Versenkt Pistorius Milliardenprojekt? Deutschlands Verteidigungsminister will Kampfschiff kippen
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Versenkt Pistorius Milliardenprojekt? Deutschlands Verteidigungsminister will Kampfschiff kippen

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Versenkt Pistorius Milliardenprojekt? Deutschlands Verteidigungsminister will Kampfschiff kippen
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Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius plant offenbar den Ausstieg aus dem Fregattenprojekt F126, dem bislang grössten und teuersten Rüstungsvorhaben in der Geschichte der Deutschen Marine. Das berichtet das Magazin Spiegel. Damit stünde ein Projekt vor dem Aus, in das nach Angaben aus dem Bundestag bereits mehr als zwei Milliarden Euro geflossen sind.

CARSTEN KOALL / KEYSTONE
Verteidigungsminister Boris Pistorius in Berlin
CARSTEN KOALL / KEYSTONE

Die Fregatte F126 sollte mit einer Länge von 166 Metern und einer Besatzung von bis zu 198 Soldaten das grösste Kampfschiff der Bundeswehr werden. Insgesamt hatte die Marine sechs Schiffe bestellt. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums sollten sie zur «dreidimensionalen Seekriegsführung» befähigt sein und Ziele unter Wasser, auf See sowie in der Luft bekämpfen können. Die Gesamtkosten wurden zuletzt auf bis zu zehn Milliarden Euro veranschlagt.

Die ersten Einheiten wurden bereits 2024 auf der Peene-Werft im mecklenburgischen Wolgast auf Kiel gelegt. Das Projekt geriet jedoch wiederholt in Verzug. Die ursprünglich geplanten Auslieferungstermine mussten mehrfach verschoben werden, zuletzt galt das Jahr 2028 als Zielmarke. Noch im Februar hatte sich das Verteidigungsministerium optimistisch gezeigt und erklärt, man gehe trotz Verzögerungen weiterhin von einer Fortführung des Vorhabens aus.

Nach Informationen des Spiegels haben die Probleme inzwischen ein Ausmass erreicht, das selbst ein Wechsel des Generalunternehmers nicht mehr beheben konnte. Bundestagsabgeordnete beziffern die bislang aufgewendeten Mittel auf 2,3 bis 2,4 Milliarden Euro.

Als Ersatz soll Pistorius den Kauf von acht Fregatten des Typs Meko-200 beim deutschen Rüstungskonzern TKMS prüfen. Die Schiffe sind mit rund 120 Metern deutlich kleiner als die F126. Die Kosten werden laut Bericht mit etwa 1,6 Milliarden Euro pro Einheit beziehungsweise rund zwölf Milliarden Euro für das Gesamtpaket angegeben. Die Führung der Marine soll den Kurswechsel mittragen.

Sollte die Entscheidung bestätigt werden, wäre dies einer der grössten Kurswechsel in der deutschen Rüstungspolitik der vergangenen Jahre.

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