Sachsen: Windkraftanlage nach nur zwei Jahren wieder abgebaut. Grund: Das Brummen der Rotoren
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Sachsen: Windkraftanlage nach nur zwei Jahren wieder abgebaut. Grund: Das Brummen der Rotoren

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Eine Windkraftanlage im sächsischen Oberwiera wird nach nur gut zweieinhalb Jahren Betrieb vollständig zurückgebaut. Wie Bürgermeister Holger Quellmalz (CDU) und der ortsansässige Investor dem Portal Epoch Times bestätigten, fiel die Entscheidung nach anhaltenden Beschwerden von Anwohnern über tieffrequente Störgeräusche und nach einer Einigung mit dem Anlagenhersteller Vestas.

JAN WOITAS / KEYSTONE
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Die Ende 2023 in Betrieb genommene Anlage war mit einer Gesamthöhe von 250 Metern und einer Leistung von sechs Megawatt die grösste Windkraftanlage Sachsens. Sie sollte rechnerisch Strom für rund 5000 Haushalte liefern. Die Investitionskosten beliefen sich auf rund zehn Millionen Euro, für die Gemeinde waren jährliche Einnahmen von mindestens 15.000 Euro eingeplant.

Schon kurz nach der Inbetriebnahme beklagten Anwohner in Entfernungen von rund 800 bis 1000 Metern einen tiefen, dauerhaften Brummton. Mehrere Betroffene verglichen das Geräusch mit einem kreisenden Flugzeug oder einer nachlaufenden Flugzeugturbine. Messungen ergaben zunächst keine Überschreitung der gesetzlichen Lärmgrenzwerte. Dennoch wurden verschiedene technische Massnahmen ergriffen. Vestas tauschte das Getriebe aus, zusätzlich wurde die Anlage nachts zeitweise abgeschaltet. Nach Angaben der Beteiligten brachten beide Massnahmen keine dauerhafte Verbesserung.

Inzwischen sind die drei jeweils 81 Meter langen Rotorblätter bereits demontiert. Auch Gondel und Generator werden entfernt. Nach Angaben der Verantwortlichen gilt der Generator als wahrscheinliche Ursache des störenden Brummtons.

Bürgermeister Quellmalz erklärte, ausschlaggebend sei gewesen, dass der Investor aus der Gemeinde stamme und bereit gewesen sei, Verantwortung zu übernehmen. «Das Wichtige und Entscheidende war, dass der Investor hier aus dem Ort, aus der Gemeinde kommt, hier verwurzelt ist und hier auch die Verantwortung übernommen hat und sich am Ende mit dem Anlagenhersteller, der Firma Vestas, auf den Abriss geeinigt hat. Weil sie wohl andere Möglichkeiten nicht mehr gesehen haben.»

Nach Angaben des Bundesverbands Windenergie ist kein weiterer Fall bekannt, in dem eine Windkraftanlage wegen anhaltender Lärmbeschwerden vollständig zurückgebaut wurde. Deutschland verfügt derzeit über mehr als 29.000 Windkraftanlagen an Land.

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