Die AfD bleibt stärkste politische Kraft in Deutschland. Das geht aus dem gegenwärtigen ZDF-Politbarometer hervor. Die von der Forschungsgruppe Wahlen erhobene Umfrage sieht die AfD bei 27 Prozent, gefolgt von der Union mit 25 Prozent. Die SPD verharrt bei zwölf Prozent und damit auf ihrem bisherigen Rekordtief. Auch mit Blick auf die Regierungsarbeit wächst die Skepsis in der Bevölkerung.
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Laut der am Freitag veröffentlichten Erhebung traut nur jeder vierte Deutsche der schwarz-roten Bundesregierung zu, die Finanzprobleme der Sozialversicherungen zu lösen. Die Zweifel reichen bis ins eigene Lager: 72 Prozent der Unionsanhänger bewerten die bisherige Arbeit der Koalition als eher schlecht. Zudem glauben 63 Prozent aller Befragten, dass die CDU/CSU nicht geschlossen hinter Bundeskanzler Friedrich Merz stehe. Selbst unter den Anhängern der Union teile eine knappe Mehrheit diese Einschätzung.
In der Sonntagsfrage gewinnt die AfD einen Prozentpunkt hinzu und kommt auf 27 Prozent. Die Union verbessert sich ebenfalls um einen Punkt auf 25 Prozent. Die Grünen erreichen 14 Prozent, die Linke elf Prozent. Die FDP würde mit drei Prozent erneut den Einzug in den Bundestag verpassen. Damit hätte die Koalition aus Union und SPD weiterhin keine parlamentarische Mehrheit.
Auch bei den zentralen Reformvorhaben zeigt sich die Bevölkerung zurückhaltend. 56 Prozent sprechen sich für eine stärkere Finanzierung der Sozialversicherungen aus Steuermitteln aus. Leistungskürzungen befürworten lediglich 14 Prozent, höhere Beiträge nur sieben Prozent. Besonders deutlich fällt die Ablehnung einer Anhebung des Rentenalters auf 70 Jahre aus: 77 Prozent sprechen sich dagegen aus.
Eine knappe Mehrheit von 52 Prozent geht dennoch davon aus, dass die Bundesregierung bis zur nächsten Bundestagswahl 2029 im Amt bleiben wird. Die Umfrage wurde zwischen dem 1. und 3. Juni unter 1274 Wahlberechtigten durchgeführt und gilt als repräsentativ für die deutsche Bevölkerung.