Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

«Erpressung»: Europa gibt nach Trumps Diesel-Drohung 100 Millionen Barrel aus Reserven frei

Anhören ( 1 min )
KI-Stimme
«Erpressung»: Europa gibt nach Trumps Diesel-Drohung 100 Millionen Barrel aus Reserven frei
«Erpressung»: Europa gibt nach Trumps Diesel-Drohung 100 Millionen Barrel aus Reserven frei
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Die G7-Staaten wollen 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl aus ihren strategischen Reserven freigeben, nachdem die Trump-Regierung europäischen Ländern laut Politico mit einem möglichen Exportstopp für US-Diesel Druck gemacht hatte. Ein europäischer Diplomat bezeichnete das Vorgehen Washingtons intern als «Erpressung». Frankreichs Präsident Emmanuel Macron stellte die Gespräche dagegen als konstruktiv dar und erklärte, Trump habe zugesichert, auf einen Exportstopp zu verzichten.

Annabelle Gordon/EPA/Keystone
US-Präsident Donald Trump im Weissen Haus
Annabelle Gordon/EPA/Keystone

Die zusätzlichen Mengen sollen innerhalb der kommenden vier Monate auf den Markt kommen. Hintergrund sind Rekordpreise für Diesel infolge des Krieges der USA gegen Iran und des russischen Krieges gegen die Ukraine. Raffinerien im Nahen Osten und in Europa wurden schwer beschädigt. Trump erwägt deshalb seit längerem, amerikanische Dieselausfuhren zu beschränken, um die Preise in den USA zu drücken.

Nach Angaben von zehn Regierungsvertretern und Managern der Ölbranche setzte das Weisse Haus europäische Regierungen direkt unter Druck. Einige EU-Staaten, darunter Deutschland, wehrten sich intern gegen die Forderung. In Brüssel sei das Vorgehen als breiteres Sicherheitsproblem betrachtet worden. Mehrere europäische Vertreter vermuteten laut Politico zudem, Washington wolle vor den anstehenden Zwischenwahlen die wegen hoher Energiepreise unzufriedenen US-Wähler beruhigen.

Die Trump-Regierung weist die Kritik zurück. Europa verfüge über grosse Reserven an raffinierten Ölprodukten und könne deshalb zur Entspannung der Weltmärkte beitragen, erklärte Wirtschaftsberater Kevin Hassett. Das Weisse Haus erwartet zudem weitere Freigaben, falls diese nötig werden.

Unklar bleibt, wie viel zusätzliches Öl tatsächlich auf den Markt kommt. EU-Diplomaten verwiesen darauf, dass Teile der angekündigten 100 Millionen Barrel möglicherweise bereits zu früheren Zusagen gehören.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 06.10.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.