von rückwirkender besserwisserischer Selbstgerechtigkeit im Zusammenhang mit diesem ganzen Covid-Furor. Auch Ex-Mister Corona Daniel Koch meldet sich jetzt zu Patrick Fischer, findet das «ein Stück weit nachvollziehbar». Nein, das ist nicht nachvollziehbar. Die Experten sollten einfach schweigen und kritisch aufarbeiten, was sie damals in ihren Funktionen an Unsachgemässheiten in Umlauf gebracht haben.

Mehr anzeigen
Max Kern

Max Kern

Würdigung eines Schweizer Hockey-Genies: Patrick Fischer wird wegen eines gefälschten Covid-Zertifikats geteert und gefedert. Vergessen sind seine Verdienste für den Schweizer Sport

Bild: ENNIO LEANZA / KEYSTONE

Patrick Fischers Lebensmotto steht auf seiner Homepage. «The greatest prison people live in is the fear of what other people think.» Dazu schreibt Fischer: «Go your own way!»

Egal, was andere Leute denken, gehe deinen eigenen Weg.

Fischer, der Freigeist, wollte sich während der Corona-Zeit – wie Hunderttausende andere auch – nicht impfen lassen. Und: Er wollte sein Team deshalb an den Olympischen Spielen 2022 in Peking nicht allein lassen. Der einzige Ausweg? Ein gefälschtes Stück Papier. Übrigens: Noch während Olympia hob der Schweizer Bundesrat die Maskenpflicht bereits wieder auf. Zertifikate waren im öffentlichen Raum nicht mehr nötig.

Jetzt wird der nach der Heim-WM in diesem Jahr abtretende Nati-Coach wegen eines Fetzens Papiers von den selbsternannten Moralaposteln des Landes geteert und gefedert. Gar der Rücktritt wird gefordert.

Vergessen geht dabei leider fast vollständig, was Fischer für die Hockeynation Schweiz geschaffen hat. Er war Türöffner für Schweizer Profis, weil er als erster Stürmer einen Platz in der NHL, der besten Liga der Welt, ergattert hatte. Er skorte für die Phoenix Coyotes, später auch in der KHL, der zweitbesten Liga auf dem Erdball, für St. Petersburg. Fischer war Meister mit Davos und Lugano.

Und für alle Zeiten unvergessen: Fischer führte die Schweiz, die 1974 noch an der C-WM mit Gegnern wie Nordkorea und Australien gegen den Puck schlug und erst 1997 den Aufstieg in die A-Klasse schaffte, zu vier (!) Vize-Weltmeistertiteln. 2013 noch als Assistent, 2018, 2024 und 2025 als Head-Coach.

Viermal Silber an Weltmeisterschaften, die Messlatte für Fischers Nachfolger ist verdammt hoch.

Mehr anzeigen
Stefan Millius

Stefan Millius

Fall Patrick Fischer: Schweizer Medien ausser Rand und Band

Bild: ALEXANDRA WEY / KEYSTONE

Mit viel journalistischem Eifer hat sich SRF bemüht, mit einer «Enthüllung» Patrick Fischer zu Fall zu bringen, den Eishockey-Nati-Trainer, der sich ein gefälschtes Covid-Zertifikat verschafft hatte.

Wo blieb dieser Eifer für die Suche nach der Wahrheit in der Corona-Zeit? Damals, als Bundesrat Alain Berset vor der Kamera unwidersprochen behaupten durfte, mit dem Covid-Zertifikat könne man zeigen, dass man «nicht ansteckend» sei?

Jahrelang Lügen gedeckt und verbreitet, bis heute nicht bereit, die Fehlleistungen von damals aufzuarbeiten oder zuzugeben – und nun einen niederschreiben, der sich nur zu verständlicherweise gegen staatliche Willkür gewehrt hat: SRF ist damit nicht allein.

Zum Beispiel ein Kommentator bei Nau.ch. Er schreibt: Wer sich und seine Kinder in der Corona-Zeit nicht impfen liess, habe «dumm, riskant, gefährlich und egoistisch» gehandelt.

Wenigstens sechs Jahre später müsste man es besser wissen. Der Wirkstoff hielt keines seiner Versprechen, schon gar nicht das des Fremdschutzes. Wie konnte es also «egoistisch» sein, die Spritze nicht zu nehmen?

Das Onlineportal Watson liefert eine Bedienungsanleitung, wie Patrick Fischer auch ungeimpft und ohne falsches Zertifikat nach China hätte reisen können. Wäre es nicht sinnvoller, stattdessen endlich klar festzuhalten, dass das ganze Zertifikatsprogramm Lug und Trug war und man von den Menschen etwas forderte, das weder ihre eigene Gesundheit noch die von anderen geschützt hat?

Zu guter Letzt: Für den Tages-Anzeiger hat der Eishockeytrainer «seine Glaubwürdigkeit verspielt». Das sind grosse Worte für eine Zeitung, die in der Corona-Zeit statt einer kritischen Beleuchtung der Politik lieber auf einer Doppelseite «die schönsten und schrägsten Impfzentren der Schweiz» vorgestellt hat.

Man kann über einen Strafbefehl gegen eine prominente Person berichten. Was man nicht tun sollte: den moralisierenden Scharfrichter spielen, nachdem man selbst über Jahre total versagt hat.

