«Solche Pfeifen braucht keiner»: Schauspielerinnen Beil, Ruland und Thomalla rechnen mit Deutschlands traditionellen Parteien ab
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«Solche Pfeifen braucht keiner»: Schauspielerinnen Beil, Ruland und Thomalla rechnen mit Deutschlands traditionellen Parteien ab

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«Solche Pfeifen braucht keiner»: Schauspielerinnen Beil, Ruland und Thomalla rechnen mit Deutschlands traditionellen Parteien ab
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Mehrere bekannte Schauspielerinnen haben bei einer Veranstaltung in Berlin ungewöhnlich deutliche Kritik an deutschen Politikern und den etablierten Parteien geübt. Caroline Beil, Tina Ruland und Simone Thomalla äusserten sich am Rande einer Emmy-Party unter anderem zum Rückzug des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner als CDU-Spitzenkandidat für die Berliner Abgeordnetenhauswahl. Darüber berichtet die Welt.

Fabian Sommer/DPA/Keystone
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner kündigt seinen Rückzug an
Fabian Sommer/DPA/Keystone

Caroline Beil begrüsste Wegners Rückzug ausdrücklich. «Richtig so. Ein Mensch, der lügt und Tennis spielt, während 45.000 Haushalte ohne Strom sind, sollte auch schleunigst zurücktreten», sagte sie dem Youtube-Kanal «Tik online». Es sei ein Wunder, dass dies so lange gedauert habe. «Solche Pfeifen braucht keiner.» Grundsätzlich wünsche sie sich Politiker, «die Politik für die Leute machen und nicht, um sich in die nächste Legislaturperiode zu retten». Viele Menschen hätten den Eindruck, dass sich die Politik nicht mehr um ihre Sorgen kümmere.

Noch grundsätzlicher äusserte sich Tina Ruland. Die politische Lage sei «äusserst beängstigend», sagte sie. Verantwortlich für den Erfolg der AfD seien «nicht die Bürger» und «auch nicht die AfD», sondern «einzig und allein die Altparteien, die schlechte Politik machen». Wenn Wähler von den etablierten Parteien nicht mehr gehört würden, sei es normal, dass sie sich anderen Parteien zuwendeten. Zudem kritisierte Ruland mangelnde politische Verantwortung und forderte, Politiker müssten für Fehlverhalten stärker zur Rechenschaft gezogen werden.

Auch Simone Thomalla beklagte eine zunehmend aufgeheizte Debattenkultur. Deutschland sei von einer Streit- zu einer «Wutgesellschaft» geworden. Als Kind der DDR vermisse sie die Möglichkeit, offen ihre Meinung zu äussern. Mit Blick auf die Diskussion über ein AfD-Verbot sagte sie: «Verbieten, verbieten, verbieten. Nein, sich um die Probleme kümmern der Menschen, die sie dahin bringen, die AfD zu wählen. Das ist die Alternative und nicht immer nur verbieten!»

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