Nato- und EU-Vertreter vermuteten Russland hinter Sabotage an Ostsee-Kabeln. Ermittler haben dafür «keine Beweise» gefunden
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Nato- und EU-Vertreter vermuteten Russland hinter Sabotage an Ostsee-Kabeln. Ermittler haben dafür «keine Beweise» gefunden

Westliche Ermittler haben keine stichhaltigen Beweise gefunden, die Russland mit den Schäden an Unterwasserleitungen in der Ostsee in Verbindung bringen. Das berichtet das Wall Street Journal (WSJ) unter Berufung auf involvierte Regierungsstellen.

In den vergangenen anderthalb Jahren kam es zu mehreren Vorfällen, bei denen Strom- und Datenkabel im Ostseeraum beschädigt wurden – darunter die Estlink-2-Verbindung im Dezember 2024 und eine Gaspipeline im Finnischen Meerbusen im Oktober 2023.

Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved
A seagull flies over the Baltic Sea in Scharbeutz, northern Germany, Friday, Jan
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Aufgrund der Nähe von russischen Schiffen vermuteten Nato- und EU-Vertreter damals Sabotageakte im Rahmen hybrider Kriegsführung. Trotz anfänglicher Vorverurteilungen durch westliche Politiker ergab die Untersuchung laut WSJ bislang keinerlei Belege dafür, dass Moskau die Vorfälle angeordnet oder orchestriert hat.

Kremlsprecher Dmitri Peskow wies die Vorwürfe erneut als «absurd» zurück. Russland sieht in den Anschuldigungen den Versuch, eine feindselige Erzählung gegen Moskau zu festigen.

Auch innerhalb der Nato wächst die Skepsis: Ein belgischer Marinekommandant, der Teil der neuen Überwachungsmission «Baltic Sentry» ist, sagte dem WSJ, es sei schwer zu beurteilen, ob die Präsenz seiner Einheiten zur Sicherheit beitrage. Die Patrouillen agierten «wie Überwachungskameras».

Die komplexe Lage wird durch das Fehlen eines zentralen Registers für Unterwasserinfrastruktur erschwert – Daten liegen meist nur bei Staaten oder privaten Betreibern vor. Erst 2024 konnte die Nato eine erste einheitliche Karte des Ostseebodens präsentieren.

Bereits im Januar hatte die Washington Post berichtet, US- und europäische Geheimdienste gingen eher von Unfällen durch schlecht gewartete Schiffe aus. Demnach könnten die Schäden durch Anker oder technische Pannen verursacht worden sein.

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