Die USA haben trotz laufender Verhandlungen und einer bestehenden Waffenruhe mehrere Ziele im Iran angegriffen. Wie das Regionalkommando der US-Streitkräfte für den Nahen Osten (Centcom) mitteilte, traf das Militär im Süden des Landes Raketenstellungen sowie Boote in der Strasse von Hormus, die Minen verlegen sollten. Die Angriffe dienten laut einem Sprecher dem «Schutz eigener Truppen» und seien «Angriffe zur Selbstverteidigung» gewesen.
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Iranische Medien berichteten nach einem Angriff im Bereich der Insel Larak von mehreren Todesopfern. Das US-Militär machte zunächst keine Angaben zu möglichen Opfern. Die Spannungen rund um die strategisch wichtige Strasse von Hormus halten trotz Waffenruhe an. Anfang Mai hatte der Iran dort US-Militärschiffe mit Raketen und Schnellbooten angegriffen. Die USA reagierten darauf mit Angriffen auf Ziele auf iranischem Staatsgebiet.
Die Meerenge gilt als zentrale Route für den Export von Öl, Flüssiggas und Dünger aus der Golfregion. Nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran Ende Februar kam der Schiffsverkehr dort zeitweise nahezu zum Erliegen. Die USA verlangen in den laufenden Gesprächen eine uneingeschränkte Öffnung der Passage. Teheran beansprucht dagegen die Kontrolle über die Wasserstrasse und will Gebühren für die Durchfahrt erheben.
US-Präsident Donald Trump äusserte sich unterdessen erneut zum iranischen Atomprogramm. Auf seiner Plattform Truth Social erklärte er, der Iran müsse sein angereichertes Uran entweder «sofort» zur Vernichtung an die USA übergeben oder einer Zerstörung unter Aufsicht zustimmen. Der Iran verfügt nach westlichen Angaben über mehr als 400 Kilogramm hochangereichertes Uran.