Weiteres SMS-Gate von Ursula von der Leyen: EU-Ombudsfrau ermittelt gegen Kommissions-Präsidentin
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Weiteres SMS-Gate von Ursula von der Leyen: EU-Ombudsfrau ermittelt gegen Kommissions-Präsidentin

Anhören ( 1 min )
KI-Stimme
Weiteres SMS-Gate von Ursula von der Leyen: EU-Ombudsfrau ermittelt gegen Kommissions-Präsidentin
Weiteres SMS-Gate von Ursula von der Leyen: EU-Ombudsfrau ermittelt gegen Kommissions-Präsidentin
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

EU-Ombudsfrau Teresa Anjinho hat eine neue Untersuchung gegen die Europäische Kommission wegen des Umgangs mit Textnachrichten von Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen eröffnet. Das geht aus einem Schreiben der Ombudsstelle hervor, das dem Rechercheportal Follow the Money vorliegt. Anlass ist die Weigerung der Kommission, SMS und Kurznachrichten aus einer geheimen Chatgruppe europäischer Regierungschefs offenzulegen.

OLIVIER MATTHYS / KEYSTONE
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Brüssel
OLIVIER MATTHYS / KEYSTONE

Im Zentrum steht eine informelle Gesprächsrunde, die laut früheren Medienberichten unter dem Namen «Washington Group» geführt wird. Zu den Teilnehmern sollen unter anderem der britische Premierminister Keir Starmer, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sowie Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni gehören. In dem Kanal sollen europäische Spitzenpolitiker über den Umgang mit der Politik von US-Präsident Donald Trump beraten haben.

Das Portal Follow the Money hatte Zugang zu den Nachrichten beantragt. Die Kommission lehnte dies ab. Zur Begründung erklärte sie, eine Veröffentlichung könnte die internationalen Beziehungen der Europäischen Union und ihrer Mitgliedstaaten zu Drittstaaten beeinträchtigen. Daraufhin reichte das Medium Beschwerde bei der Ombudsstelle ein. Nun prüft Anjinho, ob die Kommission bei der Anwendung der EU-Regeln zum Zugang zu amtlichen Dokumenten Fehler gemacht hat. In ihrem Schreiben hält sie fest: «Ich habe beschlossen, eine Untersuchung zur Bearbeitung des Antrags des Beschwerdeführers durch die Kommission gemäss den EU-Rechtsvorschriften über den Zugang der Öffentlichkeit zu Dokumenten einzuleiten.»

Für von der Leyen ist es nicht die erste Kontroverse um digitale Kommunikation. Erst vor wenigen Wochen kritisierte die Ombudsfrau die Kommission wegen der Löschung einer Nachricht Macrons an die Kommissions-Präsidentin im Zusammenhang mit dem Mercosur-Abkommen. Zudem verlor die EU-Kommission im vergangenen Jahr einen vielbeachteten Rechtsstreit um die Herausgabe von Textnachrichten zwischen von der Leyen und Pfizer-Chef Albert Bourla während der Corona-Pandemie.

Die Ombudsstelle hat die Kommission nun zu einem Gespräch bis Mitte Juli eingeladen.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 04.08.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.