Mehr anzeigen
Philipp Gut

Philipp Gut

Hetze gegen Hockey-Fischer: Corona-Versager-Medien lassen erneut Maske fallen

Jetzt sind sie wieder zur Stelle und lassen die Hunde von den Ketten. Die Schweizer Medien, vom Gebührensender SRG über den Boulevard von Blick bis zu der vornehm sich gebenden NZZ, prügeln mit voller Wucht und im Ton moralischer Erhabenheit auf Patrick Fischer ein, den Trainer der Schweizer Hockey-Nationalmannschaft, der mit einem gefälschten Covid-Zertifikat an die Olympischen Spiele nach Peking gereist war.

Es sind dieselben Medien, die in der Corona-Zeit kolossal versagt haben und die Hysterie einer ganzen Gesellschaft und den Rückfall der Staatsorgane in ein temporäres Unrechtsregime mitbefeuert und -verantwortet haben. Als es dann darum ging, die dunklen Zeiten aufzuklären, hüllten sie sich in dröhnendes Schweigen. Der staatsmediale Komplex lief wie geschmiert und lieferte Anschauungsunterricht in Autoritarismus mit totalitären Tendenzen.

Jetzt aber, wo sie die alten Fronten wiederaufleben lassen und mit dem Finger auf einen angeblich asozialen Ungeimpften zeigen können, der einem faktischen Impfzwang ausgesetzt war und seinen durchaus auch staatstragenden Job mit dem Schweizer Kreuz auf der Brust ausüben wollte, sind sie mit einer Härte und Häme am Werk, die sie den Verantwortlichen des ganzen Mordsschlamassels gegenüber nie auch nur annähernd an den Tag gelegt haben. Ein Bundesrat Alain Berset zum Beispiel, der bei SRF wider besseres Wissen die Fake News verbreitete, mit dem Zertifikat könne man zeigen, dass man nicht ansteckend sei, wurde als Held und Krisenmanager gefeiert und stieg zum Generalsekretär des Europarats auf.

Den Vogel schiesst nun ausgerechnet die (il)liberale NZZ ab. Sie freut sich schon auf Massnahmen der Sponsoren gegen Fischer und den Verband und schreibt allen Ernstes: «Die Fluggesellschaft Swiss, einer der official sponsors des Verbands, führte 2021 eine Impfpflicht für das Personal ein und entliess knapp 150 Mitarbeiter, die sich nicht an die Auflage hielten. Es würde erstaunen, sollte der Konzern Fischer in dieser Frage mit viel Nachsicht begegnen.»
Man glaubt, sich verlesen zu haben. Die Swiss war das einzige Unternehmen in der Schweiz, das diesen arbeitsrechtlichen Tabubruch beging und Leute auf die Strasse stellte, die auf ihrem verfassungsmässigen Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit beharrten. Die drakonische Höchststrafe war völlig unverhältnismässig und weder medizinisch noch operationell nötig, ganz im Gegenteil: Geimpfte Piloten dürften ein grösseres Gesundheitsrisiko darstellen als ungeimpfte. Vollends absurd wird es mit der längst zugegebenen Tatsache, dass die Impfung andere gar nicht schützt.

All das und noch viel mehr blenden die Robespierres in den Redaktionsstuben aus, die jetzt so besinnungslos auf Fischer einprügeln. Die Versagermedien von damals lassen erneut die Maske fallen.

Mehr anzeigen
14.04.2026
Philipp Gut

Philipp Gut

Wegen gefälschten Covid-Zertifikats: SRF prangert Eishockey-Nationaltrainer Patrick Fischer an – Lückenfernsehen erreicht neuen Tiefpunkt

Das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) macht auf Skandaljournalismus: «SRF-Recherchen decken Urkundenfälschung vor Olympia 2022 auf: Er reiste mit gefälschtem Covid-Zertifikat nach Peking», ereifert sich der Sender über den Eishockey-Nationaltrainer Patrick Fischer.

«Erst nach Recherchen von SRF und der Konfrontation mit den amtlichen Dokumenten» habe Fischer «den Fall selbst öffentlich» gemacht. Die Staatsanwaltschaft Luzern verurteilte Fischer zu einer unbedingten Geldstrafe über 38.910 Franken.

Gleichzeitig heizt SRF die Stimmung gegen den Nati-Trainer an, indem es den von ihm selbst verursachten «Wirbel vor der Heim-WM» beschwört und den Ex-Präsidenten der Kantonsärzte, Rudolf Hauri, zitiert. Dieser, «eine Schlüsselfigur während der Covid-Pandemie», verurteile Fischer scharf und sei «schockiert».

Man reibt sich die Augen. Natürlich kann sich SRF in seinem Richter- und Henker-Journalismus auf das damals geltende Ausnahmerecht berufen. Doch dass dieses ganze autoritäre, auf unwissenschaftlichen Annahmen beruhende Corona-Regime seinerseits ein monströses Unrecht war, übersieht es grosszügig. Die Diskriminierung der Ungeimpften verstiess an sich schon gegen wesentliche Grundrechte. Und sie hat sich längst auch deshalb als willkürlich erwiesen, weil die sogenannte Impfung Drittpersonen ja gar nicht schützt.

Die Realitätsverweigerung und die Heuchelei von SRF werden umso augenfälliger, als sich der Gebührensender bis heute selbst gegenüber richterlicher Anordnung weigert, die RKI-Protokolle, die den ganzen Schwindel um die Covid-Politik entlarven, auch nur zu erwähnen. Im Vergleich dazu und zu dem durch diese Politik verursachten Unrecht und Leid ist ein gefälschtes Covid-Zertifikat nun wirklich ein Witz. Das Lückenfernsehen erreicht einen neuen Tiefpunkt.

Mehr anzeigen
Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 02.06.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.