Die AfD hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit grossem Abstand gewonnen, eine absolute Mehrheit zeichnet sich nach der ersten Prognose jedoch nicht ab. Nach der ARD-Prognose von Infratest dimap kommt die Partei von Spitzenkandidat Ulrich Siegmund auf 44,5 Prozent, während die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze auf 18,5 Prozent abstürzt.
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Damit gewinnt die AfD erstmals eine Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und verbessert ihr Ergebnis gegenüber 2021 um mehr als zwanzig Prozentpunkte. Damals hatte sie 20,8 Prozent erreicht. Die CDU, die vor fünf Jahren mit 37,1 Prozent noch klar stärkste Kraft gewesen war, verliert rund die Hälfte ihres Stimmenanteils.
Auf den weiteren Plätzen folgen laut Prognose die Linke mit 9,5 Prozent, die Grünen mit 9 Prozent und die SPD mit 8 Prozent. Das BSW liegt mit 5 Prozent genau an der Schwelle zum Einzug in den Landtag, die FDP scheitert mit 2 Prozent deutlich. Auf sonstige Parteien entfallen 3,5 Prozent. Damit hängt die Sitzverteilung auch davon ab, welche kleineren Parteien letztlich die Fünf-Prozent-Hürde überwinden.
Die Wahlbeteiligung war deutlich höher als vor fünf Jahren. Nach Angaben der Landeswahlleitung hatten bis 16 Uhr bereits 65,3 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, Briefwähler noch nicht eingerechnet. 2021 waren es zum gleichen Zeitpunkt 41 Prozent. Rund 1,7 Millionen Menschen waren zur Wahl aufgerufen.
Das Ergebnis stellt die Regierungsbildung vor neue Verhältnisse. Die AfD liegt weit vor allen Konkurrenten, verfügt nach der ersten Prognose aber nicht über eine eigene Mehrheit. Für die CDU zeichnet sich dagegen ein historischer Einbruch ab. Entscheidend sind nun die Hochrechnungen und vor allem das Abschneiden des BSW an der Fünf-Prozent-Hürde.