Die Partei Die Linke sieht sich in Deutschland erneut mit schweren Vorwürfen des Antisemitismus konfrontiert. Im Mittelpunkt steht die Bundestagsabgeordnete Cansin Köktürk, die in einem aktuellen Social-Media-Video mit drastischen Beschimpfungen für Empörung sorgt.
In dem Video, aufgenommen als lockerer Spaziergang, attackiert die Politikerin den jüdischen Staat frontal: Sie bezeichnet Israel als «völkermordenden Apartheidstaat» und schlägt Parolen wie «Fuck the genocidal apartheid state of Israel» an.
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Zudem fordert sie die Befreiung der «besetzten Gebiete Palästinas» und kündigt an, dafür notfalls «bis zu unserem letzten Atemzug» zu kämpfen. Neben Israel geraten auch Benjamin Netanjahu, Donald Trump, die Medien und schlicht «jeder, der anderer Meinung ist als wir», ins Fadenkreuz ihrer Schimpftirade, ehe sie sich beiläufig mit guten Wünschen und einem Gruss verabschiedet.
Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art um die Mandatsträgerin. Bereits zur konstituierenden Sitzung des Bundestages fiel Köktürk auf, als sie demonstrativ mit einer Kufiya posierte. Im Juni 2025 wurde sie wegen eines T-Shirts mit der Aufschrift «Palestine» von der Parlamentspräsidentin des Plenums verwiesen.
Zuletzt handelte sie sich nach vulgären Zwischenrufen («Das ist rassistische Scheisse!») während einer Plenardebatte zwei Ordnungsrufe sowie ein empfindliches Ordnungsgeld von 2000 Euro ein.
Die jüngste Eskalation trifft die Partei zur Unzeit: In Berlin, wo die Linke nach der Abgeordnetenhauswahl als stärkste Kraft über eine Regierungsbildung mit Grünen und SPD verhandelt, stehen Vorwürfe des Antisemitismus ohnehin im Zentrum der Koalitionsgespräche. Köktürks Auftritt liefert den Kritikern neue Munition.