Russland und Belarus erklären ihre Bereitschaft zum Einsatz von Atomwaffen zur Sicherung des gemeinsamen Unionsstaates. Dies sagte der russische Vizeaussenminister Michail Galusin der regierungsnahen Zeitung Iswestija.
Galusin erklärte, beide Länder seien «jederzeit bereit, alle verfügbaren Mittel, einschliesslich Atomwaffen, einzusetzen», um ihre Sicherheit zu gewährleisten. Russland und Belarus befänden sich in ständiger Bereitschaft, die Sicherheit des aus beiden Staaten bestehenden Unionsstaates zu schützen. Der Vizeaussenminister verwies zudem auf die militärische Präsenz Russlands in Belarus. Beide Staaten führten regelmässig gemeinsame Übungen und Bereitschaftsprüfungen durch. Die Zusammenarbeit diene dazu, «jeden potenziellen Aggressor» abzuschrecken, der die Sicherheit Russlands oder von Belarus bedrohe.
Keystone
Russische Vertreter haben wiederholt auf das Atomwaffenarsenal des Landes verwiesen. Nach den Angaben im Bericht haben Präsident Wladimir Putin und andere Regierungsvertreter mehrfach angedeutet, Russland könne Nuklearwaffen einsetzen, falls sich das Land existenziell bedroht sehe.
Belarus nimmt dabei eine wichtige Rolle ein. In dem Land sind russische taktische Atomwaffen stationiert. Moskau und Minsk haben wiederholt gemeinsame Übungen zum Einsatz solcher Waffen durchgeführt. Erst im Mai fand laut dem Bericht ein gemeinsames Militärmanöver mit Zehntausenden Soldaten statt. Die im Jahr 2025 aktualisierte Militärdoktrin von Belarus bezeichnet die Stationierung russischer Nuklearwaffen als «wichtiges Element präventiver Abschreckung».