Deutschland im «Lernprozess»: Wadephul wirbt in Brasilien um Fachkräfte – und sagt, die Deutschen müssten sich beim Thema Migration noch finden
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Deutschland im «Lernprozess»: Wadephul wirbt in Brasilien um Fachkräfte – und sagt, die Deutschen müssten sich beim Thema Migration noch finden

Anhören ( 1 min )
KI-Stimme
Deutschland im «Lernprozess»: Wadephul wirbt in Brasilien um Fachkräfte – und sagt, die Deutschen müssten sich beim Thema Migration noch finden
Deutschland im «Lernprozess»: Wadephul wirbt in Brasilien um Fachkräfte – und sagt, die Deutschen müssten sich beim Thema Migration noch finden
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Aussenminister Johann Wadephul hat bei einem Besuch in Brasilien um junge Fachkräfte für Deutschland geworben. Vor seinem Publikum zeichnete der CDU-Politiker dabei jedoch ein düsteres Bild der Lage in Deutschland und sprach über Fremdenfeindlichkeit, Probleme bei der Migration und eine übermässig negative Stimmung im Land. «Es wird ein bisschen zu viel über die Probleme als über das Gelingen gesprochen», sagte der CDU-Politiker im Goethe-Institut in São Paulo laut Welt.

Elisa Schu/DPA/Keytone
Aussenminister Johann Wadephul (CDU) bei einer Pressekonferenz in Berlin
Elisa Schu/DPA/Keytone

Der Auftritt stand im Zeichen des deutschen Fachkräftemangels. Wadephul traf unter anderem junge Brasilianer, die Deutsch lernen und über eine Ausbildung oder ein Studium in Deutschland nachdenken. Ein 18-Jähriger berichtete von seinem Plan, Krankenpfleger in Cottbus zu werden. Der Leiter der Spracharbeit Südamerika am Goethe-Institut hatte zuvor gesagt, unter den Schülern gebe es Sorgen wegen Ausländerfeindlichkeit in Deutschland.

Wadephul versuchte, diese Bedenken zu dämpfen, sprach aber zugleich offen über die Schattenseiten. Mit Blick auf Migration sagte er, es gebe Widerstände und auch problematische Kriminalität in diesem Bereich. Zugleich kritisierte er «auch viele Überreaktionen von Deutschen, die auch problematisch sind und die unnötig sind». Deutschland befinde sich in einem Lernprozess darüber, wer dazugehöre und wer Deutscher werden könne.

Der Minister betonte zugleich, es gelinge bei der Integration sehr viel. Wer bereit sei, sich einzufügen, Regeln zu akzeptieren, die Sprache zu lernen und zur Gesellschaft beizutragen, solle dazugehören. Deutschland brauche dringend Fachkräfte – und müsse diese auch willkommen heissen. In Brasilien besuchen mehr als 10.000 Schüler deutsche Auslandsschulen; viele Absolventen gehen später zum Studium nach Deutschland.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 04.08.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.