Andy Burnham übernimmt am Montag das Amt des britischen Premierministers und löst Keir Starmer an der Spitze der Labour-Regierung ab. Nach Angaben seines Büros will Burnham in seiner ersten Rede vor dem Amtssitz in der Downing Street einen «neuen Weg» für die Regierung skizzieren und einen Zehnjahresplan für das Land vorstellen.
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Der bisherige Bürgermeister von Greater Manchester wird von König Charles III. mit der Regierungsbildung beauftragt, nachdem Starmer seinen Rücktritt eingereicht hat. Burnham ist innerhalb eines Jahrzehnts bereits der siebte Premierminister Grossbritanniens. Sein Amtsantritt markiert zugleich einen Führungswechsel innerhalb der regierenden Labour-Partei, die nach dem Rückzug Starmers auf einen personellen und politischen Neustart setzt.
Burnham kündigte an, die Regierung stärker auf die Lebenshaltungskosten und die Leistungsfähigkeit staatlicher Dienstleistungen auszurichten. Er wolle Grossbritannien «neu verkabeln» («rewire Britain») und eine «stabilere und verantwortungsvollere Politik» etablieren. Ziel sei es, das Wirtschaftswachstum anzukurbeln und den Lebensstandard spürbar zu verbessern. Zugleich stellte er rasche erste Massnahmen zur Entlastung der Bevölkerung in Aussicht, ohne Einzelheiten zu nennen.
Besondere Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die Bildung seines Kabinetts. Vor allem die Besetzung des Finanzministeriums gilt als richtungsweisend für den wirtschaftspolitischen Kurs der neuen Regierung. Beobachter erwarten zudem frühe Entscheidungen in den Bereichen Steuern und Staatsausgaben, Energiepolitik sowie der Zukunft des hochverschuldeten Wasserversorgers Thames Water, für den Burnham eine stärkere staatliche Kontrolle ins Auge fasst.