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«Kein Frieden mit der Nation!»: Antifa-Demo vor Einheitsfeier in Bremen eskaliert

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«Kein Frieden mit der Nation!»: Antifa-Demo vor Einheitsfeier in Bremen eskaliert
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Bei einer Antifa-Demonstration im Vorfeld der zentralen Feier zum Tag der Deutschen Einheit in Bremen ist es am Donnerstagabend zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen. Nach Angaben der Bremer Polizei bewarfen mehrere Menschen am Sielwall Einsatzkräfte mit Steinen, Flaschen und Pyrotechnik. Ein Polizist wurde verletzt und musste ärztlich behandelt werden. Mehrere Personen wurden festgenommen, zudem fertigte die Polizei Strafanzeigen an.

Caroline Bock/DPA/Keystone
Polizeieinsatz am Ostertor bei Antifa-Demo in Bremen (Symbolbild)
Caroline Bock/DPA/Keystone

Zu der Antifa-Demonstration unter dem Motto «Kein Frieden mit der Nation!» hatte die «Basisgruppe Antifaschismus Bremen» aufgerufen. Die Polizei zählte rund 700 Teilnehmer, die Veranstalter sprachen von etwa 1.000. Angemeldet waren lediglich 300 Personen. Ein grosses Polizeiaufgebot begleitete den Zug von der Innenstadt in die Neustadt und zurück, zeitweise kreiste ein Hubschrauber über der Versammlung. Bereits während des Aufzugs wurden einzelne Bengalos und Böller gezündet.

Am Abend verschärfte sich die Lage am Sielwall. Die Polizei rückte nach eigenen Angaben mit zusätzlichen Kräften an, sicherte den Bereich und ging gegen eine von ihr als «aggressive Personengruppe» bezeichnete Gruppe vor. Ein Polizeisprecher beschrieb die Situation in der Nacht als «dynamisch». Es sei wiederholt zu Konfrontationen mit Einsatzkräften gekommen.

Die Antifa-Veranstalter erklärten, ihr Protest richte sich gegen Nationalismus, Militarisierung, Antifeminismus und Sozialabbau. «Deutschland feiert dieses Wochenende sich selbst und seinen Nationalismus. Doch wir sagen: Wir feiern nicht mit», sagte eine Sprecherin der Basisgruppe vor der Kundgebung.

Bremen richtet an diesem Freitag die zentrale Feier zum 36. Jahrestag der Deutschen Einheit unter dem Motto «Viele Stärken – ein Land» aus. Bereits im Vorfeld hatte die Polizei wegen Drohungen aus der linksextremen Szene angekündigt, bei Störungen oder Straftaten konsequent einzuschreiten.

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