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«Wall Street Journal»: Extremistischer FlyDubai-Pilot gelangte wegen «mehrerer Fehler» ins Cockpit

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«Wall Street Journal»: Extremistischer FlyDubai-Pilot gelangte wegen «mehrerer Fehler» ins Cockpit
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Mehrere Sicherheitsversäumnisse in Oman, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Israel haben dazu geführt, dass ein zuvor wegen extremistischer Neigungen auffällig gewordener Pilot für FlyDubai fliegen und auf der Route nach Tel Aviv eingesetzt werden konnte. Nach Recherchen des Wall Street Journal hatten omanische Behörden Hamam al-Hammami bereits 2024 wegen des Besuchs extremistischer Internetseiten vom Flugbetrieb ausgeschlossen und in ein Deradikalisierungsprogramm geschickt.

Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.
Der verletzte Kopilot von FlyDubai-Flug FZ1073 nach der Notlandung
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Trotz dieser Vorgeschichte stellte FlyDubai den heute 29-Jährigen im Februar ein. Die Fluggesellschaft nahm dem Bericht zufolge zwar eine Überprüfung des Strafregisters vor, kontaktierte aber seinen früheren Arbeitgeber Oman Air nicht. Oman wiederum entzog Hammami die Pilotenlizenz nicht formell und informierte andere Golfstaaten offenbar nicht über die Sicherheitsbedenken.

Auch Israel übersah Warnsignale. Hammami hätte bereits wegen seiner omanischen Staatsangehörigkeit nicht auf Flügen nach Israel eingesetzt werden dürfen. FlyDubai übermittelte Israel vor Flug 1073 zwar die Passagier- und Besatzungsliste. Das Verkehrsministerium erklärte jedoch, es habe die seit 2023 bestehende Datenbank nie zur Überprüfung von Besatzungen genutzt. Eine vertrauliche Untersuchung hatte bereits 2024 Mängel bei der Sicherung ausländischer Fluggesellschaften festgestellt.

Die Versäumnisse mündeten vergangene Woche beinahe in eine Katastrophe. Hammami soll den Kapitän Smit Machchhar während des Fluges nach Tel Aviv mit einer Notfallaxt angegriffen haben. Dem verletzten Piloten gelang es, die Cockpittür zu öffnen. Passagiere überwältigten daraufhin den Kopiloten und halfen, die Maschine aus einem gefährlichen Sinkflug abzufangen.

Die Staatsanwaltschaft der Emirate wertet den Angriff als versuchten Terrorakt. Die Behörden der Emirate, Israels und Saudi-Arabiens untersuchen, ob Hammami allein handelte. Verbindungen zu einer ausländischen Macht oder einer grösseren Terrororganisation wurden bisher nicht festgestellt.

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