Kapitel
- Einleitung und Begrüssung
- Strasbourg und das EU-Parlament
- Erfahrungen im EU-Parlament
- Julia Mendel und der EU-Auftritt
- Kritik an der EU-Politik
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Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie aus Strasbourg zur internationalen Ausgabe von Weltwoche Daily, die andere Sicht, unabhängig, kritisch, gut gelaunt und zuversichtlich am Donnerstag, dem 17. September 2026. Strasbourg Eine Stadt mit grosser Geschichte und auch Schauplatz der Europäischen Union. Hier befindet sich das EU-Parlament, zumindest auch ein EU-Parlament. Denn die Besonderheit der Europäischen Union besteht ja unter anderem darin, dass ihr Parlament in zwei Städten beheimatet ist, in Brüssel und in Straßburg. Man pendelt da. hin und her und das Ganze kostet, allein die Präsenz, allein die Möglichkeit, dass hier dieses Parlament aufrechterhalten werden kann, das kostet 200 Millionen Euro pro Jahr, habe ich mir sagen lassen. Und für mich, jetzt der erste Besuch hier im Strasburger EU-Parlament, war das also aus schweizerischer Sicht eine sehr erhellende Erfahrung, denn dieses EU-Parlament, das sollten Sie sich einmal anschauen, das fühlt sich an wie eine riesige... Wellness Oase, tatsächlich, das hat so hotelmässige, atmosphärische Anwandlungen, die einen da sofort befallen. In den Untergeschossen gibt es übrigens mit Designerstühlen, alles sehr teuer eingerichtet. Es gibt da mehrere Restaurants, exklusivere, etwas lockerere. Sie haben Concierge Desks, ich habe da Fotos gemacht, vielleicht werden wir die dann in der Weltwoche mal. Veröffentlichen, also da haben sie das Gefühl, sie seien in einer Art Wellness-Resort. Da wird die Speisekarte durchgegeben, die verschiedenen Annehmlichkeiten, von denen man profitieren kann. Und also ein Restaurant nach dem anderen. Oben drüber natürlich die Versammlungsräume, die Büros. Aber was fast am eindrücklichsten, am verrücktesten ist, in der Garage ist der Wagenpark. Also ein Mercedes nach dem anderen. Eine riesen Limousine. Also das ist sozusagen dieses EU-Parlament. Das ist wie so eine Art Raumschiff, ein Mutterkuchen, an dem sich da diese ungezählten Politiker, Parlamentarier und ihre Mitarbeiter gütlich tun können. Also da geht man als Schweizer mit grosser EU-Skepsis hinein und man kommt mit noch grösserer EU-Skepsis hinaus. Nun gut. Warum war ich an diesem EU-Parlament? Sie haben es sicherlich mitbekommen, wir haben gestern übertragen den Live-Event mit Julia Mendel. Julia Mendel ist die frühere Mediensprecherin des ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelensky. Zelensky hat seine frühere Mitarbeiterin jetzt sanktioniert und die EU hat alles daran gesetzt, um der Julia Mendel diesen Auftritt abzublocken, um ihn abzuwürgen, um sie nicht zu Wort kommen zu lassen. Ich habe es in der Schweizer Ausgabe schon gesagt. Das Ganze ist von einer derart erschütternden Erbärmlichkeit, dass man sich eigentlich nur schon deshalb ernsthafte Sorgen machen muss über den Zustand dieser Europäischen Union. Nein, also diese Büroleiter haben auf geheiss natürlich da der obersten Chefs alles daran gesetzt, den Auftritt von Julia Mendel, der seit Monaten angekündigt war, zu verhindern. Man hat ihr am Vorabend, so kurz nach Ladenschluss, hat man ihr durchgegeben. Sie haben also keine Zutrittsberechtigung ins Parlament. Sie können hier keine Ansprache halten. Dann haben die Organisatoren, das ist die Fraktion von Europa der Souveränen Nationen, da ist unter anderem die deutsche AfD dabei, die haben dann versucht, Professor Hans Neuhoff war hier ein ganz treibender Faktor, haben dann einen Livestream aufgebaut. Da hat die Weltwoche mitgeholfen bei der technischen Umsetzung. Das wollte man ebenfalls abblocken. Zeichnen wir eine Rede auf und strahlen wir sie aus. Es hat dann aber doch geklappt mit dem Livestream. Allerdings, was nicht möglich war, eine Simultanübersetzung. Das ist sozusagen das kleinkarierte Kampfzonen-Niveau, das hier beschritten wurde. Also die Büroleiter dieses EU-Parlaments haben den Übersetzer