Der Schweizerische Eishockeyverband trennt sich per sofort von Nationaltrainer Patrick Fischer. Der Verband erklärt: «Aus heutiger Sicht war unsere erste Beurteilung, wonach die Angelegenheit abgeschlossen ist, zu kurz gegriffen. Es geht um Werte und Respekt, die für Swiss Ice Hockey zentral sind und von Patrick Fischer 2022 nicht gelebt wurden.»
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Auslöser ist ein gefälschtes Covid-Zertifikat, das Fischer verwendet hatte und das zu einer Verurteilung wegen Urkundenfälschung führte. Der Fall war juristisch abgeschlossen, löste jedoch intern und öffentlich eine Vertrauensdebatte aus. Der Verband räumt ein, die Tragweite zunächst unterschätzt zu haben, und reagiert nun mit der sofortigen Freistellung.
Die Konsequenz kommt zu einem heiklen Zeitpunkt: Nur rund einen Monat vor der Heim-Weltmeisterschaft in Zürich und Freiburg steht die Nationalmannschaft ohne Cheftrainer da. Die sportliche Führung übernimmt interimistisch der bisherige Assistent und designierte Nachfolger Jan Cadieux.
Fischer hatte die Nationalmannschaft seit 2015 betreut und war einer der prägenden Figuren des Schweizer Eishockeys der letzten Jahre. Unter seiner Leitung etablierte sich das Team regelmässig in der Weltspitze – mit vier Vize-Weltmeister-Titeln.