Schauplatz geopolitischer Machtkämpfe: Schifffahrtsbranche warnt vor einer neuen Ära permanenter Krisen
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Schauplatz geopolitischer Machtkämpfe: Schifffahrtsbranche warnt vor einer neuen Ära permanenter Krisen

Anhören ( 1 min )
KI-Stimme
Schauplatz geopolitischer Machtkämpfe: Schifffahrtsbranche warnt vor einer neuen Ära permanenter Krisen
Schauplatz geopolitischer Machtkämpfe: Schifffahrtsbranche warnt vor einer neuen Ära permanenter Krisen
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Die globale Schifffahrtsbranche stellt sich auf dauerhaft erhöhte geopolitische Risiken ein und behandelt Störungen wichtiger Handelsrouten zunehmend nicht mehr als Ausnahme, sondern als neuen Normalzustand. Das geht aus Aussagen führender Branchenvertreter hervor, die am Rande der internationalen Schifffahrtsmesse Posidonia in Athen gemacht wurden.

AMIRHOSSEIN KHORGOOEI/ ISNA NEWS / KEYSTONE
Frachtschiffe in der Strasse von Hormus vor Bandar Abbas (Symbolbild)
AMIRHOSSEIN KHORGOOEI/ ISNA NEWS / KEYSTONE

Nach Angaben von Intertanko, dem Verband der Tankereigner, haben sich in den vergangenen Jahren mehrere Krisen überlagert: der Krieg in der Ukraine, Angriffe der Huthi-Miliz auf Handelsschiffe im Roten Meer sowie jüngste Beeinträchtigungen des Schiffsverkehrs in der Strasse von Hormus. Dadurch rückten Sicherheit der Besatzungen, freie Schifffahrt und militärische Konflikte ins Zentrum der strategischen Planung.

Intertanko-Geschäftsführer Tim Wilkins sagte, die Branche erlebe eine bisher unbekannte Häufung von Ereignissen. Nicht nur regionale Konflikte nähmen zu, auch grundlegende Regeln des internationalen Handels und der Regulierung würden in Frage gestellt. Reedereien müssten ihre Geschäftsmodelle entsprechend anpassen.

Ein sichtbares Zeichen dafür sind neue Sicherheitsrichtlinien des Weltreederverbands Bimco für die Passage durch die Strasse von Hormus. Die Empfehlungen enthalten konkrete Anweisungen für den Umgang mit Raketen- und Drohnenangriffen, Störungen von Satellitensignalen, Minengefahren und möglichen Enterversuchen. Ziel ist es, Risiken systematisch zu bewerten und Schäden für Besatzung und Schiff zu begrenzen.

Vertreter von Versicherern und Reedereien sprechen von einer grundlegenden Verschiebung der Lage. Die Weltmeere würden zunehmend zum Schauplatz geopolitischer Machtkonflikte. Zusätzliche Sorgen bereitet die sogenannte russische Schattenflotte, deren Tanker ausserhalb etablierter Kontroll- und Sicherheitsstandards operieren.

Die Folgen reichen bis zu Investitionsentscheiden. Mehrere Unternehmen halten sich mit Neubestellungen von Schiffen zurück und sichern stattdessen ihre Liquidität. EU-Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas warnte zugleich davor, die Einschränkungen in der Strasse von Hormus als Normalität zu akzeptieren. Dies könne langfristig die Grundlagen der freien internationalen Schifffahrt untergraben.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 04.08.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.