verboten, eine Simultanübersetzung. Dolmetscherei dazu betreiben. Auf keinen Fall dürfe das vom Englischen aufs Deutsche, ins Deutsche oder ins Französische übertragen werden. Also das sind hier die Schlachten, die ausgefochten werden gegen eine Frau, die eine ukrainische Patriotin ist, die sich dafür einsetzt, dass es einen Waffenstillstand gibt, die ihren früheren Chef aus der Insider-Perspektive, aus ihrer subjektiven Sicht, schwer... sehrwiegend kritisiert, aber ist es denn verboten, den ukrainischen Präsidenten zu kritisieren, meine Damen und Herren? Wo leben wir denn eigentlich? Und ich glaube, man sollte diese Vorgänge sowohl als Schweizer, aber auch als Deutscher, als Österreicher, als EU-Bürger sehr genau verfolgen und auch sehr ernst nehmen. Ich meine, wenn eine EU dermassen Anstrengungen auf sich nimmt, um eine Frau daran zu hindern, Ihre Meinung zum Ukraine-Krieg? kundzutun, eine Meinung, die darauf hinausläuft, Frieden und Waffenstillstand herbeizuführen, dann öffnet das den Blick in einen Abgrund der politischen Finsternis, der durchaus erschreckend, entlarvend, enthüllend, vielleicht auch beruhigend ist. Denn wenn man sieht, dass die EU mit solchen Methoden mittlerweile zu kämpfen genötigt sich sieht, dann zeigt das doch auch die enorme Schwäche dieser Organisation und den Stressfaktor. Das heisst, dass man hier eben auch von Seiten der Bürger noch viel stärker sich engagieren muss. Das stimmt einfach etwas nicht mehr, wenn so ein Anlass nicht ordnungsgemäss durchgeführt werden kann. Aber eben die gute Nachricht, es hat dann alles so stattgefunden. Sie war zwar nicht Julia Mendel im... Plenarsaal oder in diesem Nebensaal, das war nicht der Plenarsaal, aber in einem grösseren Saal da dieses EU-Parlaments. Sie war nicht physisch anwesend, aber der Livestream konnte durchgeführt werden. Es konnten auch Fragen gestellt werden und es war sehr interessant, was sie gesagt hat. Ich fasse es kurz zusammen. Wir haben mit Frau Mendel natürlich auch ein Interview gemacht, das morgen ausgestrahlt wird. Ich will Ihnen da nicht alles schon vorwegnehmen, aber die wichtigsten Botschaften waren erstens Präsident Zelensky. sei heute das grösste Hindernis auf dem Weg zum Frieden, grösser noch als Wladimir Putin. Zweitens, Selensky zerstört die Ukraine, sagte die ehemalige Mediensprecherin von 2019 bis 2021, übrigens Buchautorin, New York Times-Mitarbeiterin, Politico-Journalistin, also sie hatte eine sehr eindrückliche journalistische Laufbahn durchlaufen, ehe sie bei Selenskyj da ins Team eintrat. Und jetzt ist sie... einer der dezidiertesten Kritikerinnen. Berühmt geworden ist Frau Mendel dadurch, dass sie bei Tucker Carlson, dem amerikanischen Journalisten, im Podcast auftrat vor ein paar Monaten. Aber es ist ganz wichtig, dass man sich damit auseinandersetzt, weil sie bei uns ja nur den gleichen Einheitsbrei vorgesetzt bekommen, Diskussion verboten, Hinterfragung verboten. Und die deutschen Medien berichten keine Zeile über diese Vorgänge. Übrigens auch diese neuen Portale, die es da überall gibt, überhaupt nicht, die sind einfach aussenpolitisch noch nicht... aufgewacht, die haben noch nicht realisiert, wie gefährlich diese ganze Situation ist. Die stecken eben auch in diesem ganzen Kriegsfimmel, in diesem Kriegsrausch drin, in dieser Dämonisierungsspirale, die übrigens auch eine Frau Mendel hier keineswegs infrage stellt. Sie hat gesagt, ja, ich finde es auch schrecklich, was die Russen machen. Ich finde das absolut verwerflich und verbrecherisch. Ich will in keiner Art und Weise Russland verteidigen und die russische Okay. Regierung, aber es geht hier ums Überleben meines Landes. Und wir können einfach die Atommacht Russland militärisch nicht besiegen. Und es wird auch Unsinn erzählt bezüglich der Opferzahlen. Die Opferzahlen auf der ukrainischen Seite seien viel höher als auf der russischen Seite. Und das sind Aussagen, mit denen man sich auseinandersetzen muss, meine Damen und Herren. Und es ist ja einigermassen bestürzend, dass man so wenig zu lernen scheint aus sogar den