Sold von bis zu 11.000 Dollar pro Monat: Ukraine will mehr ausländische Kämpfer rekrutieren
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Sold von bis zu 11.000 Dollar pro Monat: Ukraine will mehr ausländische Kämpfer rekrutieren

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Die Ukraine plant angesichts anhaltender Personalengpässe an der Front eine deutliche Ausweitung der Rekrutierung ausländischer Freiwilliger. Wie aus Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums hervorgeht, sollen künftig zwischen 30 und 50 Prozent der Sturm- und Infanterieposten an der Front mit ausländischen Kämpfern besetzt werden. Laut dem Nachrichtenportal Telepolis bestätigte Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj das Vorhaben und erklärte, man öffne den «Rekrutierungsmarkt für Ausländer», um die Kampfkraft der Streitkräfte zu stärken und ukrainische Soldaten zu entlasten.

IRYNA RYBAKOVA / KEYSTONE
Ukrainischer Soldat an der Frontlinie bei Klishchiivka (Symbolbild)
IRYNA RYBAKOVA / KEYSTONE

Nach Angaben des Ministeriums soll die Anwerbung künftig weitgehend über private Rekrutierungsfirmen erfolgen. Diese übernehmen Rekrutierung, Sicherheitsüberprüfung und Transport der Bewerber. Für jeden Kandidaten, der in der Ukraine einen Vertrag mit den Streitkräften unterzeichnet, sollen die Agenturen eine Vergütung erhalten. Präsident Wolodymyr Selenskyj forderte zuletzt, «deutlich mehr Möglichkeiten zur Rekrutierung ausländischer Freiwilliger» zu schaffen. Nach ukrainischen Angaben haben sich seit Kriegsbeginn bereits rund 10.000 Freiwillige aus mehr als siebzig Ländern den ukrainischen Streitkräften angeschlossen.

Finanziell setzt Kiew auf deutlich höhere Anreize. Der Basissold beträgt laut Verteidigungsministerium 20.000 Hrywnja pro Monat. Hinzu kommen Zulagen für Einsätze an der Front. Durchschnittlich könnten ausländische Freiwillige dadurch rund 300.000 Hrywnja beziehungsweise etwa 7000 US-Dollar monatlich verdienen. Das Maximum liegt laut den veröffentlichten Angaben bei rund 460.000 Hrywnja oder umgerechnet etwa 11.000 US-Dollar pro Monat. Familien gefallener Soldaten erhalten zudem staatliche Entschädigungen, und verdiente Kämpfer können erleichtert eingebürgert werden.

Die Ausweitung des Programms erfolgt vor dem Hintergrund steigender Verteidigungsausgaben. Laut Berichten über neue europäische Finanzhilfen soll die Ukraine in diesem Jahr über einen Verteidigungshaushalt von umgerechnet rund 97 Milliarden US-Dollar verfügen.

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