Das Diabolische an den vielen Touristen in der Sixtinischen Kapelle ist, dass man selber einer ist. Schon sind wir beim Kernproblem: Der Tourist möchte der Einzige sein. Er möchte an unberührten Orten in typischen Restaurants essen und als erster Ausländer einen bisher nur Einheimischen bekannten Sandstrand betreten. Er möchte als erster Nichtjapaner den Kilimandscharo sehen, falls es nicht der Fudschijama ist. Aber wer kann mit einer Jungfrau schlafen, ohne ihren Status zu verändern? Der Tourist weiss, er trägt den Virus des Massenhaften unweigerlich in sich. Selbst wenn er die Pyramiden als Erster sehen würde, stünden zwei Tage später zwanzig Reisebusse dort, aus denen 300 deu ...