Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Chef von ukrainischem Stahlkonzern: «Stand heute hat die Ukraine keine Stahlindustrie mehr»

Anhören ( 1 min )
KI-Stimme
Chef von ukrainischem Stahlkonzern: «Stand heute hat die Ukraine keine Stahlindustrie mehr»
Chef von ukrainischem Stahlkonzern: «Stand heute hat die Ukraine keine Stahlindustrie mehr»
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Russland hat seine Luftangriffe auf die wirtschaftliche Infrastruktur der Ukraine massiv ausgeweitet und damit zentrale Teile der Stahlproduktion, Logistik und Versorgung getroffen. Nach Angaben der ukrainischen Regierung könnten dem Staat dadurch allein rund 1,5 Milliarden Dollar an Steuereinnahmen entgehen.

«Russland will die ukrainische Wirtschaft töten und dadurch unseren Widerstand brechen», sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj vergangene Woche. Seit Ende August trafen Raketen und Drohnen unter anderem Lagerhäuser, Einkaufszentren, Verteilzentren, Bahnanlagen und Tankstellen. Nach Angaben des ukrainischen Unternehmers Ruslan Schostak wurden inzwischen 2,1 Millionen der rund 5 Millionen Quadratmeter moderner Lagerflächen des Landes zerstört, 900.000 Quadratmeter davon in den vergangenen Monaten.

Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved.
Stahlarbeiter im Werk Zaporizhstal in Saporischschja (Symbolbild)
Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved.

Besonders schwer wiegen die Schäden in der Stahlindustrie. Ballistische Raketen setzten drei grosse verbliebene Werke in den Regionen Saporischschja und Dnipropetrowsk ausser Betrieb. Die Anlagen von Metinvest und Arcelor Mittal standen zusammen für rund 90 Prozent der ukrainischen Stahlproduktion und beschäftigen mehr als 15.000 Menschen. Bei den Angriffen kamen siebzehn Arbeiter ums Leben.

«Stand heute hat die Ukraine keine Stahlindustrie mehr», sagte Oleksandr Wodowiz aus der Führung von Metinvest der Financial Times. Wie lange die Reparaturen dauern werden, sei offen. Das Unternehmen spricht von Tagen, Wochen, Monaten oder sogar Jahren. Arcelor Mittal bestätigte nach einem Raketenangriff im September, dass die primäre Stahlproduktion in Krywyj Rih eingestellt wurde.

Auch der Export gerät weiter unter Druck. Die Blockade und Angriffe auf Transportwege erschweren insbesondere den Absatz ukrainischer Agrarprodukte. Zugleich führt die Ukraine selbst weitreichende Angriffe gegen russische Raffinerien und andere wirtschaftlich wichtige Ziele. Kiew erklärt diese mit dem Versuch, Russlands Kriegseinnahmen zu verringern.

Für die Ukraine verschärft sich damit neben dem militärischen zunehmend auch der wirtschaftliche Abnutzungskrieg. Ministerpräsident Serhij Korezkyj beziffert die möglicherweise ausfallenden Steuereinnahmen derzeit auf mindestens 70 Milliarden Hrywnja, rund 1,5 Milliarden Dollar.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 06.10.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.