65 Prozent der Befragten wollen, dass die Schweiz am Kauf der amerikanischen F-35-Kampfjets nicht festhält. Nur 28 Prozent sprechen sich für eine Weiterführung aus, 7 Prozent äussern keine Position. Das zeigt eine Umfrage des Instituts Leewas im Auftrag von 20 Minuten und Tamedia unter 10.858 Befragten. Die Erhebung fand vom 24. bis zum 27. September statt; der maximale Stichprobenfehler beträgt beim Gesamtergebnis zwei Prozentpunkte.
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Bemerkenswert ist die Ablehnung auch im bürgerlichen Lager, das den Kauf politisch weiterhin unterstützt. Unter den SVP-Sympathisanten sprechen sich 59 Prozent gegen ein Festhalten am F-35 aus, bei der FDP sind es 51 Prozent. Bei Mitte-Anhängern beträgt die Ablehnung 58 Prozent. Noch deutlicher fällt sie bei SP, Grünen und GLP aus.
Politologe Lucas Leemann, der die Umfrage durchgeführt hat, spricht von einem «Signal der enormen Unzufriedenheit». Die Stimmung habe sich insbesondere nach dem Streit um den angeblichen Fixpreis verschärft. Eine Untersuchung der Geschäftsprüfungs-Kommission des Parlaments kam im September zum Schluss, dass der Kauf entgegen früheren Aussagen nie durch einen solchen Fixpreis abgesichert gewesen sei.
Hinzu kommt das Kostenrisiko: Verteidigungsminister Martin Pfister hatte im Juni 2025 eingeräumt, dass die ursprünglich 36 bestellten Jets bis zu 1,3 Milliarden Franken teurer werden könnten. 1,7 Milliarden Franken hat die Schweiz laut Bericht bereits an die USA bezahlt.
Der Bundesrat hält dennoch am F-35 fest. Er argumentiert, ein Abbruch könnte dazu führen, dass der Schweizer Luftraum über längere Zeit nicht ausreichend geschützt wäre. Pfister brachte zuletzt mit dieser Begründung einen Zusatzkredit von rund 400 Millionen Franken für das Flugzeug durchs Parlament. Damit steht die Regierung bei ihrem teuersten Rüstungsgeschäft einer deutlich skeptischeren Stimmung unter den Befragten gegenüber.