Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Mehr als verdoppelt: Zahl der deutschen Kriegsdienstverweigerer explodiert

Anhören ( 1 min )
KI-Stimme
Mehr als verdoppelt: Zahl der deutschen Kriegsdienstverweigerer explodiert
Mehr als verdoppelt: Zahl der deutschen Kriegsdienstverweigerer explodiert
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Die Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung in Deutschland ist seit Jahresbeginn stark gestiegen und hat sich allein zwischen Ende Juni und Ende August mehr als verdoppelt. Nach Angaben des zuständigen Bundesamts gingen von Januar bis Ende August 2026 insgesamt 12.102 Anträge ein. Ende Juni waren es noch 5862 gewesen, berichtet die Bild-Zeitung.

FILIP SINGER / KEY
Bundeswehr-Übung zur territorialen Verteidigung (Symbolbild)
FILIP SINGER / KEY

Damit liegt die Zahl bereits nach acht Monaten mehr als dreimal so hoch wie im gesamten Vorjahr. 2025 wurden 3879 Anträge gestellt, 2024 waren es 2249. Der starke Anstieg fällt zeitlich mit dem neuen Wehrdienstgesetz zusammen, das am 1. Januar in Kraft getreten ist. Seither erhalten junge Männer einen verpflichtenden Fragebogen, mit dem ihre Eignung für den Militärdienst erfasst werden soll.

Eine allgemeine Wehrpflicht gilt damit allerdings nicht. Sie ist in Deutschland weiterhin ausgesetzt, besteht aber im Grundgesetz fort. Sollte die Bundeswehr ihre Personalziele nicht erreichen, könnte der Bundestag künftig eine sogenannte Bedarfswehrpflicht aktivieren. Verteidigungsminister Boris Pistorius setzt zunächst darauf, ausreichend freiwillige Soldaten zu gewinnen.

Die steigende Zahl der Verweigerer beschäftigt inzwischen auch die Verwaltung. Das Bundesamt berichtet von einer «hohen Zahl an fehlgeleiteten Anträgen», die nicht anerkannt werden könnten und deshalb zurückgeschickt würden. Im Internet und in sozialen Netzwerken kursierten zudem falsche Angaben über das Verfahren.

Für eine Kriegsdienstverweigerung reicht ein Formular nicht aus. Erforderlich sind ein schriftlicher Antrag, ein tabellarischer Lebenslauf, eine eigenhändig unterschriebene Erklärung sowie eine ausführliche persönliche Begründung der Gewissensentscheidung.

Der starke Anstieg zeigt damit schon vor einer möglichen Reaktivierung der Wehrpflicht eine deutliche Reaktion auf die neue deutsche Personalpolitik für die Bundeswehr.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 07.10.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.