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«Zerrbild für die Zuschauenden»: Deutsche Bahn kritisiert ZDF-Reportage von Dunja Hayali

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«Zerrbild für die Zuschauenden»: Deutsche Bahn kritisiert ZDF-Reportage von Dunja Hayali
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Die Deutsche Bahn erhebt schwere Vorwürfe gegen eine ZDF-Reportage von Moderatorin Dunja Hayali über die Probleme des Staatskonzerns. Das Unternehmen bezeichnet den Film als «unseriös» und wirft den Autoren vor, entscheidende Fakten ausgelassen sowie irreführende Vergleiche gezogen zu haben. Das ZDF weist die Kritik zurück, hat nach der Ausstrahlung aber zwei Angaben in der Dokumentation korrigiert. Darüber berichtet die «Welt».

«Zerrbild für die Zuschauenden»: Deutsche Bahn kritisiert ZDF-Reportage von Dunja Hayali

In der Reportage «Unsere Bahn: geliebt, verflucht – und gefährlich?» geht Hayali den Ursachen für Verspätungen, defekte Toiletten und Serviceprobleme nach. Die Deutsche Bahn kritisiert jedoch, der Film beruhe «in weiten Teilen rein auf Behauptungen und Meinungen». Die Leistungen der Mitarbeitenden würden «in keiner Weise gewürdigt», stattdessen entstehe «ein Zerrbild für die Zuschauenden».

Besonders scharf greift die Bahn den Vergleich mit Belgien an. In der Reportage wird darauf verwiesen, dass dort 92 Prozent der Züge pünktlich seien, während die Deutsche Bahn lediglich auf rund 60 Prozent komme. Nach Ansicht des Konzerns werden dabei jedoch unterschiedliche Massstäbe verglichen. Die belgische Zahl umfasse den gesamten Personenverkehr auf einem deutlich kleineren Schienennetz, während sich der deutsche Wert nur auf den Fernverkehr beziehe. Beim gesamten Personenverkehr habe die Deutsche Bahn 2025 nach eigenen Angaben eine Pünktlichkeit von 88 Prozent erreicht. Ausserdem bemängelt der Konzern, dass Fortschritte bei der Sanierung des Schienennetzes und beim Ausbau digitaler Stellwerke unerwähnt blieben.

Das ZDF hält dennoch an der grundsätzlichen Darstellung fest. Die Dokumentation sei «journalistisch sorgfältig recherchiert» und bilde unterschiedliche Perspektiven ab, erklärte der Sender. Gleichzeitig räumte er zwei Fehler ein. So wurde die Zahl der digitalen Stellwerke in Deutschland nachträglich von null auf drei korrigiert. Zudem ergänzte das ZDF beim Belgien-Vergleich, dass sich die dort genannte Pünktlichkeit auf den gesamten Personenverkehr und nicht nur auf den Fernverkehr bezieht.

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