Deutschland hat unter den untersuchten OECD-Staaten den höchsten Anteil einheimischer Hochschulabsolventen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Das zeigt die am Dienstag veröffentlichte OECD-Studie «Bildung auf einen Blick 2026», über die die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet. Demnach schliessen 34 Prozent der inländischen Absolventen ein Mint-Studium ab, während der OECD-Durchschnitt bei 23 Prozent liegt.
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Noch höher ist der Anteil bei ausländischen Studenten in Deutschland: 51 Prozent von ihnen machen einen Mint-Abschluss. Nur in den Vereinigten Staaten liegt der Wert höher. Deutschland zieht zugleich immer mehr Studenten aus dem Ausland an. Ihr Anteil stieg zwischen 2015 und 2024 von 7 auf 13 Prozent. Die grösste Gruppe kommt aus Indien, gefolgt von China, der Türkei und Österreich.
Das Gesamtbild fällt allerdings gemischt aus. Unter den 25- bis 34-Jährigen verfügen in Deutschland 41 Prozent über einen Hochschulabschluss oder einen anderen tertiären Abschluss, etwa eine Meisterqualifikation. Im OECD-Durchschnitt sind es 49 Prozent. Seit 2015 hat Deutschland allerdings um elf Prozentpunkte aufgeholt.
Schwieriger bleibt der Übergang ins Berufsleben. 11 Prozent der 18- bis 24-Jährigen waren 2025 weder beschäftigt noch in Ausbildung. Zehn Jahre zuvor waren es 9 Prozent. Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) erklärte: «Hier müssen wir besser verstehen, wie wir diese jungen Leute erreichen können.»
Gut schneidet Deutschland bei der frühkindlichen Bildung ab. 96 Prozent der 3- bis 5-Jährigen besuchten 2024 eine Kita, gegenüber 90 Prozent im OECD-Mittel. Gleichzeitig zeigt die Untersuchung Probleme an den Schulen: Im Schuljahr 2023/24 erfüllten 18,6 Prozent der Lehrer im Primar- und Sekundarbereich noch nicht sämtliche Qualifikationsanforderungen.
Prien fordert deshalb, Bildung müsse über die gesamte Bildungsbiografie hinweg «Toppriorität» werden.