EU-Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen kann mit ihrem Prestigeprojekt «Neues Europäisches Bauhaus» auch sechs Jahre nach dem Start kaum konkrete Ergebnisse vorweisen. Das berichtet das europäische Nachrichtenportal Euractiv unter Berufung auf eine Bilanz des Programms. Trotz eines Finanzrahmens von rund 1,4 Milliarden Euro sei bislang lediglich ein teilweise fertiggestelltes Gebäude als sichtbares Resultat des Vorhabens entstanden.
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Von der Leyen hatte das Projekt 2020 vorgestellt. Ziel war es, die Ideen der historischen Bauhaus-Bewegung in das Zeitalter von Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu übertragen. Architektur, Design und ökologische Transformation sollten unter dem Label «New European Bauhaus» zusammengeführt werden und eine neue europäische Gestaltungskultur prägen. Dafür stellte die Europäische Kommission erhebliche finanzielle Mittel bereit.
Sechs Jahre später fällt die Bilanz ernüchternd aus. Nach Angaben von Euractiv kämpft die Kommission weiterhin damit, das Projekt über symbolische Initiativen hinaus in konkrete Bau- und Infrastrukturvorhaben umzusetzen. Das Programm sollte ursprünglich zu einem sichtbaren Aushängeschild des europäischen Green Deal werden und den Anspruch unterstreichen, Klimapolitik mit Innovation und kultureller Identität zu verbinden.
Die Kritik trifft eines der persönlichsten Projekte der Kommissions-Präsidentin. Das Neue Europäische Bauhaus galt als Versuch, der oft technokratisch wahrgenommenen Klimapolitik der EU eine kulturelle und emotionale Dimension zu verleihen. Die bislang bescheidenen Resultate nähren jedoch Zweifel, ob das Vorhaben den hohen Erwartungen gerecht werden kann.