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«Danke, Andy»: Nigel Farage sieht in Burnhams Brexit-Kurs den «grössten Schub» seiner Karriere

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«Danke, Andy»: Nigel Farage sieht in Burnhams Brexit-Kurs den «grössten Schub» seiner Karriere
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Nigel Farage sieht in der neu eröffneten Brexit-Debatte eine politische Steilvorlage: Die Aussicht von Premierminister Andy Burnham auf eine mögliche Rückkehr Grossbritanniens in die EU könnte ihm den «grössten Schub meiner Karriere» verschafft haben, sagte der Reform-UK-Chef am Donnerstag in Doncaster. Burnham hatte auf dem Labour-Parteitag erstmals die Möglichkeit ins Spiel gebracht, nach der nächsten Parlamentswahl einen EU-Wiedereintritt anzustreben. Das berichtet Politico.

Tolga Akmen/EPA/Keystone
Nigel Farage am Reform-UK-Parteitag in Birmingham
Tolga Akmen/EPA/Keystone

Farage, einer der bekanntesten Brexit-Befürworter, nahm die Herausforderung demonstrativ an. Burnham wolle das Land einen, sagte er, doch ein zweites Referendum werde Grossbritannien «bitterlich spalten, auf eine Weise, wie wir es vielleicht noch nie erlebt haben». Sollte Burnham in Doncaster und den früheren Labour-Hochburgen Nordenglands über die Rückkehr in die EU streiten wollen, sagte Farage: «Nur zu!» Anschliessend fügte er hinzu: «Danke, Andy.»

Der Ort für den Auftritt war bewusst gewählt. Doncaster stimmte 2016 deutlich für den Austritt aus der EU und gehört zur sogenannten «Red Wall»: einstige Labour-Hochburgen in den industriell geprägten Regionen Nord- und Mittelenglands. Gerade dort will Farage Burnhams neuen Europa-Kurs zum Wahlkampfthema machen.

Farage behauptet unter anderem, ein EU-Wiedereintritt würde Grossbritannien jährlich 25 Milliarden Pfund kosten, die Personenfreizügigkeit wiederherstellen und das Land zur Einführung des Euro zwingen. Politico weist darauf hin, dass diese Behauptungen im Fall einer konkreten Wiedereintrittsdebatte von der Regierung bestritten werden dürften.

Gleichzeitig meldet sich Farage nach eigenen Worten wieder dauerhaft im Wahlkampf zurück. In Doncaster startete er seine «100 Days to Save Britain Tour», die Reform UK als Beginn des nächsten Unterhauswahlkampfs bezeichnet. Farage räumte ein, während des Sommers «relativ abwesend» gewesen zu sein. Nun wolle er bis zur Wahl jede Woche durchs Land ziehen – unabhängig davon, ob diese bereits im kommenden Frühjahr oder erst Jahre später stattfindet.

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