Sport und Moralismus: Der Schweizer Eishockey-Verband wirft Erfolgstrainer Patrick Fischer wegen Covid-Zertifikat raus – und knickt damit vor der völlig überdimensionierten Medien-Kampagne ein
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Sport und Moralismus: Der Schweizer Eishockey-Verband wirft Erfolgstrainer Patrick Fischer wegen Covid-Zertifikat raus – und knickt damit vor der völlig überdimensionierten Medien-Kampagne ein

Anhören ( 1 min )
Sport und Moralismus: Der Schweizer Eishockey-Verband wirft Erfolgstrainer Patrick Fischer wegen Covid-Zertifikat raus – und knickt damit vor der völlig überdimensionierten Medien-Kampagne ein
Sport und Moralismus: Der Schweizer Eishockey-Verband wirft Erfolgstrainer Patrick Fischer wegen Covid-Zertifikat raus – und knickt damit vor der völlig überdimensionierten Medien-Kampagne ein
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Am 15. Mai beginnen die Eishockey-Weltmeisterschaften in der Schweiz. Letztmals fanden sie 2009 hier statt. 2020 hätte die WM wieder in der Schweiz durchgeführt werden sollen, aber Corona verhinderte die Pläne.

Das ist eine Ironie der Geschichte, denn Corona ist auch der Grund dafür, dass die Schweizer Nationalmannschaft ohne ihren bisherigen Trainer Patrick Fischer antreten wird. Der Eishockey-Verband hat ihn aufgrund der Affäre um sein gefälschtes Covid-Zertifikat per sofort freigestellt.

Lehtikuva
Nationaltrainer Patrick Fischer an der Bande (Symbolbild)
Lehtikuva

Keine Frage, dass die Funktionäre damit auf den riesigen medialen Druck reagieren, der in den letzten Tagen entfesselt worden ist. Denn zunächst hatte es geheissen, die Sache sei abgeschlossen, da sie juristisch erledigt sei: Fischer hat seine Strafe bereits 2023 erhalten und bezahlt.

Und nun plötzlich die Neubewertung: Der Trainer habe «Werte und Respekt, die für Swiss Ice Hockey zentral sind», nicht gelebt, moralisiert der Verband in einer Mitteilung.

«Vertrauen und Integrität sind zentral in unserem Sport», heisst es weiter. Es klingt mehr nach einer Kirchgemeinde als nach einem Sportverband. Gleichzeitig entschuldigt sich der Verband, dass man diesem Aspekt in der ersten Beurteilung «zu wenig Beachtung geschenkt» habe.

Damit knickt Swiss Ice Hockey schlicht vor der völlig überdimensionierten Kampagne der Medien gegen den überaus erfolgreichen Nationaltrainer ein. Fischers unbestrittene Leistungen für das Schweizer Eishockey und das sportliche Abschneiden an der kommenden Heim-WM werden weniger hoch gewichtet als der Wunsch, vor übereifrigen Journalisten gut dazustehen.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 02.06.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.