Russland hat den deutschen Botschafter in Moskau, Alexander Graf Lambsdorff, einbestellt. Als Begründung nannte Moskau ein Treffen des CDU-Aussenpolitikers Roderich Kiesewetter mit dem tschetschenischen Politiker Achmed Sakajew in Kiew.
Das Ministerium wirft Kiesewetter vor, eine in Russland verbotene Organisation zu unterstützen. Sakajew gilt in Russland als zur Fahndung ausgeschrieben und wird mit der Gruppierung «Tschetschenische Republik Itschkerien» in Verbindung gebracht. Moskau sprach von «antirussischen Aktivitäten» und erklärte, das Treffen belege eine angebliche Einmischung Deutschlands in innere Angelegenheiten. Lambsdorff sei vor «verhängnisvollen Folgen» gewarnt worden.
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Der Botschafter kündigte an, der Einbestellung Folge zu leisten. «Ich halte es für unwahrscheinlich, dass die russische Seite ihre Vorwürfe belegen kann», liess er mitteilen. Die Bundesregierung bezeichnete das Vorgehen als «haltlose Massnahme». Die Vorwürfe seien «unbegründet», erklärte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts.
Kiesewetter verteidigte sein Treffen und sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Russland tritt als Terrorstaat auf, der einen Vernichtungskrieg gegen die Ukraine führt und in sich ein kolonialer und imperialer Staat ist». Er habe Sakajew als Unterstützer der Ukraine und als Stimme gegen Russland getroffen.
Kämpfer der Bewegung stehen nach russischen Angaben an der Seite ukrainischer Truppen im Krieg gegen Russland.