Derzeit kursieren Ideen über eine Privatisierung des ZDF und eine Zusammenlegung der diversen Anstalten der ARD. Beim Comedian Oliver Pocher stossen diese auf Zustimmung, wie er in einem Podcast sagt.
Zum einen gebe es immer mehr Leute, die kaum noch lineares Fernsehen konsumieren und deshalb wenig Lust auf die Gebühren für den ÖRR haben. Zum anderen habe dieser eine klare politische Schlagseite.
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Diese zeige sich beispielsweise, wenn die AfD in jeder Talkshow betont als «gesichert rechtsextrem» bezeichnet werde. Gleichzeitig aber erhalte die Umweltaktivistin Luisa Neubauer stets unkritisch eine Bühne.
Diese sei zudem liiert mit TV-Moderator Louis Klamroth, was «normalerweise auch nicht funktionieren» würde, so Pocher. Wäre der Präsentator der Sendung «Hart aber fair» mit Alice Weidel zusammen, «der würde nicht ansatzweise dieses Studio betreten».
Wer sich als Künstler gegen rechts stelle, sei bei den TV-Sendern gefragt. Wer zu einem Wandel und zur Wahl der AfD aufrufe, «der tritt nicht einmal mehr auf irgendeinem Festival auf, der ist raus».
ARD, ZDF und die dritten Sender könne man «schon längst einstampfen, brauchst du alles nicht mehr». Die Bürger hätten es «satt, dass sie nur das sagen dürfen, was en vogue ist». Er befürworte unabhängigen Journalismus, so Pocher weiter, aber den sehe er nicht, es gebe «nur eine Richtung». Das wiederum habe zum gegenwärtigen Rechtsruck geführt.
Das angekündigte Ende der Sendung von Jan Böhmermann sieht er auch unter diesen Vorzeichen, dieses sei «überfällig und auch klar». Nach einem guten Start sei es Böhmermann nur noch darum gegangen, Leute fertigzumachen, die anders denken als er, und die «Nazikeule» zu schwingen. Oliver Pochers Fazit: «Ich glaube, Jan Böhmermann wäre ein super Nazi.»