Die US-Regierung bereitet neue Strafzölle gegen zahlreiche Handelspartner vor – darunter die Europäische Union, die Schweiz, Grossbritannien, Kanada und China. Nach Angaben des Büros des US-Handelsbeauftragten könnten zusätzliche Einfuhrabgaben von 10 bis 12,5 Prozent erhoben werden, wenn Staaten aus Sicht Washingtons nicht ausreichend gegen den Import von Waren aus Zwangsarbeit vorgehen, schreibt die Bild-Zeitung. Grundlage soll ein Handelsgesetz aus dem Jahr 1974 sein, das die Regierung von Präsident Donald Trump nun wieder verstärkt nutzen will.
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Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer begründete den Vorstoss mit Wettbewerbsnachteilen für amerikanische Unternehmen. «Es ist inakzeptabel, dass unsere wichtigsten Handelspartner nichts gegen die Einfuhr von Waren unternehmen, die unter Einsatz von Zwangsarbeit hergestellt wurden», erklärte er. Dies führe zu ungleichen Wettbewerbsbedingungen für US-Firmen. «Wir werden diese Ungleichheit nicht länger hinnehmen.»
Von den angedrohten Massnahmen wären laut Berichten rund sechzig Staaten betroffen. Nach Schätzungen umfassen diese Länder zusammen etwa 99 Prozent aller US-Importe. Die geplanten Zölle würden damit einen grossen Teil des internationalen Handels mit den Vereinigten Staaten erfassen.