Die AfD baut ihren Vorsprung vor CDU und CSU auf sieben Prozentpunkte aus. Im neuen ZDF-«Politbarometer» der Forschungsgruppe Wahlen erreicht sie 28 Prozent und legt gegenüber der vorherigen Erhebung einen Punkt zu. Die Union verliert dagegen einen Punkt und kommt nur noch auf 21 Prozent. Befragt wurden vom 22. bis 24. September 1.346 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte telefonisch und online.
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Dahinter folgen die Grünen mit unverändert 14 Prozent. Die SPD gewinnt einen Punkt und erreicht 13 Prozent, die Linke bleibt bei 12 Prozent. Die FDP verliert einen Punkt und kommt auf drei Prozent. Weitere Parteien erreichen zusammen neun Prozent, wobei keine von ihnen einzeln auf mindestens drei Prozent kommt.
Deutlich fällt auch die Bewertung von Bundeskanzler Friedrich Merz aus. 79 Prozent der Befragten meinen, er mache als Kanzler einen eher schlechten Job. Nur 28 Prozent glauben, dass es ihm im Grossen und Ganzen gelingen werde, seinen Reformkurs fortzusetzen. Gleichzeitig halten 85 Prozent grundlegende Reformen für wichtig – auch wenn diese finanzielle Belastungen und Einschnitte mit sich bringen.
65 Prozent der Befragten erwarten zudem, dass Merz nicht bis zur regulären Bundestagswahl im Frühjahr 2029 Kanzler bleiben wird. Dabei handelt es sich um die Einschätzung der Befragten, nicht um eine Prognose über die tatsächliche Dauer seiner Kanzlerschaft.
Im ebenfalls erhobenen Politiker-Ranking liegt Verteidigungsminister Boris Pistorius mit einem Wert von 1,4 auf einer Skala von plus fünf bis minus fünf vorne. Merz erreicht minus 1,9. Den niedrigsten Wert der zehn abgefragten Politiker erzielt AfD-Chefin Alice Weidel mit minus 2,4.