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Sowohl im Osten als auch im Westen: Mehrheit spricht sich für Rücktritt von Bundeskanzler Merz aus

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Sowohl im Osten als auch im Westen: Mehrheit spricht sich für Rücktritt von Bundeskanzler Merz aus
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Eine Mehrheit der Deutschen spricht sich laut einer neuen Forsa-Umfrage für einen Rücktritt von Bundeskanzler Friedrich Merz aus. 55 Prozent der Befragten meinen, der CDU-Chef solle sein Amt aufgeben, 40 Prozent wollen, dass er die Regierung weiterführt. Forsa befragte im Auftrag von RTL Deutschland am 17. und 21. September 1509 Menschen; die statistische Fehlertoleranz beträgt drei Prozentpunkte.

Kay Nietfeld/DPA/Keystone
Bundeskanzler Friedrich Merz an einer Pressekonferenz in Berlin
Kay Nietfeld/DPA/Keystone

Besonders deutlich fällt das Ergebnis im Osten Deutschlands aus: Dort sprechen sich 68 Prozent für einen Rücktritt von Merz aus, 29 Prozent wollen, dass er im Amt bleibt. Auch im Westen gibt es eine Mehrheit für einen Rücktritt: 53 Prozent sind dafür, 42 Prozent für einen Verbleib im Kanzleramt. Unter den Anhängern der Union wollen dagegen 78 Prozent Merz im Amt behalten, 21 Prozent sprechen sich für seinen Rücktritt aus.

Auch bei der Bewertung seiner Amtsführung erreicht Merz niedrige Werte. Nur 11 Prozent der Befragten sind laut Forsa mit seiner Arbeit zufrieden, 87 Prozent unzufrieden. Die Zahlen folgen auf drei Landtagswahlen mit deutlichen Verlusten für die CDU. In Mecklenburg-Vorpommern verpasste die Partei mit 4,9 Prozent erstmals den Einzug in den Landtag, in Sachsen-Anhalt fiel sie auf gut 17 Prozent, und in Berlin lag sie hinter der Linken. In der bundesweiten Sonntagsfrage von Forsa erreicht die Union derzeit 20 Prozent.

Eine weitere Forsa-Befragung vom 15. und vom 18. September mit 2001 Teilnehmern untersuchte die Gründe für die Verluste. 81 Prozent nennen als Ursache, dass sich die Union zu wenig um die Alltagssorgen der Bürger kümmere. 66 Prozent machen Merz persönlich verantwortlich, 64 Prozent verweisen auf das gebrochene Wahlversprechen, keine neuen Schulden aufzunehmen. 57 Prozent halten die Regierungspolitik für sozial nicht ausgewogen.

Unter den aktuellen Unionswählern fällt die Gewichtung anders aus: 63 Prozent sehen die Vernachlässigung der Alltagssorgen als Problem, 52 Prozent nennen zu viele Kompromisse mit der SPD. Merz selbst hat angekündigt, die Regierungspolitik fortzusetzen.

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