Patrick Fischers Lebensmotto steht auf seiner Homepage. «The greatest prison people live in is the fear of what other people think.» Dazu schreibt Fischer: «Go your own way!»
Egal, was andere Leute denken, gehe deinen eigenen Weg.
Fischer, der Freigeist, wollte sich während der Corona-Zeit – wie Hunderttausende andere auch – nicht impfen lassen. Und: Er wollte sein Team deshalb an den Olympischen Spielen 2022 in Peking nicht allein lassen. Der einzige Ausweg? Ein gefälschtes Stück Papier. Übrigens: Noch während Olympia hob der Schweizer Bundesrat die Maskenpflicht bereits wieder auf. Zertifikate waren im öffentlichen Raum nicht mehr nötig.
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Jetzt wird der nach der Heim-WM in diesem Jahr abtretende Nati-Coach wegen eines Fetzens Papiers von den selbsternannten Moralaposteln des Landes geteert und gefedert. Gar der Rücktritt wird gefordert.
Vergessen geht dabei leider fast vollständig, was Fischer für die Hockeynation Schweiz geschaffen hat. Er war Türöffner für Schweizer Profis, weil er als erster Stürmer einen Platz in der NHL, der besten Liga der Welt, ergattert hatte. Er skorte für die Phoenix Coyotes, später auch in der KHL, der zweitbesten Liga auf dem Erdball, für St. Petersburg. Fischer war Meister mit Davos und Lugano.
Und für alle Zeiten unvergessen: Fischer führte die Schweiz, die 1974 noch an der C-WM mit Gegnern wie Nordkorea und Australien gegen den Puck schlug und erst 1997 den Aufstieg in die A-Klasse schaffte, zu vier (!) Vize-Weltmeistertiteln. 2013 noch als Assistent, 2018, 2024 und 2025 als Head-Coach.
Viermal Silber an Weltmeisterschaften, die Messlatte für Fischers Nachfolger ist verdammt hoch.