WM auf Rädern: Feiern ja, Blödsinn nein
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WM auf Rädern: Feiern ja, Blödsinn nein

Wenn an der Fussball-WM der Ball im Tor landet, bleibt die Freude selten nur im Wohnzimmer. Dann wird gejubelt, gehupt, geschwenkt und nicht selten wird die Party auf die Strasse verlagert.
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WM auf Rädern: Feiern ja, Blödsinn nein

Die rollende Fanmeile ist längst nicht nur den Südländern vorbehalten. Fahnen am Auto, Schals am Spiegel, ein Autokorso durch die Stadt gehört irgendwie zur WM doch dazu, oder nicht. Doch auch im Freudentaumel gilt die Strassenverkehrsordnung, auch wenn die Ordnungshüter hier und da ein Auge zudrücken.

Zwar gilt grundsätzlich: jeder darf sein Autos dekorieren, wie er will. Fahnen, Spiegelüberzüge oder Fanschals sind erlaubt, solange sie sicher befestigt sind und niemanden gefährden. Die Sicht muss frei bleiben, Kennzeichen komplett unverdeckt sein, Blinker und Scheinwerfer bleiben weiterhin sichtbar. Doch besonders bei höherem Tempo wird aus dem lustigen Fan-Zubehör schnell ein fliegendes Problem. Wer also mit Fähnchen unterwegs ist, sollte vorher prüfen, ob die Dinger wirklich mehr aushalten als nur einen laues Sommerlüftchen.
Aushalten müssen Polizei und Anwohner beim Autokorso so einiges. Trotzdem Freude ist erlaubt, Anarchie eher nicht. Rote Ampeln bleiben rot, Vortrittsregeln gelten weiter, Kreuzungen sind keine privaten Fan-Zonen. Hupen ist streng genommen nur als Warnsignal erlaubt, auch wenn die Polizei und Gemeinden zeigen bei grossen Turnieren hier gewisses Augenmass walten lässt. Bis etwa eine Stunde nach Spielende wird vielerorts wohl manches toleriert. Danach sollte langsam wieder Ruhe.
Kurz gesagt: Die WM darf gefeiert werden. Laut, bunt und mit Herzblut. Aber bitte so, dass am Ende nicht Polizei, Versicherung oder Notarzt die Nachspielzeit übernehmen.

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