Das US-Militär hat nach Angaben mehrerer mit den Beständen vertrauter Personen im Krieg gegen den Iran nahezu seinen gesamten Vorrat an bodengestützten Langstrecken-Präzisionsraketen aufgebraucht. Dies berichtet Reuters unter Berufung auf drei vertraute Quellen.
Demnach wurden «praktisch alle» ATACMS- und PrSM-Raketen eingesetzt. Zudem habe das US-Militär seit Beginn des Krieges knapp die Hälfte seines weltweiten Bestands an Tomahawk-Marschflugkörpern verbraucht. Die Quellen äusserten die Sorge, die gesunkenen Vorräte könnten die Einsatzbereitschaft der USA für mögliche weitere Konflikte beeinträchtigen.
Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
Das Weisse Haus wies entsprechende Behauptungen zurück. Präsident Donald Trump erklärte, die Vereinigten Staaten verfügten über «weit mehr Munition als irgendjemand sonst auf der Welt» und mehr als benötigt werde. Die amerikanische Rüstungsindustrie produziere derzeit mehr Munition als je zuvor und baue ihre Kapazitäten weiter aus. Auch das Pentagon erklärte, das US-Militär verfüge weiterhin über alle notwendigen Fähigkeiten, um die vom Präsidenten angeordneten Einsätze auszuführen.
Wie Reuters berichtet, werden die Bestände an Präzisionswaffen und Abfangraketen innerhalb der US-Regierung seit Tagen intensiv diskutiert. Es bestehe die Sorge, dass ein weiterer längerer Militäreinsatz die Fähigkeit der Vereinigten Staaten einschränken könnte, auf Krisen in anderen Regionen zu reagieren.