jüngsten... Ereignisse der europäischen Geschichte, Klima, Migration, Corona, in all diesen drei Themenbereichen war die Diskussion auch ausserkraft gesetzt, es durfte nichts hinterfragt werden, mit dem Resultat, dass man die Industrie mehr oder weniger auf dem grünen Opferaltar abgeschlachtet hat. Bei Corona war man der absolute Menschenfeind, wenn man die Sinnhaftigkeit der getroffenen politischen Massnahmen kritisierte und über die Migration müssen wir gar nicht sprechen, die offenen Grenzen, das war ja auch ein Sakrileg, eine andere Meinung zu haben. Also diese EU bewegt sich auf einer ganz abschüssigen Bahn, wenn sie eben mit der Kettensäge die Meinungsäusserungsfreiheit da einfach wegzufräsen versucht. Aber, wie gesagt, die gute Nachricht, wir wollen hier nicht in eine Kassandra-hafte Untergangsromantik verfallen. Die gute Nachricht ist, dass das Ganze hat stattfinden können. Und ich bin stolz, dass die Weltwoche dazu einen Beitrag leisten konnte zur Aufrechterhaltung und Gewährleistung der Meinungsäusserungsfreiheit in Europa aus schweizerischer Sicht. Also wir sind da, wenn es uns braucht, wenn wir helfen können. Was sind die Nachrichten? Was sind die Themen des Tages? Trump droht der EU mit Handelsstorchen. ...wegen Annäherung an Kanada. Das ist eine Reaktion auf die grosse Ansprache von Ursula von der Leyen vor dem EU-Parlament. Der kanadische Premier Mark Carney ist übrigens auch hier anwesend, im gleichen Hotel, in dem ich mich jetzt befinde. Von der Leyen hat gesagt, man wolle sich annähern an Kanada, sozusagen als assoziiertes Mitglied, sollen da die Kanadier in die EU gewissermassen halbwegs aufgenommen werden. wie die Ukraine übrigens auch, da spricht man auch von diesem assoziierten Status. Die EU expandiert oder will expandieren, will grösser werden, obwohl sie die Probleme im eigenen Haus noch gar nicht im Griff hat. Das ist immer eine gefährliche Entwicklung. Das zeigt eben auch, dass man mit diesen Expansionsplänen und Expansionsabsichten auch etwas ablenken möchte von den eigenen, noch nicht bewältigten Problemen zu Hause. Dann wichtig, sie möchte die EU als geopolitische Grossmacht positionieren auf der Landkarte. Das kommt im Bestreben zum Ausdruck, dass es einen EU-Sicherheitsrat brauche. Auch da soll die Ukraine irgendwo eine Rolle spielen. Meines Erachtens der falsche Weg. Europa ist der Friedhof einstiger Grossmächte, Schauplatz fürchterlichster Kriege. Und gerade die Ambition, gross sein zu wollen, hat in der europäischen Geschichte zu viel Verderben geführt. Vor allem im politischen Bereich. Gerne klein in der Politik ist besser als... Gerne gross, aber die EU entwickelt sich da quasi zu einer ja auch etwas karikaturhaften Fortsetzung dieser uralten Reichsfantasien, die es in der europäischen Geschichte immer wieder gab mit anderen Mitteln. Ja, die EU ist sozusagen das bürokratische Fortsetzungsgerippe eines Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation. Das Jahr 1806 von Napoleon. ins Jenseits befördert wurde. Aber irgendwo dieser Traum, diese Ambition, diese Grössenwahn, mit dem Europa da eine bedeutende Rolle spielen zu können auf dem Planeten, politisch ein Machtfaktor sein zu wollen, das ist irgendwie unzerstörbar. Das sitzt da ganz tief drin, offensichtlich in einigen Hirnen. An den grünen Energieplänen und der Deindustrialisierungspolitik, das ist es, woraus es faktisch hinausläuft, davon will man nicht abrücken. Ausserdem hat Frau von der Leyen bekannt gegeben, man wolle auch bei der KI jetzt auf die Bremse treten. Wäre vielleicht interessant, wenn sich die EU auch einmal etwas wieder auf die Technologieentwicklung und nicht auf die Technologieabbremsung konzentrieren würde. Brüssel bzw. Strasbourg verbietet Social Media für unter 13-Jährige, mischt sich also auch ins Kinderzimmer ein. Das zeigt, dass hier auch kein klarer Auftrag ist. vorliegt. US-Kongress stimmt für verschärfte Russland-Sanktionen. Die US-Politik die ja selber nicht davor zurückschreckt, Kriege anzuzetteln, je nach Belieben. Da gibt es dann jeweils keine Sanktionen von der