Heimat als Schreckensort
Josef Winkler: Das Glück ist ein Engel mit ernstem Gesicht. Suhrkamp. 431 S., Fr. 38.90
Der österreichische Schriftsteller Josef Winkler ist nicht der Einzige, der ein Leben lang an seinem Ich-Buch weiterschreibt. Schon Proust kreiste in leiser Verbissenheit um das Erzählen des eigenen Lebens unter fremder Maske. Robert Walser machte das Weiterschreiben des «Ich-Buches» sogar zum schalkhaft-spielerischen Mittelpunkt seines Schreibens. Seit seinem Debüt «Menschenkind» (1979), das er mit den Romanen «Der Ackermann aus Kärnten» (1980) und «Muttersprache» (1982) zur Trilogie «Das wilde Kärnten» ausbaute, bearbeitet Winkler wie besessen die eigene Herkunft, völlig unverstellt. ...

