Das US-Verteidigungsministerium hat nach einem Bericht der New York Times mehrere iranische Angriffe auf US-Stützpunkte in Jordanien zunächst nicht öffentlich gemacht. Demnach wurden bei drei Angriffen in der Woche vor dem tödlichen Raketenangriff vom Freitag Dutzende US-Soldaten verletzt und mehrere Hubschrauber beschädigt. Erst am Montag teilte Pentagon-Sprecher Sean Parnell mit, dass die Zahl der bei iranischen Angriffen seit dem 7. Juli verletzten US-Militärangehörigen auf nahezu 100 gestiegen sei.
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Nach Angaben der Zeitung begründeten US-Militärvertreter die zurückhaltende Informationspolitik mit operativer Sicherheit. Eine Veröffentlichung detaillierter Angaben über Angriffe und Schäden könne dem Iran Hinweise für weitere Attacken liefern. Das US-Zentralkommando habe deshalb auch aufgehört, die Zahl der täglich angegriffenen Ziele im Iran bekanntzugeben.
Parnell wies Vorwürfe zurück, das Pentagon habe Informationen über Verluste verschwiegen oder falsch dargestellt. Die verfügbaren Daten würden regelmässig im offiziellen System zur Erfassung militärischer Verluste aktualisiert. Der «grösste Teil» der fast 100 Verletzten habe leichte Gehirnerschütterungen erlitten, 96 Prozent seien bereits wieder im Dienst.
Nach Angaben des Pentagons kamen seit Beginn des Konflikts zwischen den USA und dem Iran am 28. Februar insgesamt siebzehn US-Militärangehörige ums Leben. Das öffentlich zugängliche Meldesystem verzeichnet zudem 427 verletzte Soldaten, wobei darin nach Angaben des Verteidigungsministeriums auch Verletzungen enthalten sind, die nicht unmittelbar auf Kampfhandlungen zurückgehen.