sonst dauerentperrten Staatengemeinschaft in Europa. Die Doppelmoral, da die doppelte Maßstäbe sind offensichtlich. Live Erik Holm und Manuela Schwesig. in einem weiteren Streitgespräch, in einer Debatte. Am Wochenende sind ja dann die Wahlen in Mecklenburg vor. Pommern, ja, Leif-Erik Holm, vom Habitus her ein anderer Typ als Ulrich Sigmund, der AfDler. Er, ja, CDU-gemässigt wirkend, tritt vielleicht jetzt nicht mit dieser charismatischen Überzeugungsenergie auf, wie da der Moped-Fahrende. Mutmassliche und mögliche und jetzt als Kandidat antretende Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, aber auch in Mecklenburg-Vorpommern wird ein starkes Resultat für die AfD erwartet. Und vor diesem Hintergrund ist die Solidaritätsbekundung der CDU-Kurfürsten aus den Bundesländern für ihren Kanzler möglicherweise von geringer Halbwertszeit. Es ist ein Brief aufgetaucht, ein Schreiben, das in den Medien jetzt in Deutschland stark verarbeitet wird, dass eben diese Kurfürsten, die Landesfürsten der CDU, dem Kanzler den Rücken stärken, allerdings ohne den Namen Friedrich Merz zu nennen. Also die CDU ist da wirklich in einem zerzausten Zustand, meine Damen und Herren. Und das Ablaufdatum dieser Solidaritätsbekundung würde vermutlich so etwa nächsten Sonntag 18 Uhr sein, weil dann kommen die ersten Resultate aus Mecklenburg-Vorpommern. Auch SPD, Grüne und Linke drohen der AfD mit Bundeszwang. Ja, das ist eben Deutschland. Wenn eine Partei kommt, die von den Wählern demokratisch einwandfrei legitimiert wird, aber den Mächtigen nicht passt, dann wird schon... Auf Vorrat die Zwangspeitsche, die Reitpeitsche ausgepackt. Also wenn diese Sachsen-Anhalter dann irgendetwas machen, was uns nicht passt, dann gibt es den Bundeszwang. Also hier zeigt die Bundesrepublik ihr autokratisches Gesicht. Das ist die Parteienoligarchie der Etablierten, die es eben nicht gern hat, wenn da ein neuer Konkurrent in Erscheinung tritt. Da kommt man mit dem Bundeszwang. Übrigens, bei meinen Vorträgen. In Deutschland ist noch ein anderes Zwangsinstrument angesprochen worden, das den Leuten grosse Sorge bereitet, vor allem auch nach den jüngsten Ereignissen und dieser Deutung der Drohnenzwischenfälle in Leipzig, nämlich dass es zum Spannungsfall kommen könnte, dass also die Bundesregierung den Spannungsfall ausruft, aufgrund der hybriden Kriegsführung Russlands gegen die Bundesrepublik, die sich da von unterschiedlichsten Bedrohungen belagert sieht, also von den Reichsbürger, die da seit Jahren einvernommen werden ohne Gerichtsverfügung, ohne Gerichtsurteil, bis hin eben zu dem russischen Präsidenten Putin, der da Deutschland mit irgendwelchen Drohnen schon bereits angreife. Und in dieser ganzen Gemengelage könnte eben der Spannungsfall ausgerufen werden, die Vorstufe zum Kriegsfall mit entsprechenden Konsequenzen der Ausserkraftsetzung von Wahlen etc. Diese Befürchtung ist in Deutschland mittlerweile sehr real. Wie wahrscheinlich das ist, ist schwierig zu beurteilen für mich als Schweizer. Aber auffällig ist, dass viele Deutsche, zumindest an meinem Vortrag, darüber immer wieder sprechen, das in Erinnerung rufen möchten. Also auch da autoritäre Varianten, die entsprechend in Anschlag gebracht werden könnten. Noch ein Wort zu diesem Drohnenvorfall in Leipzig. Findet ihr das ungeheuerlich, mit was für dürftiger Beweislage? solche schwerwiegenden Anschuldigungen erhoben werden. Und das müsste, glaube ich, von der Oppositionspolitik in Deutschland auch viel stärker in den Vordergrund gerückt werden. Da muss man die Regierung regelrecht vor sich hertreiben, denn wenn man derartige Anschuldigungen in den Raum stellt, dass also Russland gewissermassen mit einer Sprengstoffdrohne einen deutschen Flughafen habe angreifen wollen, ich meine, das ist ein kriegerischer Rack, das ist nicht hybrider Krieg, das ist ein... Richtiger Krieg, wenn man mit solchen Sprengstoffdrohnen Flugzeuge auf einem fremden Hoheitsgebiet in die Luft sprengen will, das ist Staatsterrorismus, das ist ein kriegerischer Akt. Das ist eine sehr seriöse Sache. Und