Alles geplant? Marokko soll Grenzpolizisten kurz vor Ceuta-Sturm abgezogen haben
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Alles geplant? Marokko soll Grenzpolizisten kurz vor Ceuta-Sturm abgezogen haben

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Alles geplant? Marokko soll Grenzpolizisten kurz vor Ceuta-Sturm abgezogen haben
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Nach dem Massenansturm auf die spanische Exklave Ceuta verdichten sich in Spanien Hinweise, dass Marokko den Grenzübertritt zumindest zeitweise zugelassen haben könnte. Nach Angaben spanischer Sicherheitskreise sollen sich marokkanische Grenzpolizisten kurz vor Beginn des Ansturms vom Grenzübergang Tarajal zurückgezogen haben, berichtet die Bild-Zeitung. Erst Stunden später hätten die Behörden mit Tränengas und Wasserwerfern versucht, den Zustrom zu stoppen. Eine offizielle Bestätigung aus Rabat gibt es bislang nicht.

Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.
A migrant swims back to Morocco from the Spanish enclave of Ceuta on Friday 31 July 2026
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Seit Donnerstag erreichten nach spanischen Angaben rund 60.000 Migranten die nordafrikanische Exklave. Viele gelangten schwimmend oder über den Grenzzaun nach Ceuta, andere passierten den Grenzübergang nahezu ungehindert. Nach den Berichten kamen dabei 67 Menschen ums Leben. Die örtlichen Behörden waren dem Andrang zunächst nicht gewachsen.

Für zusätzliche Spekulationen sorgen Aussagen mehrerer Migranten. Gegenüber der «New York Times» berichteten sie, marokkanische Sicherheitskräfte hätten sie nicht aufgehalten, sondern ihnen den Weg nach Ceuta gewiesen. Ein Migrant erklärte, Beamte hätten ihn mit den Worten «Komm nach Spanien» zum Grenzübertritt ermutigt. Die spanische Regierung äussert sich öffentlich zurückhaltend und spricht weiterhin von einer «exemplarischen Zusammenarbeit» mit Marokko. Hinter den Kulissen werde jedoch über die Rolle Rabats intensiv diskutiert.

Beobachter verweisen zudem auf den politischen Kontext. Wenige Tage vor dem Massenansturm hatte Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez die Beziehungen zu Algerien verbessert. In Madrid wird ein möglicher Zusammenhang mit dem jahrzehntelangen Streit um die Westsahara nicht ausgeschlossen. Bereits 2021 hatte Marokko nach einer Lockerung der Grenzkontrollen einen ähnlichen Migrationsdruck auf Ceuta ausgelöst.

Als weiterer möglicher Auslöser gilt ein Urteil des Obersten Gerichtshofs Spaniens. Demnach dürfen Migranten, die Ceuta schwimmend erreichen oder aus dem Meer gerettet werden, nicht ohne individuelle Prüfung nach Marokko zurückgeschickt werden. Dieses Urteil verbreitete sich in sozialen Netzwerken als Gerücht, ein Erreichen Ceutas schütze vor einer sofortigen Rückführung. Die Weltwoche berichtete.

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