Porsche baut in Deutschland weitere 5000 Stellen ab und erhöht damit den geplanten Stellenabbau auf insgesamt rund 8900 Arbeitsplätze. Das teilte der Sportwagenhersteller nach einer Betriebsversammlung mit. Wie das Handelsblatt berichtet, sollen die Beschäftigten das Unternehmen sozialverträglich über Fluktuation, Altersteilzeit und Aufhebungsverträge verlassen. Zudem werden bei Tochterunternehmen wie angekündigt rund 500 weitere Stellen gestrichen.
CLEMENS BILAN / KEYSTONE
Im Gegenzug verlängert Porsche die Beschäftigungs- und Standortsicherung bis 2035. Bis dahin will das Unternehmen 2,1 Milliarden Euro in das Stammwerk Zuffenhausen und das Entwicklungszentrum Weissach investieren. Vorstandschef Michael Leiters bezeichnete das vereinbarte «Zukunftspaket» als Grundlage für die strategische Neuausrichtung und die künftige Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens.
Porsche begründet den Sparkurs mit der anhaltenden Krise des Unternehmens. Belastet werde der Autobauer unter anderem durch den Einbruch des China-Geschäfts, höhere US-Zölle und hohe Investitionen in die Elektromobilität. Für das laufende Jahr rechnet Porsche mit einem Absatz von rund 250.000 Fahrzeugen.
Zugleich senkt Mercedes-Benz seine Umsatzprognose für das laufende Jahr. Der Autobauer rechnet im PKW-Geschäft nicht mehr mit einem Absatz auf Vorjahresniveau, sondern erwartet einen Rückgang zwischen 2 und 7,5 Prozent. Dies berichtet die Welt.
Im zweiten Quartal sank der Konzernumsatz um 3,3 Prozent auf etwas mehr als 32 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) stieg dagegen gegenüber dem schwachen Vorjahresquartal um 21,5 Prozent auf rund 1,55 Milliarden Euro. Massnahmen aus dem Sparprogramm wirkten sich positiv auf das Ergebnis aus. Zudem stützten die Sparten Vans und Financial Services das schwächere PKW-Geschäft.
Belastet wurde Mercedes-Benz ebenfalls vor allem durch den Absatzrückgang in China. Dort gingen die PKW-Verkäufe im zweiten Quartal um 30 Prozent zurück. Insgesamt setzte der Konzern rund 512.000 Pkw und Vans ab, 6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Auch die Halbjahreszahlen fielen schwächer aus. Das Konzernergebnis verringerte sich in den ersten sechs Monaten um 6,3 Prozent auf rund 2,52 Milliarden Euro. Der Umsatz sank um 4,1 Prozent, das operative Ergebnis ging um 3,1 Prozent zurück.