da müssten Beweise vorgelegt werden und müssten die Medien und eben auch die Parteien glasklare Beweise einfordern. Dies erst recht vor dem Hintergrund, dass wir ja vor noch nicht allzu langer Zeit die Erfahrung gemacht haben, das entsprechende Beweise dann eben gefälscht wurden. Ich spreche da vom Irak-Krieg damals 2003, der amerikanische Politiker Colin Powell, der da vor der UNO entsprechende Beweise angeblich gehabt haben wollte. Übrigens interessant, heute sagt man, die deutschen Nachrichtendienste hätten hier Beweise, dass die russische Täterschaft erwiesen sei. Wir erinnern uns damals bei den... Massenvernichtungswaffen des Iraks, die sich dann eben als Luftblase, als Luftheuler erwiesen haben, waren es übrigens auch die deutschen Geheimdienste, die deutschen Nachrichtendienste gewesen, die den Amerikanern diese unbezweifelbaren Beweise geliefert haben. Also hier ist das Misstrauen der Medien völlig ausgeknipst, keinerlei Hinterfragung. Ich glaube, da müsste die politische Opposition noch viel stärker die Regierung unter Druck setzen, um da entsprechend... Licht ins Dunkel zu bringen. Man darf sich da nicht einfach so schnell vorführen und verkaufen lassen. Heute die neue Weltwoche am Start in gedruckter Form, da ich nicht in meinem Büro bin, sondern auswärts habe ich jegliche Druckfahnen dabei. Unser Thema, habt keine Angst, Freiheit und Spielraum für die künstliche Intelligenz. Mal kein Terminator-Totenkopf als Generalmetapher für die künstliche Intelligenz, sondern so ein freundlicher Pixar-Robot. der sich an einem Rubikwürfel intelligenter Weise zu schaffen macht. Wer war Ratko Mladic? Ein Versuch, die serbische Psyche zu ergründen, das Phänomen dieser Massenabdankung gegenüber einer Person, die ja im Westen Europas als fürchterlicher Völkermörder auch verurteilt worden ist. Wie ist das eigentlich zu erklären, diese unterschiedliche Wahrnehmung? Wie sehen die Serben eigentlich diese jetzt eben für westliche und NATO-Kreise? Eine fürchterliche Gestalt dieses ehemaligen und nun verstorbenen Generals. Wir beschäftigen uns mit einer Schweizer Politphilosophin, Zeitgeist, schöne Allzweckwaffe, Katja Gentinetta, die vielseitigste Sufflöse des liberal-grün-sozial-freisinnigen Establishments. Ausgeknutscht, Nachruf auf die Kulturtechnik des Küssens und viele, viele weitere Artikel. Mehr auch Interviews zu den Vorgängen in Deutschland. Die Weltwoche immer wieder eine Wundertüte unterschiedlicher Meinungen. Ich danke Ihnen ganz herzlich und wünsche Ihnen einen wunderbaren Tag. Das Interview mit Julia Mendel wird demnächst aufgeschaltet. Meine Gespräche mit Wladimir Solowiov gehen weiter. Übrigens hat Frau Mendel im Interview gesagt, sie habe es sehr geschätzt, dass ich damals im grossen Interview mit Solowiov die Ukraine verteidigt hätte. und dem russischen TV-Propagandisten entgegengehalten hätte, seine Verharmlosungen des Holodomors und wie die Sowjets damals die Bevölkerung in der Ukraine aushungerten. Also wir halten da das Gespräch im Gang, aber auch die Dialektik, Rede und Gegenrede, Meinungsäusserungsfreiheit, das ist das Fundament unserer Demokratie. Ich danke Ihnen, wünsche Ihnen einen schönen Tag, wir sehen uns dann morgen wieder. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken, was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche, unabhängig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen, wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst Niemand zu unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt. Denn unabhängiger Journalismus funktioniert eben nur mit unabhängig kritischen und vielleicht auch gut gelaunten Lesern. Sie sind der Grund, warum wir machen können, was wir eben machen. Alle Abo-Optionen finden Sie auf unserer Website www.weltwoche.de sowohl für Print als auch digital und massgeschneidert auch für Deutschland. Und wenn Sie bereits Abonnent sind, dann möchte ich mich an dieser Stelle einfach mal bei Ihnen bedanken und wünsche Ihnen nun viel Vergnügen beim nächsten Video.
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