«So geht demokratische Politik»: BSW-Spitzenkandidatin Claudia Wittig ist gegen die Brandmauer in Sachsen-Anhalt
BSW-Spitzenkandidatin Claudia Wittig hält es angesichts des starken Abschneidens der AfD in Sachsen-Anhalt für undemokratisch, die Partei grundsätzlich von einer Regierungsbeteiligung auszuschliessen. «Wenn 44 Prozent der Wähler die AfD gewählt haben, wäre es meiner Meinung nach völlig undemokratisch, die AfD nicht an einer Regierung zu beteiligen», sagte Wittig nach ersten Hochrechnungen.
La candidata del BSW en Sajonia-Anhalt, Claudia Wittig: “Si el 44% de los votantes han elegido a la AfD, sería completamente antidemocrático no involucrarla de alguna manera en el gobierno o no permitir que implemente en parte sus posiciones”. pic.twitter.com/45XHKV0CJa
— Wall Street Wolverine (@wallstwolverine) September 6, 2026
Die BSW-Politikerin zeigte sich zugleich offen für eine sachbezogene Zusammenarbeit mit der AfD. «Wir haben ja von Anfang an gesagt, dass wir immer in der Sache entscheiden werden», erklärte sie. Es gebe «natürlich Projekte, die wir uns mit der AfD sehr gut vorstellen könnten, zu machen». Ihre Partei wolle weiterhin über einzelne Vorhaben nach deren Inhalt entscheiden.
Eine Wahl des AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten schloss Wittig allerdings aus. «Ich möchte Herrn Siegmund nicht wählen», sagte sie. Ebenso wenig wolle sie den CDU-Kandidaten Sven Schulze unterstützen. Stattdessen plädiert das BSW für einen überparteilichen Regierungschef. Angesichts einer gespaltenen Gesellschaft sehe ihre Partei ihre Aufgabe darin, zu vermitteln.
AfD-Chefin Alice Weidel begrüsste Wittigs Aussagen. «So geht demokratische Politik», erklärte sie und sprach sich dafür aus, «in der Sache» miteinander zu reden, statt «Brandmauern hochzuziehen».
Das BSW lag nach ersten Hochrechnungen (Stand: Sonntagabend) bei 5 Prozent und damit an der Schwelle zum Einzug in den Landtag.





