Patrick Fischer, Joung Gustav, Jacques Baud: Drei Dissidenten aus der Schweiz, die einen unverhältnismässig hohen Preis bezahlen müssen
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Patrick Fischer, Joung Gustav, Jacques Baud: Drei Dissidenten aus der Schweiz, die einen unverhältnismässig hohen Preis bezahlen müssen

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Patrick Fischer, Joung Gustav, Jacques Baud: Drei Dissidenten aus der Schweiz, die einen unverhältnismässig hohen Preis bezahlen müssen
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Drei Männer, drei Nonkonformisten, drei politische Opfer, die ihre «Taten» mit einem hohen, vor allem gesellschaftlichen Preis bezahlen müssen. Patrick Fischer, Joung Gustav, Jacques Baud – drei Dissidenten aus der Schweiz, der angeblich besten Demokratie der Welt.

Patrick Fischer, der erfolgreiche Trainer der Schweizer Hockey-Nationalmannschaft, wollte die unsinnigen Corona-Massnahmen umgehen. Der Influencer Joung Gustav stellte die Migrations- und Asylpolitik von Bund und Kantonen in Frage. Jacques Baud, ehemaliger Oberst der Schweizer Armee und Mitarbeiter des Strategischen Nachrichtendienstes, interpretiert den Ukraine-Krieg anders als die EU-Kommission.

Montage der Weltwoche
Patrick Fischer, Joung Gustav, Jacques Baud: Drei Dissidenten aus der Schweiz, die einen unverhältnismässig hohen Preis bezahlen müssen
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Migration, Covid, Ukraine-Krieg – drei grosse Krisen der letzten zehn Jahre, bei deren Deutung man nicht vom Hauptnarrativ, von der Einheitsmeinung abweichen darf. Sonst wird man gnadenlos angeschwärzt, denunziert. Fischer wurde von SRF verraten, vom Hockeyverband geschasst, von Swiss Olympic und von den Medien fallen gelassen.

Joung Gustav durfte seine Getränkemarke nicht mehr bei den Detailriesen Migros und Coop verkaufen, Politik und Medien setzten sich kaum für den Jungunternehmer ein, geschweige denn die Wirtschaft. Baud wurde von der EU in seiner Wahlheimat Brüssel festgesetzt. Die Hilfe des zuständigen Aussendepartements (EDA) wirkte schwerfällig.

Wer sich entsprechend verhält oder äussert, muss mit den Konsequenzen leben, werden nun manche sagen. Doch die Konsequenzen sind willkürlich. Nur Fischer wurde strafrechtlich belangt, er hat seine Strafe bezahlt, das rechtsstaatliche Verfahren ist längst abgeschlossen. Bei Joung Gustav und Baud gab es gar keine Verfahren, keine Anhörungen.

Besonders fragwürdig ist die Rolle der Medien. Statt sich auf die Seite der Aussenseiter zu stellen, stellen sie sich hinter die Mächtigen, hinter die Mehrheiten. Im Fall Fischer zeigen die von KI am ehesten «bedrohten» Sportjournalisten, wie auswechselbar sie in den letzten Jahren geworden sind. Figuren wie Fischer machen den Sport erst spannend, ihnen verdanken sie ihre Daseinsberechtigung. Doch beim kleinsten Fehltritt prügeln die Sportjournalisten drauf ein. Rufmord in 48 Stunden.

Ob im Sport, in der Politik, aber auch in der Kultur und in der Wirtschaft: Dissidenten haben keinen Platz mehr in dieser einheitlichen Öffentlichkeit. Patrick Fischer, Joung Gustav, Jacques Baud – der Umgang mit den drei Männern ist vor allem ein klares Signal an alle anderen. Denkt erst gar nicht daran, gegen die vorherrschende Ordnung zu opponieren. Der Preis, den ihr dafür bezahlt, ist unverhältnismässig hoch.

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