Die Nachhaltigkeits-Initiative war für ihn das falsche Rezept, den Gedanken dahinter müsse man aber ernst nehmen und nun einen «ehrlichen Schritt auf die Verlierer zugehen»: Das sagt der ehemalige Banker Konrad Hummler in einem Gespräch mit der NZZ.
Nun stehe aber die «Schlacht der Schlachten» bevor, die Abstimmung über die EU-Verträge. Zu den 45 Prozent Befürwortern einer Bevölkerungsgrenze würden dann «viele weitere Kritiker» dazukommen, «auch Leute wie ich», so Hummler.
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Er selbst sage nein zu den Verträgen, «da wir viele Vorteile unseres Staatswesens und unserer Institutionen aufgeben müssten». Laut Hummler wäre die direkte Demokratie bei einer Zustimmung gefährdet.
Ein Problem ortet der liberale Publizist darin, dass «ein gestörtes Verhältnis» bestehe zwischen dem Volk und dem «Justemilieu». Politische Kreise könnten oder wollten nicht zugeben, dass es Probleme gebe, es finde «ein ständiges Schönreden» statt. Die Sieger bei der Nachhaltigkeits-Initiative sollten «neben ihrer Freude auch etwas mehr Wahrhaftigkeit» zeigen.
Eine Speerspitze feuert Konrad Hummler in Richtung von FDP-Nationalrat Simon Michel. Dieser hatte den Ex-Banker als «neoliberal-libertären Herrn» bezeichnet, der sich immer wieder gegen die Institutionen ausgesprochen habe.
Er habe sich gefragt, «wie jemand, der eine Erziehung und Ausbildung genossen hat, einen solchen Mist schreiben kann», so Hummler. Er sei liberal und nicht libertär und stehe hinter den Institutionen.