SPD-Chef und Vizekanzler Lars Klingbeil hat in der ARD-Sendung «Arena» die Zuwanderung nach Deutschland verteidigt und deren wirtschaftliche Bedeutung hervorgehoben. Klingbeil sagte: «Wir sehen, dass Migration dieses Land reicher macht an kultureller Vielfalt, aber auch ökonomisch brauchen wir Menschen, die herkommen und arbeiten.»
Wie die ARD berichtete, reagierte Klingbeil damit auf Fragen aus dem Publikum zu Bürgergeld, Fachkräfte-Einwanderung und möglichem Missbrauch von Sozialleistungen. Er sprach sich dafür aus, arbeitsfähige Bürgergeldempfänger besser zu qualifizieren und gleichzeitig Fachkräfte aus dem Ausland anzuwerben. «Wir brauchen beides», sagte der SPD-Vorsitzende.
Nach Merz’ „Wir schaffen das“ jetzt Klingbeil (SPD): „Wir sehen, dass Migration dieses Land reicher macht.“ Die Ratlosigkeit von SPD und CDU äußert sich auch darin, absurde Behauptungen aus der Vergangenheit in der Gegenwart zu wiederholen. Migration macht die Bürger Deutschlands… pic.twitter.com/Q343VQBx10
— Alice Weidel (@Alice_Weidel) June 9, 2026_e('Werbung', 'weltwoche'); ?>
Mit Blick auf die Integrationspolitik erklärte Klingbeil: «Wenn wir nicht lernen, dass wir ein Land sein müssen, das Integration lebt und Menschen hier herzlich willkommen heisst, dann verspielen wir unsere Zukunft.» Zugleich räumte er ein, dass es Missbrauch im Sozialsystem gebe. Wer wiederholt Termine beim Jobcenter versäume, müsse mit Konsequenzen rechnen.
Auch zur Unterstützung der Ukraine äusserte sich der Vizekanzler. Auf Kritik aus dem Publikum entgegnete er, es gebe einen Menschen, der den Krieg sofort beenden könne: «Das ist Wladimir Putin. […] Dem ist es egal, was mit seinen eigenen Leuten passiert.»
Zur wirtschaftlichen Lage sagte Klingbeil, Deutschland brauche mehr Wachstum und mehr Investitionen. Der Koalitionsausschuss werde sich vor der Sommerpause erneut mit dem Thema befassen. In einer Schnellfragerunde sprach er sich zudem für «mehr Arbeit» aus und erklärte, Deutschland müsse als Gesellschaft insgesamt mehr arbeiten. Die Viertagewoche sei «gerade ein bisschen weiter weg». Abschliessend zeigte sich Klingbeil optimistisch: «Ich glaube an das Land und die Menschen im Land.»