Ein Public Viewing des WM-Spiels der deutschen Fussball-Nationalmannschaft hat auf dem Bundesparteitag der Linken in Potsdam eine parteiinterne Debatte ausgelöst. Dies berichtet Focus online. Ein Delegierter beantragte demnach, die Übertragung des Spiels gegen die Elfenbeinküste kritisch einzuordnen. Der Antrag wurde jedoch nicht behandelt.
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Für Diskussionen sorgte auch ein Hinweis der Parteiorganisation zum Public Viewing. Auf einem Flyer wurden die Teilnehmer aufgefordert: «Keine Fahnen, kein Nationalismus, kein Stress!» Ein Delegierter sagte Focus online, sollte jemand mit einem Deutschland-Trikot auf dem Parteitag erscheinen, wolle man das Gespräch suchen. Ein Mitglied der Linksjugend kommentierte das Spiel mit den Worten: «Deutschland, verrecke!»
Ein weiterer Delegierter erklärte, er würde das Spiel zwar gerne verfolgen und der deutschen Mannschaft zujubeln, wolle dies auf dem Parteitag jedoch vermeiden. «Ehrlich gesagt habe ich Angst, dass ich dann dumme Kommentare bekomme», sagte er. Ein anderer Delegierter widersprach der Kritik und erklärte, das Anschauen eines Fussballspiels habe «doch nichts mit Nationalismus oder Patriotismus zu tun».
Linken-Co-Vorsitzende Ines Schwerdtner erklärte auf einer Pressekonferenz: «Die Fifa ist ein Drecksverein, aber Fussball ist natürlich toll.» Schwerdtner wurde auf dem Parteitag mit 85,7 Prozent als Parteivorsitzende bestätigt. Zum neuen Co-Vorsitzenden wählten die Delegierten Luigi Pantisano mit 53,3 Prozent der Stimmen.