Der Volksmund weiss: Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Bei SRF kann man lange darauf warten, dass interne Kritik an einem eigenen Mann laut wird.
Gregor Meier, Nachrichtenchef beim Schweizer Fernsehen, wirft sich in die Bresche für Pascal Schmitz, der die Affäre rund um Patrick Fischer, den Ex-Trainer der Hockey-Nati, losgetreten hatte. Seit Tagen wird Schmitz in den sozialen Medien dafür von vielen harsch kritisiert.
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Auf Linkedin schreibt Georg Meier nun, sein Kollege habe sich «professionell verhalten und seinen Job als Journalist gemacht». Damit meint der Nachrichtenchef die Tatsache, dass Pascal Schmitz die freiwillige Information von Fischer über die Zertifikatsfälschung für eine Story genutzt hat.
Der Entscheid, das zu tun, sei in der Chefredaktion getroffen worden, «weil es nicht ein vertrauliches off-the-record-Gespräch war». Als Mitwisser hätte SRF gegen «unsere journalistischen Standards» verstossen, wenn man das Ganze nicht publik gemacht hätte.
Eine bescheidene Frage dazu: Wo war Gregor Meier mit seinen «journalistischen Standards», als es darum ging, nach 2020 die Corona-Politik zu durchleuchten? Wo blieb das «professionelle Verhalten», als die sogenannte Impfung bei SRF blindlings angepriesen und Kritiker der Massnahmen pauschal diffamiert wurden?
Meier weiter: «Ein Journalist, der die Wahrheit ans Licht bringt, ist nicht ein Verräter und nicht ein Denunziant. Sondern einer, der seinen Job richtig macht.»
Auch wieder eine solche Binsenwahrheit, die in der Corona-Zeit von SRF mit Füssen getreten wurde. Niemand dort versuchte damals, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Und man tut es bis heute nicht.
Es ist nicht die Wahrheit, die SRF im Fall von Patrick Fischer verteidigt. Es ist der Versuch, die Wahrheit weiter zu verschleiern.