Der Körper ist keine Verhandlungssache
Suzann Kirschner-Brouns: Frauen und Schlaf. Dumont. 224 S., Fr. 31.90
Suzann Kirschner-Brouns hat ein Buch geschrieben, das auf den ersten Blick niemanden interessieren dürfte. «Frauen und Schlaf» ist kein feministisches Manifest, kein kulturkämpferischer Aufschrei, sondern ein nüchterner, medizinisch fundierter Blick auf eine banale Tatsache: Frauen schlafen anders als Männer. Schlechter. Länger. Ständig unterbrochen. Und dies nicht weil sie im Patriarchat leben, sondern weil das ihre Hormone so diktieren. Die Autorin, Ärztin und Medizinjournalistin legt Zahlen vor, die zeigen: Die Biologie ist kein Nebenschauplatz, sondern die Hauptsache. Der weibliche Körper ist keine These – und er verschwindet nicht, nur weil es politisch opportun ...

