In einem ausführlichen Gespräch mit dem US-Magazin Time im Weissen Haus hat sich Donald Trump gewohnt angriffslustig gezeigt. Im Zentrum standen der anhaltende Militäreinsatz gegen den Iran, der globale Wettlauf um künstliche Intelligenz und sein Dauerkonflikt mit den etablierten Medien.
Besonders beim Thema KI warnte Trump vor staatlichen Fesseln: «Wenn man nach Regulierung strebt, können sie einen aus dem Geschäft drängen.» Die USA lägen weltweit weit vorn, und er wolle «weiter gewinnen».
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Nach einem Abendessen mit Anthropic-Chef Dario Amodei betonte er, dessen Haltung zur KI-Sicherheit sei vernünftiger als medial dargestellt. Es gehe nun darum, das Potenzial der Technologie zu nutzen, ohne die Vorherrschaft zu gefährden.
Ebenso kompromisslos gab sich Trump in der Auseinandersetzung mit der Presse. Auf die Kritik, Journalisten den Zugang zum Weissen Haus zu verwehren, entgegnete er: «Ich glaube an eine freie Presse. Ich glaube an eine ehrliche Presse, aber ich glaube nicht an Fake News.»
Sender wie CNN oder MSNBC würden selbst bei Erfolgen ausschliesslich negativ berichten. Eine gerichtliche Anordnung zur Wiederzulassung ignoriere er keineswegs; sein Sprecherteam stelle lediglich klar, dass der Zutritt zum Gelände nicht automatisch ein Recht auf Pool-Plätze im Oval Office bedeute.
Zum seit Monaten andauernden Konflikt mit Teheran verteidigte Trump die Ausweitung des Einsatzes. Zwar seien die Atomanlagen rasch zerstört worden, doch habe er den Druck bewusst aufrechterhalten. «Ihre Marine ist weg, ihre Luftwaffe ist weg, alles ist weg», erklärte er.
Auf den Vorhalt, wie dies zu seiner Selbstbezeichnung als Friedenspräsident passe, erwiderte Trump, erst die Zerschlagung dieser Bedrohung schaffe echten Weltfrieden: «Mit dem Iran kann man niemals Frieden haben.»