Trotz Sanktionen: Griechische Reedereien verdienen fast vier Milliarden US-Dollar mit russischem Öl
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Trotz Sanktionen: Griechische Reedereien verdienen fast vier Milliarden US-Dollar mit russischem Öl

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Trotz Sanktionen: Griechische Reedereien verdienen fast vier Milliarden US-Dollar mit russischem Öl
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Griechische Reedereien haben seit Einführung der westlichen Preisobergrenze für russisches Öl mindestens 3,8 Milliarden Dollar mit dem Transport russischer Rohöllieferungen verdient. Das geht aus einer Analyse der Financial Times hervor, die Frachtdaten, Schiffsregister und Marktpreise ausgewertet hat. Demnach erfolgten die Transporte im Rahmen der geltenden Sanktionen, sofern der Verkaufspreis des Öls unter der von den G-7-Staaten festgelegten Preisobergrenze lag.

Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved
Öltanker vor dem Hafen von Karystos auf der Insel Evia (Symbolbild)
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Den grössten Anteil erzielte laut der Auswertung Dynacom Tankers des griechischen Reeders George Prokopiou mit Einnahmen von mindestens 915 Millionen Dollar seit Juli 2023. Es folgen Olympic Shipping and Management der Onassis-Gruppe mit mindestens 404 Millionen Dollar sowie Stealth Maritime und Polembros Shipping mit jeweils mehr als 200 Millionen Dollar. Unter den zwanzig Unternehmen mit den höchsten Einnahmen aus dem Russland-Geschäft befinden sich acht griechische Reedereien. Die übrigen gehören überwiegend russischen Staatsunternehmen oder deren Tochtergesellschaften.

Die Beteiligung griechischer Schifffahrtsunternehmen am russischen Ölhandel sorgt seit Jahren für Spannungen zwischen Athen und Kiew. Mehrere Reedereien wurden 2023 von ukrainischer Seite als «internationale Kriegssponsoren» eingestuft, später nach Intervention der griechischen Regierung jedoch wieder von der Liste gestrichen.

Nach Angaben von Marktanalysten werden für den Transport russischen Rohöls Frachtraten bezahlt, die rund 30 bis 40 Prozent über jenen für Öl aus Staaten ohne westliche Sanktionen liegen. Im Mai transportierten griechische Tanker rund 15 Prozent der russischen Rohölexporte. Die höheren Erträge gelten als Ausgleich für die grösseren politischen und versicherungstechnischen Risiken.

Gleichzeitig wächst in den USA und der Europäischen Union der Druck, die Sanktionen gegen Russlands Energiesektor weiter zu verschärfen. Mehrere Regierungen prüfen zusätzliche Einschränkungen, welche den legalen Transport russischen Öls durch westliche Reedereien weitgehend beenden könnten. Bereits Ende 2023 zogen sich einzelne griechische Unternehmen nach neuen US-Sanktionen teilweise aus dem Russland-Geschäft zurück.

Dynacom erklärte, sämtliche Transporte hätten im Einklang mit den geltenden Sanktionsvorschriften gestanden. Das Unternehmen argumentiert zudem, der Preisdeckel habe sowohl Russlands Einnahmen begrenzt als auch einen stärkeren Anstieg der weltweiten Energiepreise verhindert.

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